Der überraschende Rechtsruck oder das vorhersehbare Debakel.

Dienstag, September 30th, 2008

So einige erschrockene Gesichter konnte ich beobachten, als die erste Hochrechnung um 17 Uhr pünktlich über die Fernsehbildschirme flimmerte. Man habe ja gewusst, dass die Großparteien verlieren würden, aber dass der rechte Block so viele Stimmen dazugewinnen würden, nein. Das ist unglaublich.

Ausländische Medien bewerten die Nationalratswahl als einen akuten Rechtsruck in Österreich. msnbc titelt wie folgt: “Austria stunned by far-right’s election gains - Success of 2 anti-immigration parties throw future of government in doubt”, die New York Times schreibt ähnlich: “Far-Right, Anti-Immigrant Parties Make Gains in Austrian Elections”. Doch es wäre viel zu kurzsichtig, die Wahl auf die politische Gesinnung der Österreich umzuwälzen.

Für mich war es die größte Denkzettelwahl aller Zeiten. Man war enttäuscht von der Politik der Großen Koalition. Eineinhalb Jahre stand nicht die politische Arbeit im Blickpunkt der Medien, sondern die Streitigkeiten und unterschiedlichen Ansichten z.B. in der Gesundheits-, Pflege- oder in der Bildungsreform. Die großen Parteien hatten versprochen und einige Dinge sichtlich nicht gehalten. Solche “Kohlköpfe” könnte man eben nicht mehr wählen.

Und davon profitierten die Freiheitlichen und das BZÖ. Das sieht man auch beim Betrachten der Wählerstromanalyse: 162.000 Stimmen der ÖVP bekam die FPÖ, 100.000 Stimmen das BZÖ; und auch die SPÖ verlor 110.000 Stimmen an die FPÖ und 82.000 Stimmen an das BZÖ. Warum man aus Protest diese Parteien wählt, sei jedoch dahingestellt. Ich zumindest hätte so manch andere Parteien zu empfehlen.

Der Parteiobmann der SPÖ, Werner Faymann, hat nach dem heutigen Parteipräsidium ihre Verhandlungsrichtung vorgelegt. Er schwört sich auf eine Koalition mit der ÖVP ein, eine Kenia-Koalition (Rot-Schwarz-Grün) halte er für “nicht sinnvoll”. Und wenn es die beiden Parteien denn schaffen, eine Regierung zu bilden (und das wäre durchaus wünschenswert), sollen sie sich einfach wieder auf die Arbeit konzentrieren. Und dann werden bei der nächsten Wahl die Proteststimmen wieder zurückkommen.

Außerordentlich traurig finde ich außerdem das Ende des Liberalen Forums. Das Büro ist aufgelöst, der Heide-Schmidt-Blog ist beinahe geschlossen, und Heide Schmidt steht nicht mehr zur Verfügung und beschließt damit auch das Ende der Partei: “Der Wählerwille habe gezeigt, dass eine liberale Partei in diesem Land anscheinend nicht erwünscht ist”. Schade, denn ich denke, wenn die Partei Aufbauarbeit investiert hätte, all die Jahre bis zur nächsten Wahl, wären sie beim nächsten Mal sicherlich im Nationalrat. Das man so schnell aufgeben würde, hat mich überrascht. 

Und so sah ich die Entwicklung kommen. Es hätte diese Neuwahl einfach nie geben dürfen. Denn schon als Wilhelm Molterer am 7. Juli die Koalition mit “Es reicht!” beendete, wusste ich, dass vor allem die rechten Parteien davon profitieren würden. Von einem Rechtsruck würde ich aber nicht sprechen.

Abschließend möchte ich Dieter für dieses wunderbare Projekt bedanken. Es ist unglaublich, was er in den letzten drei Monaten aus dem Boden gestampft hat. Vielen Dank, dass ich mitarbeiten durfte, es hat mir außerordentlich Spaß gemacht. 

Wahlprogramme: Das Wahlprogramm der SPÖ

Freitag, September 26th, 2008

Neuwal. SPÖ (neuwal.com)

Mit dem neuen Spitzenkandidaten setzt die SPÖ auf ein beinahe noch unverbrauchtes Gesicht. Werner Faymann soll den knappen Sieg von 2006 mit einem noch klareren Ergebnis krönen. Wie das Wahlprogramm der Sozialdemokraten aussieht und auf welche wichtigen Punkte die Partei setzt, habe ich im letzten Eintrag der Wahlprogramm-Reihe zusammengefasst.

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Neuwal danach: TV-Konfrontation Werner Faymann (SPÖ) und Wilhelm Molterer (ÖVP). Statements und Analysen.

Dienstag, September 23rd, 2008

NeuwalNeuwalNeuwalNeuwal

 

Neuwal danach
Wilhelm Molterer startete sehr stark und aggressiv. Direkter Angriff auf Faymann auf sachlicher und verbaler Ebene. Faymann hat zu Beginn kaum Chancen gehabt. Faymann lies Molterer reden und seine Themen loswerden und Faymann agierte weiterhin sehr ruhig und gelassen. Die Gelassenheit und “Glattheit” von Faymann punktete letztendlich, auch wenn Molterer über weite Strecken sehr persönlich agierte. Persönlich mag ich, allerdings macht es sich in diesen Konfrontationen komischerweise nicht gut am Bildschirm.

Letztendlich war ich vom Niveau der Diskussion sehr enttäuscht. Man darf nicht vergessen, dass sich hier zwei “Erwachsene Menschen” mit “Vorbildwirkung” gegenübergestanden sind.

Peter Filzmaier
Eine turbolente Agressiv-Schlacht. Wechselwähler könnten “verstört” aus der Diskussion aussteigen. Das Negativ-Image könnte sich verstärken im Bereich der Politik.

Schnittmenge zwischen SPÖ und ÖVP Wechselwähler ist nicht zu groß. Allerdings große Gefahr, an die Oposition zu verlieren. Heuer wird es wenige SPÖVP Wechselwähler geben - eher gehen sie zur Opposition.

Das Wahlverhalten konnte nicht wesentlich beeinflusst werden - es dauert, bis solche TV-Konfrontationen auch tatsächlich eine Entscheidung auslösen.

Große Koalition? Beide wollen es nicht, außer sie sind stimmenstärkste Partei.

Sophie Karmasin
Molterer war angriffslustiger und schneller in den Diskussionen. Inhaltlich gab es eine große Kontroverse in Vergangenheit und Zukunft. Es gab eine Verunsicherung bei den persönlichen Angriffen beider Politiker.

Beide Parteien sprechen Pensionen und Frauen an. Der Unterschied liegt in den Werten und Lebenszielen. SPÖ: Soziale Gerechtigkeit wurde angesprochen. ÖVP: Wirtschafts- und Bildungsthemen, Vernunft und Zukunftsfragen. Zukunft wurde von Wilhelm Molterer sehr oft angesprochen.

Blog
auitzlipochtli: Das Kanzlerduell

Twitter und Blog
quitzlipochtli: Frauenpolitik, wenn das nicht die Achillesferse der ÖVP ist, was dann?
rigardi: Faymann finde ich überraschend aggressiv, Molterer überraschend sattelfest (doch vermutlich zu unpopulistisch im Vergleich)
SonjaSchiff: karenzgeld einkommensabhängig, sagt Molterer….gestohlene Idee von den Grünen, Herr Molterer!!!
mhmmm: Puh, Molterer sehr, sehr, sehr, sehr nervoes. Schade.
hipslu: faymann überraschend überzeugender. wm08 zittert vor allem vor morgen
SonjaSchiff: erheiternd….2 Männer die sich aufplustern……
hipslu: faymann hat einfach keine antwort auf die frage, wie das pensionssystem gesichert werden soll. fehlt nur noch ein brief an alle pensionisten
glyphe: fiese attacke von @neuepolitik: „@wilhelmmolterer, interessiert Sie das nicht?“

Heute: ORF TV-Konfrontation Werner Faymann (SPÖ) und Wilhelm Molterer (ÖVP). Neuwal ist LIVE dabei.

Dienstag, September 23rd, 2008

Heute Abend gibt es die letzte TV-Konfrontation in Form eines “Duells”: Werner Faymann (SPÖ) und Wilhelm Molterer (ÖVP) treffen gegeneinander.

Neuwal ist dabei - diesmal mit Dominik und Dieter vor Ort beim ORF. Freu mich, dass Du mitkommst, zu zweit machts mehr Spaß.

Live in Online-Medien
derstandard.at
oe24.at

Weitere Live-Blogger
Flaneur: http://arghx.blogspot.com/

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Werner Faymann (SPÖ) sagt Teilnahme an TV-Diskussionen im Privat-TV (ATV und PULS4) ab oder “Die verlorenen Chancen”

Mittwoch, September 17th, 2008

Neuwal. Werner Faymann und Alexander Wrabetz. (neuwal.com)

Heuer gibt es erstmals im österreichischen Privat-Fernsehen TV-Konfrontationen rund um die Nationalratswahlen:

  • PULS4 veranstaltet am Mittwoch, 17. Sep. 2008 um 20:15 die PULS4 Wahlarena
  • bei ATV findet am Sonntag, 21. September um 20:15 “Meine Wahl” statt.

Beides Konzepte im Stil der Elefantenrunde, beide Sender fügen hier zusätzlich ein interaktives Element ein: User können über Video ihre eigenen Fragen stellen, mit denen die Spitzenkandidaten aller Parteien konfrontiert werden.

Im Kreise der im Parlament vertretenden Spitzenkandidaten wird Werner Faymann (Spitzenkandidat SPÖ) allerdings weder bei ATV noch bei PULS4 dabei sein. Werner Faymann sagte beide Teilnahmen ab - sein Sessel wird nicht nachbesetzt und bleibt bei beiden Übertragungen leer.

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Neuwal danach: TV-Konfrontation Werner Faymann (SPÖ) und Heinz Christian Strache (FPÖ): Interviews, Statements und Analyse.

Dienstag, September 16th, 2008

Neuwal danach: Werner Faymann und Heinz Christian Strache (neuwal.com)Neuwal danach: Werner Faymann und Heinz Christian Strache (neuwal.com)Neuwal danach: Werner Faymann und Heinz Christian Strache (neuwal.com)Neuwal danach: Werner Faymann und Heinz Christian Strache (neuwal.com)Neuwal danach: Werner Faymann und Heinz Christian Strache (neuwal.com)Neuwal danach: Werner Faymann und Heinz Christian Strache (neuwal.com)

Neuwal danach
Die FPÖ punktete bei ihrer Ausländerpolitik - Die SPÖ und Werner Faymann bei allen anderen Punkten. Faymann hatte zwei bis drei ganz klare Statements zur Ausländerpolitik, Teuerung und Bildung. Faymann entsprach seinem Image des “Aalglatten”: Sterile Worte und Worthülsen, präzise und perfekt kommuniziert. Faymann wirkte über weite Strecken hinweg überlegen. Einzige Schwachstelle war die Diskussion um den “Grazer Wahlkampf”. Lieblingssatz von Faymann ist “Das Gebot der Stunde” - Strache nutzt gerne “Warum werden Sie jetzt nervös?” um die Gegner zu irritieren.

Blog: Analyse von Clemensticar
Strache vs. Faymann: http://clemensticar.wordpress.com/2008/09/16/strache-vs-faymann/

Ein wirklich guter Faymann hatte Spaß mit einem wirklich schlechten Strache. Sowohl der Inhalt als auch das Auftreten Straches, es scheint ihm gesundheitlich noch nicht gut gehen, war Strache bei allen Punkten unterlegen. Durch unterbrechen, was auch Faymann tat, versuchte er seine Schwäche zu kaschieren.

» Analyse von Peter Filzmaier und Sophie Karmasin im ORF
» Hinter den Kulissen im ORF
» Analysen in Blogs
» Beiträge in Online-Medien
» Interview mit Herbert Kickl (FPÖ)

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Heute ab 21 Uhr: LIVE von der TV-Konfrontation Werner Faymann (SPÖ) und Heinz Christian Strache (FPÖ). Mit Statements, Interviews und Analysen.

Dienstag, September 16th, 2008

Heute, Dienstag, 16. September 2008 gibt eine TV-Konfrontation zwischen Werner Faymann (SPÖ) und Heinz Christian Strache (FPÖ). Neuwal ist wieder LIVE mit Blog und twitter dabei und berichtet vom ORF (Live-Stream hier)

Werner Faymann wird auf der rechten Seite des Bildschirms sitzen (die stärkere Partei sitzt immer rechts) und Heinz Christian Strache links. Ob man das nicht für heute Abend ändern könnte?

Bin gespannt, ob Werner Faymann vom ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz wieder eine Extra-Besichtigungs-Runde im ORF bekommt. Bei der letzten Konfrontation (Faymann und Haider) ist mir das aufgefallen - Jörg Haider ist zB ohne ORF-Begleitung gleich in den ersten Stock gegangen.

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Neuwal danach: TV-Konfrontation Werner Faymann (SPÖ) und Jörg Haider (BZÖ): Interviews, Statements und Analyse - Doris Bures (SPÖ) und Stefan Petzner (BZÖ).

Donnerstag, September 11th, 2008

Neuwal.Neuwal.Neuwal.Neuwal.

7. TV-Duell: Werner Faymann (SPÖ) und Jörg Haider (BZÖ)

Am Donnerstag, 11. September 2008 gab es das 7. TV-Duell und das erste direkte Aufeinandertreffen in einer ORF-TV-Diskussion zwischen Werner Faymann (SPÖ) und Jörg Haider (BZÖ).

Die Konfrontation ging um Themen rund um Teuerung und um Pensionen. Die Konfrontation war sehr heftig, beide schenkten sich gegenseitig nichts. Man machte sich gegenseitige Vorwürfe (20 Monate SPÖ-ÖVP standen 7 Jahre Schwarz-Blau-Orange gegenüber) und schloss eine Koalition mit dem BZÖ von Seiten SPÖ aus.

» Analyse von Peter Filzmaier und Sophie Karmasin im ORF
» Neuwal danach
» Analysen in Blogs
» Beiträge in Online-Medien
» Interview mit Doris Bures (SPÖ)
» Interview mit Stefan Petzner (BZÖ)

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Heute: TV-Konfrontation Werner Faymann (SPÖ) und Jörg Haider (BZÖ)

Donnerstag, September 11th, 2008

Neuwal.Neuwal.Neuwal.

Auch heute wieder: Berichterstattung von der TV-Konfrontation Werner Faymann (SPÖ) und Jörg Haider (BZÖ). LIVE-Diskussion auf twitter und Zusammenfassung, Statements und Interviews hier im Blog. Einen LIVE-Stream gibt es hier.

derstandard.at berichtet ebenso LIVE.

oe24.at berichtet LIVE

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21:53
Ausgrenzungsthema
Wieviele Prozesse sie schon verloren haben. Sie haben eine Vergangenheit Herr Haider.

“Ich war 18 Monate in einer Regierung”

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Der dreckige Wahlkampf

Sonntag, September 7th, 2008

Vor genau zwei Monaten beendete Finanzminister und VP-Chef Wilhelm Molterer die Koalition mit den sagenumwobenen und zum Wahlslogan erhobenen Worten “Es reicht.” Und nach dem scheinbaren Stillstand, hofften einige Menschen, dass durch die unerwünschte Neuwahl die Politik möglicherweise wieder zu ihren Wurzeln zurückfinden könnte. Zur politischen Arbeit, anstelle von unsäglicher Diffamierung von Arbeitskollegen.

Mit der zweiten dritten Plakatreihe beginnt die Volkspartei nun mit einer stark umstrittenen Art des Wahlkampfes. Und so startet sie, nach dem Misslingen des Wahlkampf-Fairnessabkommens, mit einer Plakate-, TV- und Hörfunk-Kampagne, die man eigentlich nur als “dirty campaigning” einordnen kann.

Man erinnert sich: Im Nationalratswahlkampf 2006, der schlussendlich einen hauchdünnen, überraschenden Sieg für die SPÖ unter Alfred Gusenbauer hervorbringen sollte, konnte man den Wahlkampf der SPÖ am ehesten als Negativkampagne ansehen. Neben den vier Themen (Medizin, Pension, Studiengebühren und Eurofighter) begannen die Sozialdemokraten irgendwann mit ihren TV-Spots “Sie haben gelogen, Herr Bundeskanzler”. Schon damals war diese Art des Wahlkampfes ungewohnt und sogesehen beinahe lächerlich.

Warum wagt sich eine Partei an diese Wahlkampfart? Man merkt schon: Wenn die Umfragen zeigen, dass die Aufholjagd stocken (2006) bzw. der Wahlkampf falsch gestartet wurde (2008), greift man also gerne zum “dirty campaigning”. Was bewirken aber Angriffe gegen den großen Gegner? Wirken sie nicht eher als haltlose Hilferufe, als der zappelnde Griff nach dem Rettungsring?

Das “gegnerische” Politiker in Diskussionen und auf Wahlkampfveranstaltungen angegriffen werden, ist ja schon seit jeher gang und gebe. Doch sobald TV-, Hörfunk- und Plakatwahlkampf zu dirty wird, fragt man sich wirklich nach der Wirkung.

Was halten Sie von dieser Art des Wahlkampfes?

ÖVP mit neuer angriffslustiger Plakatreihe

Freitag, September 5th, 2008

Wie man der heutigen Ausgabe der OÖNachrichten entnehmen kann, folgt bei der ÖVP nach dem heutigen offiziellen Wahlkampfauftakt in Graz die nächste Plakatreihe. Diesmal gehen sie auf einen Frontalkurs gegen die SPÖ.

Inhalt der nächsten Plakatreihe, welche auch im Hörfunk und im Fernsehen unterstütz werden soll, sind die Kosten der SP-Versprechen. 

“Heuer gibt’s ‘Geschenke’ im Wert von sagenhaften 21 Millarden Euro! Die bringt der Faynachtsmann”

“Fünfeinhalb Tausender die Sie bezahlen müssen. Alle Jahre wieder.”

“Versprechen, die halten. Ohne neue Schulden. ÖVP”

Man kann dies also schon zum, beim letzten Wahlkampf 2006 von der ÖVP verpönten, “dirty campaigning” zählen. Die SP-Zentrale meinte dazu nur, dass sie den Wahlkampfton nicht verschärfen will, und es von der SPÖ sicherlich keinen agressiven Wahlkampf geben wird.

Nach der TV-Konfrontation: “Es hat eine Reihe von Annäherungspunkten gegeben”, so Faymann (SPÖ)

Dienstag, August 26th, 2008

Neuwal. TV-Konfrontation Faymann (SPÖ) und Van der Bellen (Die Grünen) im ORF (neuwal.com)Neuwal. TV-Konfrontation W. Faymann (SPÖ) und A. van der Bellen (Die Grünen) im ORF (neuwal.com)Neuwal. TV-Konfrontation Faymann (SPÖ) und Van der Bellen (Die Grünen) im ORF (neuwal.com)Neuwal. TV-Konfrontation Faymann (SPÖ) und Van der Bellen (Die Grünen) im ORF (neuwal.com)

Die TV-Konfrontation zwischen Werner Faymann (SPÖ) und Alexander van der Bellen (Die Grünen) ist vorbei. Auf ORF On Demand kann die Sendung nochmals angesehen werden.

Ich war am Dienstag, 26. Aug. 2008 vor Ort im ORF-Zentrum und LIVE bei der TV-Konfrontation dabei. Nach der Konfrontation konnte ich mit den beiden Spitzenkandidaten kurz sprechen.

Nach der TV-Konfrontation: Werner Faymann (SPÖ)

Neuwal: Herr Faymann, wie ist es Ihnen heute bei der TV-Konfrontation gegangen?
Werner Faymann (SPÖ): Ich finde, es war sehr lebendig!

Neuwal: Haben Sie Annäherungspunkte gefunden?
Werner Faymann (SPÖ): Ja. Es hat eine Reihe von Annäherungspunkten gegeben: Zum Beispiel bei der Steuerreform. Weiters unterstützen ”Die Grünen” vier von unserem Fünf-Punkte-Programm gegen die Teuerung. Es hat mir sehr gut gefallen - es gibt aber natürlich auch Unterschiede.

Nach der TV-Konfrontation: Alexander van der Bellen (Die Grünen)

Neuwal: Herr van der Bellen, wie ist es Ihnen heute bei der TV-Konfrontation gegangen?
Alexander van der Bellen (Die Grünen): Wir haben beide bei unseren WählerInnen gepunktet. Es war über weite Strecken ein sehr sachliche geführtes Gespräch. Die Themen wurden von der Moderatorin vorgegeben. So war es für uns beide schwer, unsere Punkte anzusprechen. Daher mußten wir Themen streichen oder versuchen, sie in letzter Sekunde doch noch unterzubringen.

Wie haben Sie die Diskussion miterlebt und was ist Ihre Meinung?

Jetzt abstimmen (siehe rechts).

Neuwal. Wer überzeugte? Faymann, Van der Bellen (neuwal.com)

Karmasin spricht von einem klaren Sieg Faymanns:

Faymann habe alle Versprechungen wahrmachen können. Er sei kommunikativ, locker, versöhnlich und ausgleichend gewesen. Van der Bellen wiederum habe wie gewohnt den untypischen, weil zögerlichen, Politiker verkörpert. Lediglich bei ein paar Passagen – insbesondere beim Klima-Schutz – sei der Grün-Chef relativ angriffig gewesen.
Quelle: http://kurier.at/nachrichten/193394.php

ÖSTERREICH dementiert den vielmals beschriebenen Kuschelkurs und beschreibt angriffslustige Spitzenkandidaten. Die Kleine Zeitung sieht ein klares “Unentschieden”. Peter Filzmaier analysiert das Auftreten beider Politiker als “sympatisch” und fand die Themenvielfalt sehr positiv.

70,05 % der oe24.at User stimmten für Werner Faymann (SPÖ) als eindeutigen Sieger der Konfrontation. Josef Broukal analysiert ein klares Unentschieden.

Eine chronologische Zusammenfassung und Analyse gibt es bei clemensticar.

Neuwal sieht bei Alexander van der Bellen (Die Grünen) einen Themenfokus - bei Werner Faymann (SPÖ) eine Themenvielfalt. Faymann konnte durch seine Spritzigkeit punkten und überaschte sicherlich Alexander van der Bellen durch seine Angriffslustigkeit. Van der Bellen wirkte ehrlich und vertrauenswürdig. Unter dem Strich ist es für mich ein klarer Sieg von einem staatsmännisch auftretendem Werner Faymann, der die Hand den Grünen gereicht hat.

Neuwal heute LIVE aus dem ORF-Atrium zur TV-Konfrontation

Dienstag, August 26th, 2008

Das wird sicherlich interessant.

Heute Abend um 21.05 findet auf ORF die zweite TV-Konfrontation statt. Diesman mit Werner Faymann (SPÖ) und Alexander van der Bellen (Die Grünen). Die Erwartungshaltung der Bevölkerung ist lt. Gallup-Umfrage bei Werner Faymann sehr hoch.

Ich bin heute Abend beim ORF und schaue mir die TV-Konfrontation vom ORF Atrium aus an.

Bin gespannt und werde hier bzw. auf twitter LIVE berichten, was sich so tut:

Hat wer Lust mitzugehen? Danke für die Einladung, ORF!

 

Die Politik am Irrweg Web 2.0

Sonntag, August 24th, 2008

In etwas mehr als einem Monat wird Österreich sich entscheiden, wer die nächsten (womöglich) fünf Jahre im Nationalrat sitzen soll. Und im Gegensatz zum letzten Wahlkampf bemerkt man die mediale Überflutung durch Wahlwerbung nicht nur im TV, den Printmedien oder auf Plakatwänden. Denn neben den herkömmlichen Parteihomepages haben auch so manche Spitzenkandidaten ihre eigenen Seiten, und Partei-Community-Seiten sprießen nur so aus dem Boden.

Ich hätte hier jetzt wieder alle Seiten der Parteien verlinken können, doch heute möchte ich hinterfragen, was sich die Parteien erwarten und welche Resonanz sie bekommen.

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Neues SPÖ-Sujet: Zwei gute Gründe…

Freitag, August 22nd, 2008

NEUWAL. Zwei gute Gründe. (neuwal.com)

Die heutige TV-Konfrontation zwischen Heinz Christian Strache (FPÖ) und Jörg Haider (BZÖ) ist Grund für die Veröffentlichung eines neuen SPÖ-Werbesujets, das in ausgewählten Printmedien erscheint.

Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=1219060302441 und Danke Markus für die Info!


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