Sebastian Kugler von der SLP setzt sich aktiv gegen Rassismus ein. Aber auch gegen die Zustände an den Schulen, wo gespart wurde und wo Stunden gekürzt wurden. Sein politisches Engagement begann unter der Schwarz-Blauen-Regierung, wo er bei Demonstration auf die Sozialistische Linkspartei gekommen ist. Er fordert eine Gesamtschule von 6-19 mit integrierter Berufsausbildung, massive Investitionen in kulturelle Einrichtungen, freier Zugang zu Kultur für Jugendliche, etwas freie Sprayflächen…

Im Wiener Wahlkampf ist viel vom frischen Wind die Rede, den die Stadt angeblich braucht. neuwal hat gemeinsam mit ichmachpolitik.at die Sache ernst genommen – und Jungpolitiker aller Richtungen Ende September zur gemeinsamen Diskussion eingeladen. Generation Zukunft Österreich, Grüne, Junge Volkspartei, JuLis, Liberales Jugendforum, Sozialistische Jugend und Sozialistische Linkspartei sind dem Aufruf gefolgt.

» Alles über die Frischlingsrunde

Alle Videos zum Einbetten gibt es auf www.ichmachpolitik.at. Bild (C) by Karola Riegler Photography.

Sebastian Kugler (SLP Wien): Mich hat damals ein rechtsextremer Wahlkampf der FPÖ politisiert, wo sie mit extrem rechtsextremen Plakatengekommen sind, was wir heutzutage wieder haben, was mitterlweile Usus ist. Ich wollte aktiv werden gegen Rassismus, aber auch gegen die Zustände an den Schulen, wo gespart wurde, wo Stunden gekürzt wurden unter der Schwarz-Blauen Regierung. Da bin ich bei Demonstration auf die Sozialistische Linkspartei gekommen, wo ich dann eingebunden wurde, wo ich aktiv geworden bin und seither meine politische Arbeit verrichte. Who the fuck is Sozialistische Linkspartei? Wir sind eine junge, neue kämpferische linke Kraft, die vor allem aktiv ist im Bereich Antifaschismus, aber auch gegen Sozialabbau kämpft. Wir sind zwar noch klein, aber schon ziemlich oho. Der Verfassungsschutzbericht tituliert uns als den Hauptorganisator antifaschistischer Proteste, wir haben aber auch massiv Jugendbewegungen wie die Schülerstreiks vor zwei Jahren oder Uni brennt letztes Jahr massiv unterstützt. Warum tun wir das? Weil wir glauben, dass es nicht reicht, sich über den den nächsten brauenen Rülpser der SPÖ, FPÖ, entschuldigung, Freud’scher… aufzuregen. Wir sind der Meinung, dass es Aktivität braucht, auf den Straßen, aber auch in Schulen und Betrieben, um gegen ständige Verschlechterungen im Sozialwesen zu kämpfen, aber auch um den Rechtsextremismus im Zaum zu halten.

neuwal: Das klingt nach viel Vernetzung und Zusammenarbeit, mit welchen Parteien/Organisationen/ Gruppierungen macht ihr gemeinsame Sache, wen unterstützt ihr da?

Auf österreichischer Basis arbeiten wir mit allen anderen Organisationen zusammen, die antifaschistische Proteste finanzieren oder Proteste gegen Bildungsabbau. Man muss dazu sagen, dass wir nicht nur österreichbezogen denken, sondern in einer internationalen Organisation sind. Wir haben Tochtergesellschaften in 35 Ländern, auf allen Kontinenten, von den USA bis Sri Lanka, insofern vernetzten wir uns da sehr stark auch bei internationalen Protesten […].

Warum sollte ein Wiener euch wählen?

Nicht nur die Wiener, sondern auch die WienerInnen sollen uns unterstützen, und auch Leute, denen dieser Status aufgrund ihrer Herkunft verwehrt wird. Weil wir die Kraft sind, die am entschiedensten gegen den Rechtsextremismus kämpft, aber die sozialen Fragen nicht ausklammert. Wir sind der Meinung, es braucht massive Investitionen in das Bildungs- und Sozialwesen, aber schlussendlich auch einen Sturz des kapitalistischen Systems, das nicht nur WienerInnen, sondern eigentlich allen Menschen keine Zukunft bietet.

Gibt es noch eine konkrete Idee für die Stadt, was sich hier ändern muss, um das im Kleinen zu starten?

Nur in der Stadt? Gesamtschule von 6-19 mit integrierter Berufsausbildung. Massive Investitionen in kulturelle Einrichtungen, freier Zugang zu Kultur für Jugendliche, etwas freie Sprayflächen… aber auch die Blockierung rechtsextremer Aufmärsche und Veranstaltungen wie zum Beispiel dem WKR-Ball, wo letztes Jahr die linke Gegendemo untersagt wurde, während die Nazis in der Hofburg getanzt haben.