Der Standard veröffentlichte ganz frisch vor wenigen Stunden online eine aktuelle Umfrage zur Burgendland-Landtagswahl. Die Umfrage führte das Market-Institut durch und befragte hierfür 401 repräsentativ ausgewählte burgenländische Wahlberechtigte.

Die Sonntagsfrage

Die aktuelle Sonntagsfrage sieht wie folgt aus:

  • SPÖ verliert rund 2 % und landet bei 50 Prozent, könnte somit die Absolute knapp halten
  • Die ÖVP legt zu und landet bei 38 Prozent
  • Die Freiheitlichen kann zwar auch zulegen, bleiben aber auf niedrigem Niveau bei 7 Prozent
  • Die Grünen stagnieren ebenfalls auf niedrigem Niveau
  • Eine Bürgerliste, die Liste Burgenland, taucht in der Umfrage erst gar nicht auf

Im Vergleich zur letzten hier archivierten Umfrage (27.1.2010, derStandard) ergibt das:

  • für die SPÖ einen Zuwachs von 2 Prozent (48%)
  • Die ÖVP bekommt die meisten Zuwächse, seit der Umfrage im Jänner haben sie 8 Prozent zulegen können (30%)
  • Diese 8 Prozent scheinen die Freiheitlichen verloren zu haben, sie stürzen von 15% auf 7% ab
  • Und den Grünen wurden damals 6% vorausgesagt, jetzt sind es nur mehr 5%

Keine Überraschung bei LH-Direktwahl

Könnten die Burgenländer ihren Landeshauptmann direkt wählen, braucht man sich keine Überraschungen zu erwarten. 43% würden Amtsinhaber Hans Niessl (SPÖ) wählen, 27% den Spitzenkandidaten der VP, Franz Steindl. Der Spitzenkandidat der Liste Burgenland, Manfred Kölly, überrascht hier: er liegt mit 3 Prozent sogar vor dem FP-Kandidaten Johann Tschürtz. Der Spitzenkandidat der Grünen, Michael Reimon taucht in dieser Umfrage nicht auf.

Auf der Suche nach Wahlmotiven

  • 64% der Befragten nannten als Wahlmotiv „die Demokratie stärken“
  • 63% ist es scheinbar ein Anliegen, junge Leute in die Landespolitik zu bringen
  • Ebenso 63% wünschen sich mehr Sicherheit für ihr Burgenland
  • Nur  34% wollen mit ihrer Wahl der Bundesregierung einen Denkzettel verpassen

Wunschliste

  • Viele der Wähler wünschen sich vor allem eines: ein klares Zeichen gegen rechts zu setzen – was hierbei überrascht ist, dass sich auch einige der wenigen deklarierten FP-Wähler diesem etwas abgewinnen können
  • 47 Prozent erhoffen sich, dass Hans Niessl Landeshauptmann bleiben kann
  • 21 Prozent dagegen möchten lieber eine VP/FP-Mehrheit gegen Niessl
  • Ganze 24 Prozent wünschen sich mehr Gewicht für die Grünen

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Sonntagsfrage

Mandatsberechnung auf Umfragewerten

Wahlberechtigt
245.712
abgegeb. Stimmen
81,38 %*
202.142*
ungültige Stimmen
2,3 %*
4.659*
Gültige Stimmen
197.753*

*) Die Berechnung der gültigen Stimmen erfolg auf einer Annahme von
abgegebenen und gültigen Stimmen von den Wahlen 2005. Die gültigen
Stimmen (197.753) sind die Basis für die Mandatsberechnung

 

Datum Institut Partei
2005
Umfrage
Differenz
in %
Mandate
in %
Mandate*
in %
Mandate
15.05.2010
market
SPÖ
52.18
19
50
19
-2.18
0
ÖVP
36.38
13
38
14
+1.62
+1
FPÖ
5.75
2
7
2
+1.25
0
GRÜ
5.21
2
5
1
-0.21
-1
LBL
0
0
0
0
0
0
Rest
0.48
0
1
0
-0.48
0

*) Mandatsberechnung durch neuwal mit der D‘ Hondt Methode (ohne Gewähr)

Koalitionsmöglichkeiten

Datum Institut
SPÖ
ÖVP
FPÖ
GRÜ
 
Mandate
15.05.2010 market
19
14
 
33
   
19
2
1
 
22
   
19
2
 
21
   
19
1
 
20

   
14
2
1
 
17
   
14
2
1
 
17
 
14
2
 
16
   
14
1
 
15

 


 

 

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freier Journalist (dominikleitner.com) • Autor (Neon|Wilderness) • Lokaljournalist (MFG-Magazin) • CD-Kritiker (subtext.at • Journalismus-Student an der FHWien

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