Die Anstrengungen um den Erhalt der Europäischen Union sind enorm, die Medien sind voll mit Schulden- und Euro-Krise. Doch stehen unsere gemeinsame Währung und die europäische Idee wirklich vor dem Zusammenbruch? Die Stimmung in einem Teil der Bevölkerung ist explosiv, Politiker und Machtstrukturen kommen unter Druck, Populisten mit Anti-Europa-Parolen erhalten Zulauf. Kommt das Ende oder gelingt die Wende? Darüber diskutieren Experten und Journalisten beim Mediengipfel in Lech von 1. bis 4. Dezember.

Linksammlung
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Menasse und die politische „Lost Generation“
Den Auftakt liefert Robert Menasse mit seinen „Grüßen aus Auschwitz“. Er fordert eine Rückbesinnung auf die Motive und Visionen jener Staatsmänner, die die europäische Vereinigung einst auf den Weg brachten. Finanzkrise kann Menasse keine erkennen, dafür sieht er in den heute führenden Politikern eine „Lost Generation“. Viele seine Ideen und Eindrücke wird er in seinem neuen Roman verarbeiten, dem die Überwindung der Nationalstaaten zugrunde liegten wird. Die Gegenwart ist für ihn nur eine Transitionsphase auf dem Weg zur übernationalen Demokratie.

Im Anschluss diskutiert Standard Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid mit Medienmachern, Politikern und Publizisten – darunter EU-Abgeordnete Eva Lichtenberger, Professor Konrad Paul Liessmann, NZZ-Chefredakteur Markus Spillmann – über europäische Fehleinschätzungen und Irrtümer – jene Konstruktionsfehler Europas, die die Bewältigung der globalen Krise heute erschweren.

Ungarns Mediengesetz – ein Jahr danach
Es war ein großes Thema beim letztjährigen Mediengipfel und der Auftakt zu einer nicht enden wollenden kritischen Auseinandersetzung: die Einführung des umstrittenen Mediengesetzes in Ungarn. Heuer wird im Rahmen einer Diskussion unter der Leitung von Concordia-Generalsekretärin Dr. Astrid Zimmermann die aktuelle Situation u.a. mit dem Politologen Zoltàn Kiszelly, Dr. Laszlo Bender (ehem. Außenpolitik-Chef des ungarischen Fernsehens), „Süddeutsche“-Korrespondent Michael Frank oder „NZZ“-Redakteur Charles Ritterband analysiert.

Vom Friedenstraum zum Schlachtfeld der Worte?
Die eigentliche Diskussion der Auslandskorrespondenten wird heuer Media Consult-Chef Christian Moser mit einer „Metaphern-Reise von der Feel-Good-Zone in den War-Room“ einleiten. Danach geht es ans Eingemachte, wenn mit „Ende oder Wende – zerbricht Europa?“ die Hauptdiskussion beginnt. Diese Runde wird von Organisatorin und ARD-Korrespondentin Susanne Glass (Präsidentin des Verbands der Auslandspresse) mit Regierungsvertretern und führenden Journalisten moderiert. Für spannende Diskussionen ist bei Teilnehmern wie ORF-Korrespondentenleiter Roland Adrowitzer, Ex-EU-Kommissär Franz Fischler oder Wirtschaftsexperte Stephan Schulmeister mehr als gesorgt.

Eine Diskussion mit Ex-Vizekanzler Wilhelm Molterer, und dem Liechtensteiner Regierungschef Klaus Tschütscher und Botschafter Ralph Scheide über die aktuellen Herausforderungen in Europa und die Veränderungen in der politischen Parteienlandschaft wird die Veranstaltung abrunden.

Über den Mediengipfel

Die von Susanne Glass organisierte Veranstaltungsreihe „Mediengipfel am Arlberg – Auslandskorrespondenten diskutieren in Lech“ versammelt jährlich führende europäische Medienmacher, europäische Politiker und Intellektuelle, die sich in Lech brennenden Fragen der Zeit widmen – von 1. bis 3. Dezember 2011 bereits zum fünften Mal. neuwal ist nach 2010 auch heuer wieder dabei!