Max Pistauer ist vom Liberalen Jugendforum. Das ist die Jugendorganisation des Liberalen Forums. Ihr Ziel ist es, Aufklärungsarbeit für den Liberalismus in Österreich zu betreiben. Und das besonders bei jungen Menschen. Das Liberale Jugendforum möchte den Wert persönlicher Freiheit, das Kernthema des Liberalismus, näherzubringen. Pistauer spricht von mehr Transparent und mehr Privatisierung.

Im Wiener Wahlkampf ist viel vom frischen Wind die Rede, den die Stadt angeblich braucht. neuwal hat gemeinsam mit ichmachpolitik.at die Sache ernst genommen – und Jungpolitiker aller Richtungen Ende September zur gemeinsamen Diskussion eingeladen. Generation Zukunft Österreich, Grüne, Junge Volkspartei, JuLis, Liberales Jugendforum, Sozialistische Jugend und Sozialistische Linkspartei sind dem Aufruf gefolgt.

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Alle Videos zum Einbetten gibt es auf www.ichmachpolitik.at. Bild (C) by Karola Riegler Photography.

Max Pistauer (Liberales Jugendforum): Mein Name ist Max Pistauer vom Liberalen Jugendforum, wir sind die Jugendorganisation des Liberalen Forums. Unser Ziel ist es, Aufklärungsarbeit für den Liberalismus in Österreich zu betreiben, besonders bei jungen Menschen und ihnen den Wert persönlicher Freiheit, das Kernthema des Liberalismus, näherzubringen.

Unsere Ziel bei der Wienwahl für das Liberale Forum ist es, ein Angebot zu stellen für Menschen, die sehen, dass Fremdenfeindlichkeit keine Zukunft hat, für Menschen, die sehen, dass wirtschaftlicher Erfolg, wirtschaftliche Kompetenz und soziale Verantwortung kein Widerspruch sind, sondern Hand in Hand gehen. Wir sind ein Angebot an Menschen, die glauben, dass technologischer Fortschritt und Ökologie ebenfalls Zusammenhang und eine neue Chance bieten für die Zukunft, zur Weitereintwicklung dieser Stadt und unseres Landes.

neuwal: Das heißt, die Entscheidung, für das Liberale Jugendforum ist wegen der inhaltlichen Übereinstimmung gefallen – oder wie war der Weg dahin?

Genau. Zu meiner persönlichen Geschichte: Ich war früher bei der SPÖ und habe gesehen, wie das dort abläuft – dass die sich, was Fremdenfeindlichkeit angeht, teilweise gar nicht von der FPÖ unterscheiden. Durch die Integrität der Heide Schmidt und ihrem Antreten bei der letzten Nationalratswahl bin ich zum Liberalen Forum gekommen. Von den Idealen dieser Partei, des Liberalismus, möchte ich möglichst viele Menschen überzeugen.

Das heißt, sie waren noch dabei, als das Liberale Forum im Parlament vertreten war. Was hat sich seit damals verändert in der Partei, bei den Mitgliedern, in der inhaltlichen Arbeit?

Was sich seit dem verändert hat ist natürlich, dass sehr viele Mitglieder verloren gegangen sind, weil sich viele Menschen die Frage stellen, was für einen Sinn es hat, Mitglied einer Partei zu sein, die nicht im Parlament oder in den Landtagen vertreten ist. Das war für mich kein ausschlaggebendes Argument, weil ich ja trotzdem an meine Überzeugungen glaube und für Menschen, die auch diese Überzeugung haben, möchte ich ein Angebot schaffen. Bei der letzten Nationalratswahl haben 100.000 Menschen in Wien das Liberale Forum gewählt. Auch wenn das LIF den Einzug damals nicht geschafft hat, möchten wir diesen Leuten ein Angebot stellen.

Was sind jetzt die konkreten Dingen, die man in einer Koalition oder bei einer anderen Form der Beteiligung in Wien sofort ändern müsste?

Man müsste sofort mehr Transparenz schaffen, man müsste sofort privatisieren. Die stadtnahen Betriebe, die absolut von der SPÖ dominiert und von ihr für Machtzwecke missbraucht werden – das gehört sofort abgeschafft. Nur ein Beispiel: Das Donauinselfest, allgemein beliebt vor allem auch bei jungen Menschen, wird von der SPÖ Wien offiziell organisiert und wird von der Stadt Wien mit 2 Millionen Euro jedes Jahr gefördert, diese Förderung geht an die Donauinsel Event Management Gmbh, die wiederum zu 100 Prozent der SPÖ gehört. Hier sieht man, wie sich die SPÖ das Geld von einer Tasche in die andere schiebt.

Sie wollen hier für mehr Transparenz sorgen?

Hier wollen wir für mehr Transparenz sorgen. Zum Beispiel, dass die U2-Verlängerung am 10. Oktober, dem Wahlsonntag, stattfindet, ist kein Zufall. Hier sieht man ganz genau, wie Steuergelder missbraucht werden, um für die SPÖ Stimmung zu machen.