Nach SPÖ, ÖVP und FPÖ stellten heute auch die Grünen ihre erste Wahlplakatserie vor. Und wie die Sozialdemokraten zählen die Grünen (noch) auf Personenwahlkampf. Ihr Spitzenkandidat Alexander van der Bellen wird mit Worten, die man mit der aufgelösten Regierung verbindet, dem Logo der Grünen, dem Spruch „Nicht mit mir“ und einem grünen Kreis mit „vdb 08“ gezeigt.

Mit den Sprüchen wolle man „mit gewisser Schärfe“ zum Ausdruck bringen, dass nach der Großen Koalition die Zeit reif für einen Politikwechsel sei. Man wolle „im Umkehrschluss“ deutlich machen, dass die eigene Partei für diesen neuen eingeforderten Stil stehe.

So der Grüne Bundesparteisekretär Lothar Lockl. Weiters meinte er:

Die zweite Plakat-Welle, die für Mitte September geplant ist, werde man „stark positiv“ anlegen, versicherte Lockl. Nächste Woche werden die Grünen außerdem die Gewinner der Internet-Aktion bekanntgeben, bei der User Vorschläge für Plakat-Sujets einreichen konnten. Diese sollen ebenfalls plakatiert werden – allerdings in geringerer Stückzahl und hauptsächlich in den Landeshauptstädten.

Weiteres berichtet die Homepage der Grünen: Die Slogans richten sich kritisch an die anderen Parteien. „Umfallen, nicht mit mir“ ist der SPÖ gewidmet, „Blockieren, nicht mit mir“ der ÖVP, „Aufhetzen, nicht mit mir“  geht wohl insbesondere an die Adresse von FPÖ und BZÖ, „Dauerstreit, nicht mit mir“ ist eine Botschaft an beide Koalitionspartner. Die Gesamtkosten für die Wahlkampfkampagne seiner Partei bezifferte Lockl mit 2,9 Mio Euro.

Und so wirkt die erste Plakatreihe der Grünen gewohnt zurückhaltend, wenig reißerisch und themenfrei. Alexander van der Bellen wird wie Werner Faymann als Zentrum der Partei vermarktet.

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freier Journalist (dominikleitner.com) • Autor (Neon|Wilderness) • Lokaljournalist (MFG-Magazin) • CD-Kritiker (subtext.at • Journalismus-Student an der FHWien

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