Joachim Kovacs tritt als Spitzenkandidat bei den Grünen in Ottakring an. Die Grünen sind für ihn die einzige Partei, die wirklich entschieden und mit aller Entschlossenheit gegen die rechte Hetze, gegen Rassismus und Diskriminierung eintreten. Weil sie gegen soziale Ungerechtigkeit kämpft und versucht, Wien lebenswerter zu machen. Und zwar nicht nur für die Manager und Banken, sondern für alle Menschen.

Im Wiener Wahlkampf ist viel vom frischen Wind die Rede, den die Stadt angeblich braucht. neuwal hat gemeinsam mit ichmachpolitik.at die Sache ernst genommen – und Jungpolitiker aller Richtungen Ende September zur gemeinsamen Diskussion eingeladen. Generation Zukunft Österreich, Grüne, Junge Volkspartei, JuLis, Liberales Jugendforum, Sozialistische Jugend und Sozialistische Linkspartei sind dem Aufruf gefolgt.

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Alle Videos zum Einbetten gibt es auf www.ichmachpolitik.at. Bild (C) by Karola Riegler Photography.

Joachim Kovacs (Grüne Ottakring): Mein Name ist Joachim Kovacs, ich bin hier stellvertretend für die Grünen, insbesondere für die Grünen Ottakring, weil ich dort als Spitzenkandidat antrete. Warum habe ich mich für die Grünen entschieden? Ganz eindeutig deswegen, weil sie die einzige Partei darstellen, die wirklich entschieden und mit aller Entschlossenheit gegen die rechte Hetze, gegen Rassismus und Diskriminierung eintritt und weil sie gegen soziale Ungerechtigkeit kämpft, und das wirklich Tag für Tag und jetzt auch in der Nacht im Wahlkampf bei den Infoständen, denn wir versuchen wirklich, unser Bestes zu geben. Visionen vielleicht fangen wir mit dem an: Das Ziel ist einfach, Wien lebenswerter zu machen. Und zwar nicht nur für die Manager und Banken, sondern für alle Menschen. Und es darf nicht sein, dass in einer so lebenswerten Stadt, wie immer propagiert wird, Kinderarmut herrscht, dass dort Leute zusehends verarmen, es gibt zum Beispiel 100.000 Kinder, die armutsgefährdet sind, das darf nicht sein, das gibt es mit den Grünen nicht, das wird es mit Grünen nicht geben, wenn die Grünen mitregieren dürfen. Und das ist auch unsere Zielsetzung für die Wahl. Wir wollen mitregieren, wir wollen stärker werden und wollen verhindern, dass weiterhin Rot absolut regiert. Denn dann geht in Bildungsfragen nichts weiter, der öffentliche Verkehr wird leider nicht so ausgebaut, wie wir uns das vorstellen. Es wird viel mehr investiert in die Lobau-Autobahn, das Syklink-Debakel, den Pratervorplatz und so weiter – die SPÖ verschlingt hier teilweise Millionen, die bei wichtigeren Dingen fehlen.

neuwal: Die Grünen sind etwas anders organisiert politisch, wie funktioniert das im Vorwahlkampf? Wie seid ihr aufgestellt, wie arbeitet ihr zusammen, wie funktioniert das?

Wir sind basisdemokratisch aufgestellt, und das ist auch wichtig und soll so bleiben. Da gibt es basisdemokratische Vorwahlen, da kann man sich ganz normal bewerben und sagen, man will kandidieren. Da gibt es dann so eine interne Vorwahl und die Mitglieder der Grünen wählen dann die KandidatInnen und so wird dann unsere LIste erstellt. Völlig basisdemokratisch, abseits jeglicher Parteihierarchie und ohne strammen Strukturen, wo der Vorstand im stillen Kämmerchen entschließt, wer nach oben gehievt wird. Wir haben auch unterschiedliche Teilorganisationen, beispielsweise die Frauenorganisation, die GAJ, die Grünen Andersrum und und und. Wir sind sehr breit aufgestellt, wir stellen diese Vielfalt dar, die zu Wien passt. Wien ist Vielfalt und die Grünen sind Vielfalt, deswegen wär’s auch wichtig, am 10.10. Grün anzukreuzen.

Das heißt, der Traum für Wien ist Vielfalt?

Der Traum für Wien ist Vielfalt – das ist gut, in Wien herrscht Vielfalt, seit jeher! Wien ist natürlich eine Einwanderungsstadt, es sind 44 Prozent MigrantInnen in Wien, und das ist auch gut so. Man muss diese Vielfalt nur als Potenzial sehen und als Kapital. Da ist es ganz wichtig, dass man auch in Bildung investiert und da muss man leider die SPÖ anschießen: da wurde sehr viel versäumt. Da wurden nur die Probleme zur Seite geschoben und gehandelt wird nicht. Da treten wir dafür ein, dass endlich etwas passiert!