„Partizipation, ohne dazu für einen verstaubten, arrivierten, in der freien Meinung beschneidenden, Parteiapparat kandidieren zu müssen“, Martin Dowalil von der Bürgerliste FUFU aus Waidhofen an der Ybbs.

FUFU (Farblose Unabhängige Formierte Uninformierte) sehen sich selbst nicht als Partei, sondern als Bürgerbewegung mit mündigen Bürgern, die sich nichts mehr bieten lassen wollen. Ihr Kennzeichen sind Uniformen jeder Art, die eigentlich genau das Gegenteil ihrer Prinzipien verkörpern: Nämlich freies Denken, Mund aufmachen, nicht immer nur jammern, sondern auch handeln und agieren.

“Der Hebel gehört in der Entschuldung angesetzt. Und, das ist das Hauptproblem”, so FUFU-Sprecher Martin Dowalil im Gespräch mit neuwal, der von der tollen Lebensqualität in Waidhofen schwärmt. Als Ziel für die nächsten fünf Jahre setzt sich die junge Bewegung die Errichtung eines kleines Kulturzentrums in Waidhofen für Vernissagen, Lesungen, kleinere Liveauftritte oder Geburtstagsfeiern ein.

Künftiges Einkommen aus den politischen Tätigkeiten möchten sie wohltätigen Zwecken spenden: “Das Geld steht mir nicht zu und ich gebe es dann jeden Monat wieder zurück”, so Dowalil, der den Gemeinderatssitz als Ehrenamt für 12.000 sieht.

Die Piraten sind den FUFUs sympatisch. Sie selbst seien Piraten-nahe, auch wenn ihre Ideale ziemlich ähnlich, sie selbst allerdings keine klassischen Piraten sind.

Als große Motivation sieht Dowalil eine gute Zusammenarbeit im Gemeinderat in den nächsten fünf Jahren: “Entweder, uns lässt man als kleine Fraktion anrennen und es wird uns gezeigt, dass es nicht so einfach ist, wie wir glauben. Eine kleine Fraktion anrennen lassen und zeigen, so einfach ist es nicht, wie du glaubst oder wir werden eingebunden und die Schwarzen sind genauso normale fähige Leute mit guten Ideen und man bekommt etwas weiter und wird nicht abgeschmettert.”

neuwal im Gespräch mit Martin Dowalil (April 2012)

Die Idee hinter unserer Kandidatur im März 2012 war die der Partizipation, ohne dazu für einen verstaubten, arrivierten, in der freien Meinung beschneidenden, Parteiapparat kandidieren zu müssen.

Jetzt im Gemeinderat leben wir einerseits Transparenz und andererseits ein neues WIR-Gefühl unter den Fraktionen. Zur Transparenz stellen wir Stundentafeln (wos woa mei Leistung= wieviel Zeit haben wir im Gemeinderat und den einzelnen Ausschüssen verbracht) und unsere Fraktionskontoauszüge (Geldbezüge der Stadt als Mandatar stehen den Ausgaben, vieles wird gespendet, gegenüber) auf unsere Homepage. Das WIR-Gefühl wird durch Kommunikation unter den verschiedenen Fraktionen, wenn möglich ohne parteipolitisches Geplänkel, angepeilt. Sodass gute Ideen und Vorschläge angenommen und rasch umgesetzt werden können, ohne Rücksicht darauf, welche Fraktion der Ideengeber war (was in der politischen Realität gar nicht so leicht ist).

Wir bleiben dran/drin und sind motiviert!

Martin Dowalil
Bürgerliste FUFU aus Waidhofen an der Ybbs
Fraktionsführer und Gemeinderat in Waidhofen/Ybbs
www.fufu.at

24 politische Ideen für Österreich
Ideen gibt es viele. Doch was ist die Idee, die politische Vision und der politische Veränderungswunsch für Österreichs Parteien, Initiativen oder Bewegungn für die kommenden Jahre?

In Anlehnung eines (politischen) „Adventkalenders“ sammelt neuwal.com politische Ideen und veröffentlicht ab 1. Dezember 2012 täglich eine davon am Vormittag.

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Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen, sieben Jahre selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Journalismus und Medien Strategien, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.