Partei3

Kann aus einer Online Bürgerbewegung („Community“) eine Parlamentspartei entstehen?

Partei3 nennt sich ein interessantes Experiment, daß aus dem Internet ins Parlament kommen möchte. Wahlprogramm wird keines erstellt, es werden – so auf der Website www.partei3.net – Projekte für die zwei Koalitionsvarianten ÖVP/Grünen und SPÖ/Grünen von den Mitgliedern vorgeschlagen.

“Zunächst wollen wir 1.000 Unterstützer im Internet gewinnen und 10.000 Euro Spenden sammeln. Wenn uns das in den nächsten fünf Wochen gelingt werden wir die 2.600 Unterstützungserklärungen schaffen und bei der Wahl kandieren”, ist Marie Sonnleitner, interimistische Sprecherin der Plattform überzeugt.

Partei3 sieht Sonnleitner als logischer nächste Schritt zu Projekten wie myfootballclub.co.uk: „Crowdsourcing zieht nun erstmals in die Politik und definert den Begriff der Basisdemokratie neu„.

Derzeit hält Partei bei 190 Mitgliedern. Täglich kommen 25 neue Unterstützer dazu.

Unter den twitter-Usern wird kritisch gesehen, daß die Parteibeteiligten lediglich mit Vornamen im Impressum eingetragen sind. Karli meint – und das mit recht – daß nicht klar ersichtlich ist, wer hinter dieser Bewegung steht: „Transparenz fordern aber nur die Vornamen zeigen„.

Ebenso – so meinte HGreenwood: „Die „Sprecherin“ der Plattform ist nicht mal auf XING… #Partei3″ (was ich übrigens nicht als Nachteil sehe).

Großes Diskussionsthema unter twitter ist es derzeit sonst noch nicht – es gibt derzeit gezählte 7 twitter-Meldungen zu diesem Thema.

Partei3 ist für mich ein interessanter Versuch, zu zeigen, welche Power aus Online kommen kann und was man daraus schaffen und realisieren kann. Leider nur ein Versuch. Meiner Meinung sollte dies von allen Parteien erfolgen und über Online mit den Bürgen in Dialog zu treten.