danielweber.atIn Wien fand heute eine Demonstration des Kulturzentrums  Amerlinghaus statt an der sich etwa 300 Aktivistinnen beteiligten. Demonstriert wurde für den Verbleib des Hauses, mehr Geld für selbstverwaltete Freiräume und gegen die zunehmende Kommerzialisierung selbstverwalteter Kulturinitiativen.

Das Amerlinghaus ist ein Mitte der  siebziger Jahre besetztes Biedermeier-Gebäude am Wiener Spittelberg. Kurz nach der (ersten) Besetzung des Hauses wurde es von der Gemeinde Wien saniert und versteht sich seither als selbstverwaltetes Kultur- und Kommunikationszentrum, genutzt von zahlreichen Gruppen und Initiativen.

Im Spätherbst  dieses Jahres ließ das Amerlinghaus medial aufhorchen, nachdem aufgrund von angehäuften Schulden die Betriebskosten nicht mehr bezahlt werden konnten. Zwar wird mittlerweile von Seiten der Stadtregierung der fortbestand des Amerlinghauses zumindest für das Jahr 2012 versichert, die Förderungen seien aber,  was die Wirtschaftlichkeit angeht, an strenge  Auflagen gebunden.

Die Demonstration startete beim Marcus Omofuma Denkmal vor dem Museumsquartier. Von dort ging es über die Stiftgasse und die Neubaugasse in die Lindengasse. Dort wurde vor dem Grünen Haus eine Zwischenkundgebung abgehalten. Weiter ging es über das mittlerweile geräumte und teilweise bereits abgerissene #Epizentrum auf die Lärchenfelderstraße und weiter zum Burgtheater wo sich die Kundgebung auflöste.

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Homepage Amerlinghaus
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Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.