von
   

Mathias Brucker ist Spitzenkandidat des Freien Bündnis Zukunft. Das FBZ ist eine Splittergruppe des Wiener BZÖ’s, die sich im März 2010 gegründet hat. Es fordert Freiheit und Unabhängigkeit für die Bürger, ist gegen eine Bevormundung durch den Staat, wünscht sich die Minimierung der Bürokratie und macht sich für eine Privatisierung des Gemeindebaus und der Gemeindeverwaltung stark.

Brucker kritisiert die Vielzahl von unnnötigen Gesetzen. Am Beispiel von Sicherheitstüren in Liftanlagen demonstriert er, wie sich Lobbies und Unternehmen durch Gesetze eine „goldene Nase“ verdienen können. Das FBZ setzt sich für die Freiheit und Unabhängigkeit und einen starken Staat ein.

Die Freiheit der Märkte soll allerdings nicht eingeschränkt werden. Nur dort, wo es eben Strafbestände gibt. Das FBZ setzt sich weiters für eine Legalisierung von Marihuana ein.

Bild: (C) Karola Riegler Photography

1070 Vienna

Schönen Guten Abend. Mein Name ist Mag. Mathias Brucker. Ich bin vom FBZ, dem Freien Bündnis Zukunft. Wir haben diesen Namen mit einem gewissen Augenzwinkern gewählt. Wir haben uns im März 2010 gegründet, nachdem wir das Altbündnis verlassen haben.

Freiheit und Unabhängigkeit für die Bürger
Wir sind die einzige Partei in Österreich, die wirklich für die Freiheit und Unabhängigkeit der Bürger und Menschen in diesem Land und in weiterem Sinne in Europa ist. Damit sind wir auch gegen die Bevormundung durch den Staat und durch die Parteien, die sich des Staates bedienen, und die Bürger dieses Staates gegen die Wand zu führen.

Mehr als die Hälfte unserer Zeit arbeiten wir für den Staat
Der durchschnittliche erwerbstätige Österreicher arbeitet innerhalb eines Jahres bis zum 28. Juli. Er verwendet also mehr als die Hälfte seiner Zeit, um für den Staat zu arbeiten und um Steuern, Abgaben und Schulden zu bezahlen. Erst danach arbeitet er für sich selbst.

Es gibt eine Vielzahl unnötiger Gesetze
Es sind nicht nur die Steuern sondern auch eine Vielzahl von unnötigen Gesetzen, die keiner braucht. Einige dienen nur der staatlichen Bürokratie, die dadurch eine Rechtfertigung einer Existenzberechtigung hat und einer Lobby dient.

Mit Sicherheitstüren zur goldenen Nase
Ein Beispiel sind die Sicherheitstüren bei Aufzügen, die kein Mensch braucht. Als diese noch nicht verordnet waren, haben sich im Schnitt zwei bis drei Personen im Jahr „dastessn“ (Anmerkung: verunglücken), weil sie grob fahrlässig gehandelt haben. Dann gab es eine Lobby, die das umgesetzt hat. Es folgte ein Gesetz und jetzt verdient sich die Lobby dieser beiden Firmen, die Sicherheitstüren bauen eine goldene Nase. Die Bürokratie freut sich auch, da sie wieder eine Existenzberechtigung hat.

Ein starker Staat in den Kernbereichen – ein schwacher Staat in den Randbereichen
Daher sind wir für die Freiheit und Unabhängigkeit und einen starken Staat. Freiheit bedeutet nicht Beliebigkeit. Wir sind für einen starken Staat in den Kernbereichen und einen schwachen Staat in den Randbereichen.

Privatisierung des Gemeindebaus und der Gemeindeverwaltung
Unsere Themen sind auf Wien bezogen: Wir fordern die Privatisierung des Gemeindebaus und der Gemeindeverwaltung. Das ist das Herzstück des roten Wien. Wenn das getroffen wird, dann kommt es zu einer unglaublichen Steigerung der Freiheit und damit auch des Wohlstandes in Wien.

Legalisierung von Marihuana
Die Legalisierung von Marihuana ist ein Beispiel dafür, wo der Staat uns vorschreibt, was wir zu tun haben. Als nächstes könnte kommen, dass wir nicht mehr zum McDonalds gehen dürfen, weil das ungesund ist.

neuwal: Wie gehen Sie mit Märkten um, wie wollen sie regulieren? Wo sind hier ihre Grenzen? Ab wann muß der Staat als Regulativ eingreifen?

Mathias Brucker: Es ist ganz einfach. Es gibt ein Strafrecht: Wenn wir beide einen Vertrag zu Lasten eines Dritten schließen, dann können die Freiheitsrechte eines anderen maßgeblich beeinträchtigt sein. Zum Beispiel, wir bringen jetzt den Herren dort drüben um – das geht natürlich nicht.

Aber wenn wir beide beschließen, dass ich Ihnen meine Uhr für 100 Euro verkaufe, dann hat der Stadt hier nichts zu intervenieren. Das ist jetzt ein einfaches Beispiel – die Freiheit der Märkte soll überhaupt nicht eingeschränkt werden. Nur eben dort, wo es Strafrechtsbestände gibt. Wenn es Betrug gibt (bei den Spekulationsgeschäften), wenn Anleger betrogen werden, dann ist das ein Fall für den Strafrichter.

Abgesehen davon, was zwei Leute vereinbaren, soll und darf nicht beeinträchtigt werden.

The following two tabs change content below.
Der Weg zur politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 8 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen - seit einigen Jahren selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Media Strategy, Digitales Marketing, Innovation und Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.