Im Wiener Wahlkampf ist viel vom frischen Wind die Rede, den die Stadt angeblich braucht. neuwal hat gemeinsam mit ichmachpolitik.at die Sache ernst genommen – und Jungpolitiker aller Richtungen Ende September zur gemeinsamen Diskussion eingeladen. Generation Zukunft Österreich, Grüne, Junge Volkspartei, JuLis, Liberales Jugendforum, Sozialistische Jugend und Sozialistische Linkspartei sind dem Aufruf gefolgt.

» Alles über die Frischlingsrunde

Alle Videos zum Einbetten gibt es auf www.ichmachpolitik.at. Bild (C) by Karola Riegler Photography.

Mein Name ist Stefan Trittner, ich bin Student – ich studiere internationale Betriebswirtschaft an der WU und bin seit ein bisschen über einem Jahr in Ottakring Obmann der Jungen ÖVP.

Wir sind in Wien mit einem breiten Programm angetreten. Ganz wichtig für uns ist in erster Linie einmal, dass das Sozialsystem gesichert bleibt – das heißt Nachhaltigkeit vor allem im Sozialsystem. Das betrifft vor allem einmal das Pensionssystem. Österreichweit haben wir ein Antrittsalter von 65 Jahren im Durchschnitt, in Wien haben die “Rothaus”-Rathausbeamten ein Alter von 53 Jahren zu erreichen, dass sie die Pension antreten können, das sind 12 Jahre weniger als österreichweit. Da sagen wir: Das gehört korrigiert, das gehört angepasst an den Österreich-Durchschnitt, weil das einfach ein Geschenk ist und ein laufendes Wahlzuckerl. Als zweiten sehr wichtigen Punkt für die Wahl treten wir an mit Bildung, auch im Bereich Migration. Und zwar im Bereich der Deutschkenntnisse. Ottakring ist ja mehr oder weniger Vorreiter, was Migrationsfragen betrifft, im Brunnenviertel. Da ist es so, dass viele Kinder nicht ausreichend Deutsch können, aber trotzdem im Regelunterricht sind, und dem dann dementsprechend schlecht folgen können.

Es gibt zwar eine Deutsch-Förderung, das sind vier Wochenstunden, wo die Kinder Deutsch lernen. Allerdings nicht zusätzlich, sondern statt dem Regelunterricht. Sie versäumen da was, um vier Stunden Deutsch zu lernen. Wir sagen, Kinder sollen bevor sie in die Schule kommen, Deutsch lernen. Das heißt, schon in der Volksschule schon eine Vorschulklasse besuchen, wo sie Deutsch lernen ein Jahr lang, damit sie dann bestmöglich vorbereitet sind und später dann auch die Schullaufbahn durchlaufenkönnen, dem Unterricht folgen und gute Chancen am Arbeitsmarkt haben. Als dritter Punkt ganz kurz zur Lebensqualität. Wien funktioneirt gut, aber es geht immer noch besser. Wir haben als einen Punkt: Mehr Museumsquartier für Wien sozusagen, dass Parks frei und Grünräume besser genutzt werden. Man kann Enzis und andere Sitzgelegenheit in die Parks bringen, auch W-LAN an öffentlichen Plätzen ist uns ein Anliegen, das gibt es schon in anderen Städten wie Budapest oder Graz, das wollen wir auch für Wien, in den Parks, bei U-Bahn-Stationen und auch in der U-Bahn. Und bei der U-Bahn ist uns natürlich auch wichtig, dass wir schon vor einem Jahr die Kampagne gestartet haben “24 Stunden Verkehr”, das hat im Roten Wien jetzt natürlich etwas länger gedauert, aber seit 3. September fährt die Nacht-U-Bahn.

Gibt es noch ein Thema, das nicht komplett von der ÖVP abgedeckt wird und eher ein Jugendthema ist, das euch am Herzen liegt?

Stefan Trittner (JVP): Wie ich schon kurz angesprochen habe, das W-LAN, das betreiben wir als Jugendorganisation der ÖVP, in Ottakring haben wir auch schon Anträge gestellt in der Bezirksvertretung, dass man hier einmal einen Testbetrieb einführt. Das wäre ein konrektes Nahziel, dass man auch technisch sehr leicht umsetzen kann. Auf größeren Freiflächen, bei der U3-Endstation, am Yppenplatz, am Wilhelminenberg, dass man da einen freien W-LAN-Anschluss anbietet.