In Zeiten wie diesen sind sie am Enstehen: soziale Bewegungen, die für Veränderung eintreten – mit Menschen, die mit vollem Engagement und Freude für ihre Anliegen bereit sind aufzustehen. frühling2012, eine Initiative in der oberösterreichischen Landeshauptstadt, möchte da ein Wörtchen mitreden.

Wahrscheinlich in Anlehnung an den Arabischen Frühling, der im Jahr 2011 den Mut der Menschen weltweit auferstehen ließ, hat sich in den vergangenen Wochen eine Plattform gebildet, die bestehende Gruppierungen vernetzen und neue Gruppen beim Entstehen behilflich sein möchte. Was besonders auffällt, ist die positive Sichtweise. Die Gewissheit, mit Veränderung vieles zum Besseren verändern zu können.

Die Initiative frühling2012 ist eine offene, zuversichtliche Plattform, die Potentiale, Kräfte und Visionen bündelt. Wir bieten die Möglichkeit, den notwendigen Wandel in Richtung einer ökologischen, chancengleichen und friedlichen Zukunft mitzugestalten.

Auf Anfrage hat Gerda Haunschmid, ein Ansprechpartnerin der Plattform und im Web vor allem als @tschoerda bekannt, einen kurzen Abriss der Grundidee hinter frühling 2012 zusammengefasst: die zwei wichtigsten Worte sind Bewusstseinsbildung und Empowerment. Die Menschen also auf Missstände aufmerksam zu machen, sie zu informieren und zu zeigen, wie sie selbst etwas daran verändern könnten.

„Man hört gerade jetzt ganz viel von Wutbürgern, Mutbürgern und so … unsere Vision ist, dass jeder unzufriedener Mensch sich sehr wohl empören, sich aber auch informieren, engagieren und Taten folgen lassen soll. Wir verstehen den frühling2012 vor allem als Vernetzungsplattform. Wir möchten menschen, die sich engagieren wollen, aber keinen so genauen Plan haben, wo sie das tun können, ganz einfach einen Pool an bereits bestehenden Gemeinschaften zeigen. Ob man sich nun für alternative Wirtschaftssysteme, Nachbarschaftshilfe, Landwirtschaft, Gesellschaft, Politik oder Aktionismus interessiert – für alle Bürgerinnen und Bürger sollen Möglichkeiten sichtbar gemacht werden, wie man aufstehen und sein Leben gestalten kann.“ – Gerda Haunschmid

Aktuell ist frühling2012 mit einer (nennen wir es übersichtlichen) Website, einem Wiki, einer Facebook-Seite sowie einem Twitteraccount in den sozialen Medien tätig. Zudem kann man sich auch in eine Mailinglist eintragen. Mittels verschiedener Arbeitsgemeinschaften werden anfallende Themengebiete abgearbeitet: Wie sieht die PR aus? Welchen Grundsätzen stellt man sich selbst? Jeder kann im Wiki am Entstehen von frühling2012 mitmachen

Anfang Februar treffen wir Gerda zu einem Interview, deshalb möchten wir gerne wissen: Was haltet ihr von frühling2012? Welche Anliegen sollte man vertreten? Welche Fragen sind noch offen? 

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freier Journalist (dominikleitner.com) • Autor (Neon|Wilderness) • Lokaljournalist (MFG-Magazin) • CD-Kritiker (subtext.at • Journalismus-Student an der FHWien

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