Das zweite Mal innerhalb weniger Wochen gingen in Wien etwa viertausend Aktivistinnen gegen das  Anti-Counterfeiting Trade Agreement, kurz ACTA, auf die Straße.

Anders als vor zwei Wochen startete der Demonstrationszug am Christian-Broda-Platz beim Westbahnhof. Kurz vor 14 Uhr setzte sich die Menschenmenge in Bewegung und marschierte über die Mariahilferstraße zur Ringstraße und zog weiter zum Parlament. Dort fand wie schon bei der letzten Demonstration eine Schlusskundgebung statt. Die Demonstration begleitete ein großer LKW, von dem aus die Demonstrantinnen mit Musik und Parolen beschallt wurden.

Vor den zum überwiegenden Teil Guy-Fawkes-Masken tragenden Teilnehmerinnen der Kundgebung sprachen Vertreterinnen der Piratenpartei, der SPÖ und den Grünen, sowie der Initiative für Netzfreiheit.

Wie schon bei der Demonstration am 11. Februar waren es überwiegend junge Menschen die für die Freiheit im Netz, gegen Zensur, Verfolgung von „Copyrightsündern“ und vor allem für einen sofortigen Ratifizierungsstopp von ACTA eintraten.

Neben der Piratenpartei und den Grünen (vertreten durch den Bundesrat Marco Schreuder) nahm auch eine Abordnung des BZÖ mit eigenem Transparent an der Demonstration teil. Die durchwegs gut organisierte Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle. Nach der Schlusskundgebung lud die Piratenpartei zum Feiern und Tanzen in den Sigmund-Freud-Park. 

VIDEO von ichmachpolitik.at:

Das FOTOALBUM dazu gibt es hier:

 
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Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.