Was wird wohl das kommende Jahr bringen? Mit fünf Wahlen, zwei Volksbefragungen und vielem drumherum ist aber zumindest eines sicher: 2013 wird Frank Stronachs Jahr! Ein Kommentar von Dominik Leitner.

2013

wortschwallEs ist wohl nicht wegen seines Programms, womöglich nur bedingt wegen seiner Persönlichkeit, sondern ganz einfach, „weil alle anderen bewiesen haben, dass sie es nicht können“. Frank Stronach wird im kommenden Jahr jubeln: bei der Nationalratswahl wird er zwar (obwohl er es sich so fest vorgenommen hat) nicht Erster werden, aber zumindest der eindeutig größte Gewinner und auch in Kärnten werden ihm große Chancen eingeräumt, zweistellig zu werden. In Niederösterreich könnte er sogar zur Absoluten-Mehrheitgsgefahr für Erwin Pröll werden. Was hat er, was alle anderen nicht haben? Nicht viel, aber zumindest eines hat er definitiv nicht: Erfahrung. Und vielleicht freut genau das seine potentiellen Wähler am Meisten.

Doch ein neues Jahr bedeutet auch stets neue Abschiede: das BZÖ wird verschwinden. In Kärnten wird Josef Buchers Sommergesprächwunsch Landeshauptmann von Kärnten zu werden, überraschenderweise nicht in Erfüllung gehen und vom Bundeskanzler (bzw. vom Einzug in den Nationalrat) ist das BZÖ in so manchen Umfragen noch meilenweiter entfernt als eh schon.

Wien wird übrigens für Olympia 2028 stimmen. Und gegen das Parkpickerl. Und Österreich knapp aber doch für die Wehrpflicht. Auch wenn die ÖVP von dieser unsäglichen Wehrpflicht nichts hält und in Wahrheit mit der Angstkeule schwingt, wenn es vom Zusammenbruch des Sozialsystems spricht. Nur weil dann ja junge Männer nicht mehr 9 Monate für lächerliche Bezahlung in Altersheimen arbeiten dürfen. Deshalb werden wir uns wohl auch von Norbert Darabos verabschieden müssen. Und sollten alle Umfragen lügen, sollte die SPÖ stärker verlieren als gedacht, sollte nicht nur die Parteitagstruppe ihm die volle Unterstützung verweigern, dann müsste vielleicht auch Werner Faymann seinen Hut nehmen. Aber für mutige Entscheidungen ist diese Parteispitze ja leider nicht so bekannt.

Und Strache? Wird wieder mächtig viel Spaß am Wiener Akademikerball haben, wo er endlich wieder mit den „neuen Juden“ von vergangenem Jahr zusammentreffen wird. Er wird weiterhin Facebook für seine Propaganda nutzen, wird sich auch 2013 wieder für wundervolle Demokratien wie Georgien oder Russland einsetzen und uns Menschen vor dieser unsäglichen, schweinefleischlosen Islamisierung retten.

Es überrascht also kaum, dass wir bei neuwal uns schon so sehr auf dieses politische Feuerwerk freuen: 2013 könnte das spannendste Jahr wie schon lange nicht mehr werden. Oder, und darauf sollte man eventuell wetten: Es geht im selben Trott weiter wie eh schon immer. Guten Rutsch, liebe Leser!

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