Der dreckige Wahlkampf

Sonntag, September 7th, 2008

Vor genau zwei Monaten beendete Finanzminister und VP-Chef Wilhelm Molterer die Koalition mit den sagenumwobenen und zum Wahlslogan erhobenen Worten “Es reicht.” Und nach dem scheinbaren Stillstand, hofften einige Menschen, dass durch die unerwünschte Neuwahl die Politik möglicherweise wieder zu ihren Wurzeln zurückfinden könnte. Zur politischen Arbeit, anstelle von unsäglicher Diffamierung von Arbeitskollegen.

Mit der zweiten dritten Plakatreihe beginnt die Volkspartei nun mit einer stark umstrittenen Art des Wahlkampfes. Und so startet sie, nach dem Misslingen des Wahlkampf-Fairnessabkommens, mit einer Plakate-, TV- und Hörfunk-Kampagne, die man eigentlich nur als “dirty campaigning” einordnen kann.

Man erinnert sich: Im Nationalratswahlkampf 2006, der schlussendlich einen hauchdünnen, überraschenden Sieg für die SPÖ unter Alfred Gusenbauer hervorbringen sollte, konnte man den Wahlkampf der SPÖ am ehesten als Negativkampagne ansehen. Neben den vier Themen (Medizin, Pension, Studiengebühren und Eurofighter) begannen die Sozialdemokraten irgendwann mit ihren TV-Spots “Sie haben gelogen, Herr Bundeskanzler”. Schon damals war diese Art des Wahlkampfes ungewohnt und sogesehen beinahe lächerlich.

Warum wagt sich eine Partei an diese Wahlkampfart? Man merkt schon: Wenn die Umfragen zeigen, dass die Aufholjagd stocken (2006) bzw. der Wahlkampf falsch gestartet wurde (2008), greift man also gerne zum “dirty campaigning”. Was bewirken aber Angriffe gegen den großen Gegner? Wirken sie nicht eher als haltlose Hilferufe, als der zappelnde Griff nach dem Rettungsring?

Das “gegnerische” Politiker in Diskussionen und auf Wahlkampfveranstaltungen angegriffen werden, ist ja schon seit jeher gang und gebe. Doch sobald TV-, Hörfunk- und Plakatwahlkampf zu dirty wird, fragt man sich wirklich nach der Wirkung.

Was halten Sie von dieser Art des Wahlkampfes?

ÖVP mit neuer angriffslustiger Plakatreihe

Freitag, September 5th, 2008

Wie man der heutigen Ausgabe der OÖNachrichten entnehmen kann, folgt bei der ÖVP nach dem heutigen offiziellen Wahlkampfauftakt in Graz die nächste Plakatreihe. Diesmal gehen sie auf einen Frontalkurs gegen die SPÖ.

Inhalt der nächsten Plakatreihe, welche auch im Hörfunk und im Fernsehen unterstütz werden soll, sind die Kosten der SP-Versprechen. 

“Heuer gibt’s ‘Geschenke’ im Wert von sagenhaften 21 Millarden Euro! Die bringt der Faynachtsmann”

“Fünfeinhalb Tausender die Sie bezahlen müssen. Alle Jahre wieder.”

“Versprechen, die halten. Ohne neue Schulden. ÖVP”

Man kann dies also schon zum, beim letzten Wahlkampf 2006 von der ÖVP verpönten, “dirty campaigning” zählen. Die SP-Zentrale meinte dazu nur, dass sie den Wahlkampfton nicht verschärfen will, und es von der SPÖ sicherlich keinen agressiven Wahlkampf geben wird.

Deinetwegen. Österreich. Der Wahlkampf des BZÖ.

Mittwoch, August 27th, 2008

Neuwal. BZÖ-Werbekampagne Wahl 08 (neuwal.com)Neuwal. BZÖ-Werbekampagne Wahl 08 (neuwal.com)Neuwal. BZÖ-Werbekampagne Wahl 08 (neuwal.com)

Das BZÖ präsentierte heute seine Wahlkampagne mit Slogan und Sujets.

Hauptslogan der Kampagne ist “Deinetwegen. Österreich.”. Fokusiert wird auf 3 unterschiedlichen Slogans: Einer ist “sozial”, der andere spricht die “Nationalität” an und der letzte Claim wirkt “aktivierend - alles auf einer sehr persönlichen “Du-Ebene”:

  • Den sozialen Weg gehen. Deinetwegen. Österreich.
  • Österreich den Österreichern! Deinetwegen. Österreich.
  • Ärmel aufkrempeln und anpacken. Deinetwegen. Österreich.

“Die Macht der Bilder, die Kraft des Wortes und die Zugkraft Jörg Haiders. Das sind die drei Elemente auf die wir in dieser Wahlkampagne setzen”, so Petzner. Die Kampagne wurde ohne Agentur entwickelt.

ÖVP im Zeichen der Justiz und eine ominöse Anzeige

Montag, August 25th, 2008

Mit der neuen Plakatserie der ÖVP versprechen die christlich-sozialen Politiker rund um Wilhelm Molterer ein hartes Durchgreifen gegen Pedophälie.

Die amtierende SP-Justizministerin Maria Berger sieht darin ein falsches Zeichen: Die ÖVP propagieren damit einen “Eingriff in die Unabhängigkeit der Justiz”.

Durch die neuen Plakate verlagere die ÖVP den Wahlkampf in den Gerichtssaal und setze damit die Richter unter Druck.

Somit ist auch die zweite Plakatserie der ÖVP ein Themenwahlkampf und benutzt mit dem Thema Kindesmissbrauch ein fast unverbrauchtes Wahlkampfsujet. Immer noch gibt es also keine Plakate mit dem VP-Spitzenkandidaten Wilhelm Molterer. Somist ist die ÖVP die einzige Partei, welche auf ihren Plakaten auf ihren Spitzenkandidaten verzichten.

Wie das versprochene härtere Durchgreifen der Justiz gegen Kindesmissbrauch umgesetzt werden soll, bleibt dahingestellt. Dafür müssten Gesetze geändert und der Strafrahmen für diesen Tatbestand erhöht werden.

Weiters fand sich in der Ausgabe der Oberösterreichischen Nachrichten am Samstag, dem 23. August 2008 folgende Anzeige:

Wer diese Anzeige geschaltet hat, wird nicht verraten und selbst im Internet findet man keine Informationen dazu.

Was ist ihre Meinung zur neuen ÖVP-Plakatserie?

Und wen vermuten sie hinter der Anzeige “Sozialfighter abgestürzt”?

Schade: Sparkurs bei der LIF-Kampagne.

Freitag, August 22nd, 2008


Aufrichtigkeit.
Offenheit.
Ehrlichkeit.
Das wäre doch eine Dreierkoalition für die nächste Regierung.

Kurz.
Aktivierend.
Ohne Konjunktiv.
Das sind die Texte, die funktionieren.

Ein werbliches Drama spielt sich in den Plakaten des LIF ab.

Sperrige, durch nichts bewiesene Floskeln, garniert mit einer unnahbaren Kandidatin vor weißer Mauer. Klar, wir wissen ja, dass Österreich eher intellektuell und designorientiert ist - und überbordende Stilisierung und Verbrämung hasst.

DaumenxPi kostet ein echt guter Werbetexter für so eine Plakatheadline inkl. Konzept ca. 2000,-.

Klar, machen das manche für weniger, klar manche für mehr. Aber DIE Kohle hätte man sich nicht sparen dürfen.

Schade eigentlich: Man kann ja zum LIF und zu Heide Schmidt stehen wie man will - eine (parlamentarische) Bereicherung wäre sie persönlich und die Gruppierung um sie herum auf jeden Fall.

Das wird nun wohl nix. Oder kommt man so über 4%?

Neues SPÖ-Sujet: Zwei gute Gründe…

Freitag, August 22nd, 2008

NEUWAL. Zwei gute Gründe. (neuwal.com)

Die heutige TV-Konfrontation zwischen Heinz Christian Strache (FPÖ) und Jörg Haider (BZÖ) ist Grund für die Veröffentlichung eines neuen SPÖ-Werbesujets, das in ausgewählten Printmedien erscheint.

Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=1219060302441 und Danke Markus für die Info!

FPÖ präsentiert Wahlkampflinie: Bekannter Slogan, Bundesadler und drei Themenkategorien.

Donnerstag, August 7th, 2008

NEUWAL. FPÖ-Wahllinie 2008 (neuwal.com)NEUWAL. FPÖ-Wahlplakate (neuwal.com) neuwalfpoe02.jpg NEUWAL. FPÖ-Wahlplakate (neuwal.com)NEUWAL. FPÖ-Wahlplakate (neuwal.com)

Die FPÖ präsentierte heute Vormittag ihre Wahlkampflinie für die kommenden Wochen.

Die FPÖ wird als “soziale Heimatpartei positioniert” und man wolle klar ein Gegenpol zur “Tristesse und negativen Stimmung der Großparteien SPÖ und ÖVP sein”. Die Hauptthemen gliedern sich wie folgt:

  • “Soziale Sicherheit für unsere Leut’” (Soziales)
  • “Einkommen zum Auskommen” (EU/Teuerung)
  • “Asylbetrug heißt Heimatflug” (Asylthema)
  • “Volksvertreter statt EU-Verräter” (EU)
  • “Heimatland braucht Mittelstand” (Soziales)

Der Großteil der Plakate wird auf Dreiecksständern plakatiert. “Soziale Sicherheit für unsere Leut’ wird auf große Plakatwände gebracht.

Für Aufsehen sorgen die Plakate der FPÖ unter anderem beim BZÖ. Denn diese meint, man habe ihren Spruch geklaut. Und es stimmt: der BZÖ-Landeshauptmann Jörg Haider benutzte den Spruch “Sie sind gegen ihn, weil er für Euch ist.” während des Wahlkampfes zur Nationalratswahl im Jahre 1994. Natürlich trat er damals noch für die FPÖ an, und diese beruft sich nun darauf, dass der Spruch geistiges Eigentum der Partei ist.

Während der ersten Vorstellung ein kleiner oder großer Faupax. Beim Spruch “Asylbetrug heisst Heimatflug” hat sich ein Rechtschreibfehler eingeschlichen. Kurz nachher wurde verlautbart, dass der Fehler berichtigt wurde.

Weiters setzt die FPÖ auf den bekannten Strache-Bär, einem kleinen Stoffbären mit blauer Schleife. Darüber hinaus werden 150.000 Flyer, Feuerzeuge, rot-weiß-rote Windräder und blaue Silikonarmbänder verteilt.

Die eigentlich klassische Wahl-Visuals bestehen aus einem österr. Bundesadler mit hochgestrecktem Daumen (erinnert an die Partei “Rettet Österreich“) einem Haupt- und Themen-Claim sowie HC Strache als Spitzenkandidaten.

Die gesamte Kampagne gibt es auf der Website von HC Strache.

ÖVP Wien startet eigene Plakatserie

Donnerstag, August 7th, 2008

Nachdem Werner Faymann und die SPÖ schon am 31. Juli ihren Plakatwahlkampf starteten, zogen die ÖVP mit ihren ersten Plakatserie am 5. August nach. Und während die SPÖ bei den Plakaten auf ihren Spitzenkandidaten und einem kurzen Slogan setzen, kontert die ÖVP mit drei verschiedenen Plakatsujets.

Doch nun hat auch die ÖVP Wien unter ihrem Vorsitzenden Johannes Hahn (aktueller Wissenschaftsminister) eine eigene Plakatserie gestartet. In weißer Schrift auf dunkelrotem Hintergrund.

Mit dieser Plakatserie will die Wiener Volkspartei darauf aufmerksam machen, welch anderes Gesicht der langjährige Wiener Kommunalpolitiker Faymann durch den Aufstieg zum SP-Bundesvorsitzenden bekommen hat.

NEUWAL. Plakate der ÖVP (neuwal.com)NEUWAL. Plakate der ÖVP (neuwal.com)

“Die Bundes-SPÖ und das reale Leben in Wien, das sind zwei verschiedene Dinge.”
Johannes Hahn, während der Plakatvorstellung

Während die Wiener ÖVP die Plakate vorstellte, kam ihr VP-Generalsekretär Hannes Missethon der Einladung von SP-Bundesgeschäftsführerin zur Erstellung eines Fairness-Abkommens im Wahlkampf nachkam. Darüber hinaus kamen auch noch Vetreter des BZÖ und des Liberalen Forums. Die Grünen waren zeitlich verhindert, “Rettet Österreich” habe zu spät von einer Terminänderung erfahren, und die FPÖ meinte, dass sie kein Abkommen brauche.

ÖVP-Werbeplakate wurden präsentiert

Dienstag, August 5th, 2008

NEUWAL. ÖVP-Werbelinie (neuwal.com)NEUWAL. ÖVP-Werbelinie (neuwal.com)NEUWAL. ÖVP-Werbelinie (neuwal.com)NEUWAL. ÖVP-Werbelinie (neuwal.com)

Die neue Werbelinie der ÖVP wurde heute Vormittag in Wien präsentiert. Es gibt kein Bild des Spitzenkandidaten Mag. Wilhelm Molterer und es wird neben dem Slogan “Es reicht!” mit weiteren Slogans und Claims gespielt.

Die Kampagne ziehlt auf drei Themen ab: Pflege, Zuwanderung und Teuerung.

Mehr Informationen vorab zur neuen Kampange:
http://oevp.at/index.aspx?pageid=30183
http://www.oevp.at/index.aspx?pageid=30707

Ebenso wurde eine eigene Website für Wilhelm Molterer und ein eigener Twitter-Account eingerichtet:
http://www.wilhelmmolterer.at
http://www.twitter.com/wilhelmmolterer

Die SPÖ legt vor.

Donnerstag, Juli 31st, 2008

Also “Genug gestritten.”, die SPÖ mit sich selbst und mit dem Koalitionspartner und mit den anderen Parteien.

Man erinnert sich noch an Zeiten, als SPÖ-Spitzenkandidaten mit Herausgebern großer österreichischer Kleinformate gestritten haben.

Vorbei!

In den Foren landauf, landab wird die Line (und das Sujet) gerade ordentlich zerrissen. Dabei ist sie gar nicht schlecht. Das Plakat ist so einfach, dass es offenbar sickern muss.

Was erwarten sich die Leute?
Unverständlichen Kauderwelsch?
Akademisches vom Faymann?

Eine klare, staatstragende Strategie, ein schönes double-meaning (wenn nicht gar tripple- oder quadrupel-meaning), eine schöne gg-Alliteration. Und alles zusammen sehr sehr aufgeräumt.

Mal sehen, wie sich die Kampagne weiterentwickelt.

Währenddessen irren die Grünen noch mit Kampagnen-Ideenwettbewerben durch vermeintliche Zielgruppenbezirke. Ganz schön peinlich.

“Genug gestritten”: Das erste Wahlplakat der SPÖ

Donnerstag, Juli 31st, 2008

NEUWAL. Plakat von SPÖ, Werner Faymann (von www.spoe.at)

SPÖ startet erste Plakatserie. Bundesgeschäftsführerin Doris präsentierte heute die neue Plakatserie der SPÖ. “Wir haben die Lehren aus den letzten Monaten gezogen. Österreich hat sich einen neuen politischen Stil verdient“, so Bures. Das Plakat soll eine Einladung sein, wieder zum Gemeinsamen und zur Zusammenarbeit zurückzukehren, die SPÖ will eine Wahlauseinandersetzung, die von Argumenten geprägt ist.

Quelle: http://spoe.at/page.php?P=102882

In einigen Versionen des Bildes im Internet wird auch die URL http://www.das-ist-faymann.at im Plakat rechts oben angegeben.

“Genug gestritten”: SPÖ startet mit den ersten Plakaten in den Wahlkampf.

Donnerstag, Juli 31st, 2008

Drei Wochen nach Bekanntgabe des Neuwahltermins startet die SPÖ in den Wahlkampf, berichtet oe24.at (OTS Presseaussendung). Werner Faymann wird ab Sonntag auf mehr als 6.000 Plakatstellen in Österreich plakatiert. Das Plakat zeigt Werner Faymann mit dem Slogan

Genug gestritten“.

Das Visual gibt es bereits auf der Website der SPÖ zu sehen.

Der Frühstart (eine Woche vor der ÖVP) birgt die Gefahr der Überziehung der versprochenen 9,5 Millionen Euro Wahlkampfbudget der SPÖ, fürchten die Kleinparteien.

Die ÖVP präsentiert ihre Wahlkampflinie kommenden Dienstag: “Das ÖVP-Plakat wird eine große Überraschung”, so Molterer-Vertraute. Statt Molterer werden Sachthemen in den Vordergrund gestellt.

Also, das wird wohl ein Wahlkampf der “Überraschungen“.

Die ersten Bilder des Wahlplakates gibt es ab Sonntag hier bei uns. Falls ihr die Plakate vorab seht, bitte um Posting, E-Mail (neuwal[at]gmail.com) oder Upload in die NEUWAL-Flickr-Gruppe. Vielen Dank!

DIE GRÜNEN präsentieren Plakate im WerkzeugH

Donnerstag, Juli 24th, 2008

DIE GRÜNEN rufen im Rahmen des Walkampfes die Online-Community zur “Mitgestaltung” auf. Gefragt sind kreative sowie strategische Inputs. Initiator dieser Atkion ist Christoph Chorherr.

Karli berichtet derzeit auf twitter und über twitsays über die Plakatpräsentation der GRÜNEN im Rahmen ihrer 2.0-Aktivitäten zum Walkampf. Die Pressekonferenz von Christoph Chorherr ist derzeit im WerkzeugH, einem Lokal in Wien.

Den aktuellen Blogbeitrag von Chorherr mit den Bildern und Plakaten gibt es unter http://chorherr.twoday.net/stories/5080347/

“Grüne Wahlplakat-Suche im Internet” auf oe24.at

Dienstag, Juli 15th, 2008

Ich bin ja etwas überrascht, daß mich gerade Die Grünen derzeit sehr oft im Web über den Weg laufen. In Facebook, in Blogs, in Twitter - sie sind hier zumindestens sehr präsent. Mir gefällt das.

Ebenso hab ich gerade auf oe24.at einen Artikel über die Online-Aktivitäten der Grünen gelesen, der dieses Thema aufgreift.

Ich bin ja auf die Aktivitäten der anderen “Mitbewerber” im Online-Bereich gespannt.

Christoph Chorherr: Ideenaufruf im Web.

Donnerstag, Juli 10th, 2008

Die Grünen. Christoph Chorherr. Sind auf der Suche nach Ideen zur Grünen Positionierung und rufen “die Community” zur Mitgestaltung auf. Aus den beiden Vorschlägen von Christoph Chorherr geht die Richtung “Energiepolitik”  und “stabile Regierung” hervor. Sicherlich eine gute Idee einmal in der “Zielgruppe”  nachzufragen.

Beim Thema Positionierung der Grünen frage ich mich: “Wo sehe ich die Grünen, wie positioniere ich sie selbst?”. Mir fallen spontan Benzinpreis, offen gegenüber alternativen Lebensformen, Energiepolitik, positive Asylpolitik ein. Das sind die Standard-Themen eigentlich.

Es ist meiner Meinung nach allerdings ruhig um die Grünen geworden. Ich habe sie in den letzten Monaten nicht gehört und es sind nicht viele Themen zu mir vorgedrungen.

Wo sind Ecken und Kanten. Wo gibt es Themen, die mich wirklich zum Nachdenken und zum Diskutieren bringen? Wo sind Ideen und Alternativen - wirkliche Alternativen.

Ich bin nicht auf der Suche nach einem Erdbeerjoghurt mit oder ohne Fruchtanteil, mit 1% oder 4% Fettgehalt, 0,2 oder 0,5 mg. Es gibt da sicherlich mehr. Ich mag auch nichts “Schwammiges” in die Richtung: “Uns geht’s eh gut“, “Gemeinsam in die Zukunft” und auch keine Angst- und Panikmacherei.

Mir gefällt der Kommentar zu diesem Thema auf wissenbelastet: Er möchte Grüne PolitikerInnen twittern sehen, auf flickr, youtube, myspace, facebook, in Diskussionen, etc. sehen. Das finde ich sehr gut. Ich möchte einen Dialog und Antworten finden und genau dort grüne Ideen spüren.

Irgendwie wünsche ich mir ein Schachspiel-Konzept: Ich weiß, wie der Bauer fahren kann, der Läufer, der Turm und wann Schach oder Schach-Matt ist.  Also, etwas klares, wo man sich nicht selbst belügt. Es gibt kein klareres Spiel als Schach.


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