Die Liste Initiative BürgerInnen für Stammersdorf möchte in Stammersdorf mit zwei Plätzen in die Bezirksvertretung. Frau Edith Dellemann wohnt schon eine längere Zeit im Gretzl und kennt die Mißstände sehr gut: Trotz zahlreicher neuen Wohnungen fehlt es an der Infrastruktur und Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz.

Die IBS fordert daher eine Anbindung an die U6 und U1. In Stammersdorf werden derzeit 1.000 Wohnungen errichtet. Das bedeutet 1.000 neue Familien, 3.000 neue Menschen und 1.000 weitere Autos. Frau Dellemann verlangt daher ein klares Infrastrukturkonzept, Schulen und möchte den Einzelhandel vermehrt fördern.

Mit ihrer Kandidatur möchte sie für die Belange ihrer Mitbürger bei Kommissionen und in der Bezirksvertretung kämpfen.

Bild: (C) Karola Riegler Photography

1070 Vienna

Transkript des Video-Kurzpräsentation

Guten Abend, ich freue mich, das ich heute hier sein darf.

Ich bin eine der GründerInnen und die Spitzenkandidatin der Liste Initiative BürgerInnen für Stammersdorf. Wir sind eine Gruppe von StammersdorferInnen, die schon eine Zeit im Gretzl leben. Daher kennen wir auch einige Mißstände sehr gut.

Wir möchten mit zwei Plätzen in die Bezirksvertretung
Unser Ziel ist es, in die Bezirksvertretung mit zwei Plätzen zu kommen. Bezirksvertretung und deshalb, weil wir dann Informationen aus erster Hand bekommen und so mitbestimmen und uns einmischen können. Wir können dann für die Belange unserer Mitbürger bei Kommissionen und in der Bezirksvertretung selbst kämpfen.

Stammersdorf hat außer Autos und Heurigen nicht viel
Was ist jetzt unser Ziel und was sind die Inhalte. Die meisten von Euch kennen sicherlich Stammersdorf. Es hat ein wunderschöner Ortskern – Stammersdorf hat allerdings eine etwas tote Idylle. Es gibt viele Autos, die diese wunderschöne Straße verparken und es gibt Heurigenbetriebe. Sonst gibt es nicht viel, muß man ehrlich sagen.

1.000 neue Wohnungen: Es fehlt die Infrastruktur
Auf der anderen Seite gibt es Neu-Stammersdorf, das zu betoniert wird: Jede Wiese wird in Bauland umgewidmet – zum Beispiel am Marchfeldkanal. Da ist ein sehr schönes Gebiet, wo es Biber und verschiedene Vogelarten gibt. Auf relativ engem Raum werden dort nun 1.000 Wohnungen gebaut. Die Bauklasse wurde auch geändert und es darf bis Bauklasse 4 gebaut werden: Das bedeutet 7-stöckig. Hinter dem Heeresspital werden 1.000 Wohnungen für 1.000 Familien errichtet. Das sind zwei- bis dreitausend Personen, wenn man Kinder dazu zählt. 1.000 Autos, die sich dann auf der Brünnerstraße wälzen. Aber wo bleibt die Infrastruktur?

Wir fordern eine Anbindung an die U1 und die U6 und Schulen
Die Leute wollen im Grünen leben. Allerdings wird es viel zu eng und die Leute wohnen dann in einer Betonwüste. Wo bleibt die Infrastruktur und wo ist die Anbindung an die U1 und die U6? Da bleibt man uns die Antwort schuldig. Wo gehen die Kinder dann in die Schule und wo kaufen die Leute ein? Es soll dort zwar ein Billa entstehen, aber wo sind die Einzelhandelsgeschäfte?

wir schaffen Anreize für den Einzelhandel
Das ist auch ein Anliegen von uns. Nämlich Anreiz zur Eröffnung von Einzelhandelsgeschäften zu schaffen. Es gibt einen Bäcker und das war’s auch schon.

Sonst haben wir in Stammersdorf nichts außer einer Idylle, die sich derzeit nicht so in unserem Sinne weiterentwickelt.

neuwal: Sie haben davon gesprochen, dass sich der Ort zum Negativen verändert. Vorallem in Alt-Stammersdorf. wäre es eine Idee, Stammerdorf unter Denkmalschutz zu stellen oder zumindestens Gebäude, Straßenzüge und andere Dinge stärker zu schützen.

Edith Dellemann: Das gibt es bereits. Die bekannte Stammersdorfer-Straße ist zum Großteil unter Denkmalschutz. Es ist auch ganz schwierig in den alten Häusern etwas umzubauen. Andererseits gibt es wieder Bereiche direkt hinter der Stammersdorfer-Straße, die zu einer Mülldeponie verkommen. Es gibt auf der Stammersdorfer-Straße so Gretzl, wo nichts gepflegt ist. Es müßte einfach die Bevölkerung auch mehr angeregt werden. Und das ist auch ein Ziel von uns, die Bevölkerung mehr einbinden.

neuwal: Wenn Sie sagen Bevölkerung. Wie stehen sie zu den Touristen, die Stammersdorf doch recht zahlreich bevölkern?

Edith Dellemann: Touristen können gerne kommen. Nur müssen die Autos nicht unbedingt vor den Häusern parken, dass man gar nicht mehr vorbei gehen kann. Für eine Frau mit Kinderwagen ist das unmöglich. Für einen Behinderten ist das ebenso unmöglich. Man müsste Parklätze machen, wo sich die Autos hinstellen können. Dann können die Leute auch Stammersdorf viel mehr genießen, weil sie die Schönheit sehen.

neuwal: Gibt es ein Anliegen, das über den Bezirk hinausgeht?

Edith Dellemann: Die Verkehrsanbindung und die Anbindung an die U-Bahn ist ziemlich sicher allen ein Anliegen.

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Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen, sieben Jahre selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Journalismus und Medien Strategien, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.