In der aktuellen Market-Umfrage im Auftrag von Der Standard werden die Umfrageergebnisse wieder einmal wild durcheinander geschüttelt. Karmasin/Profil sahen in einer zeitnah durchgeführten Befragung die SPÖ auf Platz 1 und beide Großparteien über 30 Prozent. Market kommt hier zu einem völlig anderen Ergebnis.

Die Sonntagsfrage

Wären am Sonntag Nationalratswahlen, würde laut Market das Wahlergebnis so aussehen (n=537)

  • Die ÖVP würde mit 29% 3 Prozentpunkte über ihrem Ergebnis der NR-Wahl 2008 landen
  • Die Sozialdemokraten hätten dann Platz 2 geerbt, und würden mit 27% 2 Prozent weniger erreichen als ’08.
  • Stark zulegen würde die FPÖ, die vor beinahe 2 Jahren noch bei 17,5% stand; heute würde sie 23% erreichen.
  • Und auch die Grünen könnten einen Zuwachs erreichen: sie würden bei 12 % landen
  • Das BZÖ würde laut dieser Umfrage wieder im Nationalrat vertreten sein, mit 5%

Im Vergleich zur letzten Market-Umfrage (veröffentlicht am 2. Mai 2010), haben sich relativ geringe Veränderungen ergeben.

  • Schon damals lag die ÖVP auf 29 Prozent
  • Die SPÖ verlor gegenüber der vergangenen Umfrage 1%, damals hatte sie 28%
  • Die Freiheitlichen legten 1% zu
  • Die Grünen und das BZÖ landeten schon damals auf 12 bzw. 5%

Faymann deutlich vor Pröll

Bei der fiktiven Kanzlerfrage, als der Frage, wen man wählen würde, könnte man den Bundeskanzler direkt bestimmen, lag in der Regierung Faymann I bisher stets sein Vize, Josef Pröll auf Platz 1 und das zumeist mit großem Abstand. Das hat sich nun gedreht.

  • Faymann würde 38% erreichen, was vor allem auch auf die überraschende Geschlossenheit der deklarierten Sozialdemokraten: 86% davon würden Faymann wählen
  • Josef Pröll wäre aktuell bei 33%, und auch beim ihm sind es 4/5 der deklarierten VP-Wähler, die hinter ihm stehen
  • Heinz-Christian Strache würde 14% bei einer Bundeskanzlerdirektwahl erreichen, ihn würden vor allem mehr Frauen als Männer wählen
  • Eva Glawischnig, Chefin der Grünen, würde 11% erreichen; ihre Anhängerschaft ist in sehr hohem Maß weiblich (und in diesem Segment hat sie auch mehr Zustimmung wie Strache)
  • Und Josef Bucher würde 4% erlangen, seine Wählerschicht sind Männer und Selbstständige
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freier Journalist (dominikleitner.com) • Autor (Neon|Wilderness) • Lokaljournalist (MFG-Magazin) • CD-Kritiker (subtext.at • Journalismus-Student an der FHWien

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