Wahlwerbung mit Mut zum Most.
Kein Frage, der kreative Korridor innerhalb dessen Wahlwerbung entstehen darf ist eng.

Man muss von jedem, von jeder verstanden werden.
Die Werbung muss schnell sein.
Die Kampagnen-Line muss kurz und eindeutig sein – und sollte keine Angriffsflächen für Verballhornungen bieten.

Und der Spitzenkandidat muss obendrein in unverfänglicher, sympathischer und volksnaher Pose dargestellt sein. Keine leichte Aufgabe!

Da kann es schon mal vorkommen, dass sich Sujets nahekommen.
Das BZÖ setzte jedenfalls schon im Nationalratswahlkampf 2008 auf die Darstellung einer typisch österreichischen Freizeitbeschäftigung.

Nein, nicht aufräumen – sondern Most trinken.

Mut zum Most (neuwal.com)
Mut zum Most (Quelle: www.bzoe.at)

Warum Gerald Grosz trotzdem zu „Most trinken“ „aufräumen“ sagt, das verstehe einer. Und was genau traut sich da Gerald Grosz? Selber einschenken?

Vielleicht hätte ein Texter, ein echter, eine Headline gefunden, die zum
Spitzenkandidaten UND zum Sujet passt?

Und vielleicht hätte er auch noch Folgendes gesagt: Macht das Logo am 16 Bogen Plakat bitte nicht rechts unten! Denn unten ist bei Plakaten dort, wovor sich der LKW einparkt.