NEUWAL. Kanzlerkandidatur Jörg Haider. (neuwal.com)

oe24.at und politikportal.at berichten über eine mögliche „Kanzler-Kandidatur-Überlegung von Jörg Haider“ für das BZÖ.

Ich überlege sehr ernsthaft, in diesem Wahlkampf direkt gegen Werner Faymann als Kanzlerkandidat anzutreten. Es wird höchste Zeit, dass jemand gegen diese Wiener Partie, die den Menschen das Geld aus der Tasche zieht, auf den Tisch haut“, so Jörg Haider in einer Pressekonferenz Montag-Abend.

derstandard.at schreibt über den oe24.at-Artikel: „Das Telefonat mit „Österreich“-Herausgeber Wolfgang Fellner sei ausdrücklich als Hintergrundgespräch definiert gewesen und nicht als Interview“, erklärte BZÖ-Sprecher Petzner.

LifeRadio brachte eben ein Dementi des LH Haiders zu den Kanzler-Überlegungen.

Wie hoch der Wahrheitsgehalt des ÖSTERREICH-Berichts liegt kann ich nicht beurteilen, bisher wurde darüber nur von ÖSTERREICH berichtet. Ich habe mir allerdings schon vor einigen Wochen dies als mögliche Strategie für das BZÖ überlegt. Das Image von Peter Westenthaler ist mehr als angekratzt, dem BZÖ fehlt es an bekannten Namen und Politikern. Die vorsichtige Überlegung Haiders über die Medien dient als Prüfstein und Barometer, wie es von der Bevölkerung, von Kärnten und der Presse aufgenommen wird. Um Jörg Haider ist es auf Bundesebene sehr ruhig geworden und meiner Meinung nach höre ich auch keine Rufe, die Jörg Haider in der Bundespolitik zurück haben wollen.

Das BZÖ benötigt derzeit Auftritte in den Medien: Das ständige Spiel mit „Ich bleibe in Kärnten“ und „Zurück in die Bundespolitik“ garantiert Berichterstattungen in den Medien und eine Nennung der Marke BZÖ. Das ewige hin- und her. Genauso verhält es sich auch derzeit mit der provukanten Asylpolitik, die Haider in Kärnten durchführt – Presse- und Medienauftritte garantiert. Man bleibt im Spiel.

Für mich ist auch der „Rückzug“ Haiders Taktik. Ein Rückzug um das Image „aufzupolieren“ und neu durchzustarten. Dass sich Haider in den Walkampf einmischt ist klar – auch wenn es sich im Nachhinein ledigleich nur als „Testimonial“ herausstellt.

Eine Kandidatur Haiders würde das BZÖ kräftig pushen:

Haider holt mehr Wähler
Für 25 Prozent der Österreicher ist das BZÖ mit Landeshauptmann Jörg Haider als Spitzenkandidat prinzipiell wählbar, besagt eine Gallup-Umfrage für die Tageszeitung ÖSTERREICH. „Das ist kein schlechter Wert“, gibt Politologe Peter Filzmaier zu, „auch wenn die Fragestellung theoretisch ist.“ Denn bei der eigentlichen Sonntagsfrage erreicht das BZÖ bloß fünf Prozent.

Dennoch: Jörg Haider ginge mit diesen Umfragewerten als Spitzenkandidat der Orangen kein Risiko ein – im Gegensatz zur letzten Wahl 2006. Denn diesmal ist der Einzug des BZÖ ins Parlament garantiert. Und jedes Prozent könnte Haider als seinen persönlichen Erfolg verkaufen“, analysiert Filzmaier. Möglicherweise könnte er für seine Partei sogar ein Ergebnis im zweistelligen Bereich herausschlagen.

Haider schlägt Westenthaler
Der Kärntner Landesboss weiß natürlich, dass er nachweislich der zugkräftigere Frontmann als BZÖ-Chef Peter Westenthaler ist. Denn laut Gallup-Umfrage ist das BZÖ mit Westenthaler als Spitzenkandidat nur für 17 Prozent prinzipiell wählbar.

Fixes Grundmandat
Haiders Ziel als Frontrunner erklärt Politologe Filzmaier so: „Für ihn steht Kärnten im Mittelpunkt. Als Spitzenkandidat könnte er das dortige Grundmandat locker sichern. Gleichzeitig würde er die orange Mannschaft im Parlament pushen – indem er mehr Mandate holt.

Quelle: oe24.at

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Der Weg zur Politischen Bildung führt bei neuwal über Onlinejournalismus und neuen Formaten. Ich liebe Digital, Medien, Politik und lebe den Digital Mindshift. Am liebsten setze ich für Medienunternehmen strategisch und operativ neue Formate und digitale Produkte um. 9 Jahre Führungspositionen im Bereich Global Digital Strategy in internationalen Konzernen, sieben Jahre selbständig in den Bereichen Digitale Transformation, Digitale Strategie, Journalismus und Medien Strategien, Digitales Marketing, Innovation, Web-Technologie. Nebenbei Bike and Yoga. Making journalism and politics a better place.