Der überraschende Rechtsruck oder das vorhersehbare Debakel.

Dienstag, September 30th, 2008

So einige erschrockene Gesichter konnte ich beobachten, als die erste Hochrechnung um 17 Uhr pünktlich über die Fernsehbildschirme flimmerte. Man habe ja gewusst, dass die Großparteien verlieren würden, aber dass der rechte Block so viele Stimmen dazugewinnen würden, nein. Das ist unglaublich.

Ausländische Medien bewerten die Nationalratswahl als einen akuten Rechtsruck in Österreich. msnbc titelt wie folgt: “Austria stunned by far-right’s election gains - Success of 2 anti-immigration parties throw future of government in doubt”, die New York Times schreibt ähnlich: “Far-Right, Anti-Immigrant Parties Make Gains in Austrian Elections”. Doch es wäre viel zu kurzsichtig, die Wahl auf die politische Gesinnung der Österreich umzuwälzen.

Für mich war es die größte Denkzettelwahl aller Zeiten. Man war enttäuscht von der Politik der Großen Koalition. Eineinhalb Jahre stand nicht die politische Arbeit im Blickpunkt der Medien, sondern die Streitigkeiten und unterschiedlichen Ansichten z.B. in der Gesundheits-, Pflege- oder in der Bildungsreform. Die großen Parteien hatten versprochen und einige Dinge sichtlich nicht gehalten. Solche “Kohlköpfe” könnte man eben nicht mehr wählen.

Und davon profitierten die Freiheitlichen und das BZÖ. Das sieht man auch beim Betrachten der Wählerstromanalyse: 162.000 Stimmen der ÖVP bekam die FPÖ, 100.000 Stimmen das BZÖ; und auch die SPÖ verlor 110.000 Stimmen an die FPÖ und 82.000 Stimmen an das BZÖ. Warum man aus Protest diese Parteien wählt, sei jedoch dahingestellt. Ich zumindest hätte so manch andere Parteien zu empfehlen.

Der Parteiobmann der SPÖ, Werner Faymann, hat nach dem heutigen Parteipräsidium ihre Verhandlungsrichtung vorgelegt. Er schwört sich auf eine Koalition mit der ÖVP ein, eine Kenia-Koalition (Rot-Schwarz-Grün) halte er für “nicht sinnvoll”. Und wenn es die beiden Parteien denn schaffen, eine Regierung zu bilden (und das wäre durchaus wünschenswert), sollen sie sich einfach wieder auf die Arbeit konzentrieren. Und dann werden bei der nächsten Wahl die Proteststimmen wieder zurückkommen.

Außerordentlich traurig finde ich außerdem das Ende des Liberalen Forums. Das Büro ist aufgelöst, der Heide-Schmidt-Blog ist beinahe geschlossen, und Heide Schmidt steht nicht mehr zur Verfügung und beschließt damit auch das Ende der Partei: “Der Wählerwille habe gezeigt, dass eine liberale Partei in diesem Land anscheinend nicht erwünscht ist”. Schade, denn ich denke, wenn die Partei Aufbauarbeit investiert hätte, all die Jahre bis zur nächsten Wahl, wären sie beim nächsten Mal sicherlich im Nationalrat. Das man so schnell aufgeben würde, hat mich überrascht. 

Und so sah ich die Entwicklung kommen. Es hätte diese Neuwahl einfach nie geben dürfen. Denn schon als Wilhelm Molterer am 7. Juli die Koalition mit “Es reicht!” beendete, wusste ich, dass vor allem die rechten Parteien davon profitieren würden. Von einem Rechtsruck würde ich aber nicht sprechen.

Abschließend möchte ich Dieter für dieses wunderbare Projekt bedanken. Es ist unglaublich, was er in den letzten drei Monaten aus dem Boden gestampft hat. Vielen Dank, dass ich mitarbeiten durfte, es hat mir außerordentlich Spaß gemacht. 

Liberales Forum: Bundessprecher Alexander Zach tritt zurück.

Dienstag, September 23rd, 2008

Von karli gerade erfahren und im Heide Schmidt Blog gelesen: Aktuell: Bundessprecher Alexander Zach tritt zurück:

Das LIF zeigt, dass die selbst auferlegten Anforderungen an eine ehrliche und offene politische Kultur nicht nur hohle Phrasen sind: Nachdem die Negativkampagne gegen seine Person pünktlich zum Wahlkampfende ihren Höhepunkte erreicht hat, legt Bundessprecher Alexander Zach - anders als viele rücktrittsreife Berufspolitiker der letzten Jahre - Funktion und Mandat nieder. Interimistische Nachfolgerin wird Heide Schmidt.

Ich finde diesen gesetzten Schritt absolut richtig. Schade, dass das Thema “Eurofighter” gerade eine kleine Partei treffen mußte. Wie sieht es bei den Großparteien aus?

Online-Medien-Spiegel
derstandard.at: http://derstandard.at/?url=/?id=1220458816922
oe24.at: Eurofighter-Lobbying: LIF-Chef Zach zurückgetreten - Schmidt übernimmt
diepresse.com: LIF: Zach stolpert über EADS-Lobbying
kleine.at: Zach geht als LIF-Chef
orf.at: LIF-Chef Zach tritt zurück

Wahlprogramme: Das Wahlprogramm des Liberalen Forums

Freitag, September 19th, 2008

Neuwal. Liberales Forum. (neuwal.com)

Das Liberale Forum tritt dieses Jahr nach der Pause bei den Nationalratswahlen 2006 wieder an. Spitzenkandidatin ist Heide Schmidt, die Gründerin der 1993 von der FPÖ abgespalteten Partei. Auf der Homepage des Liberalen Forums findet man das Wahlprogramm, welches umfassend sehr viele Themen befasst. Ich habe es mal so gut es geht zusammengefasst.
» weiter zum ganzen Artikel

Karin Resetarits (LIF) im Gespräch mit Neuwal: “Was für die Grünen der Umweltschutz ist, ist für uns Liberale die Bildung.”

Sonntag, September 7th, 2008

Neuwal. Karin Resetarits (neuwal.com)

Karin Resetarits tritt in Salzburg für das Liberale Forum an. Wir haben sie beim LIF Wahlkampfauftakt am 4. September 2008 getroffen und einige Worte mit ihr gewechselt.

Ich frage mich, in welchen Punkten sich das Liberale Forum von den Grünen unterscheidet. Resetarits meint, es gibt viele Gemeinsamkeiten  - Unterschiede findet man vorallem in der Wirtschaftspolitik und Bildung.

Vorallen in Deutschland sind Gelb und Grün sehr einheitlich unterwegs. Ein Modell, das sie sich auch für Österreich vorstellen kann.

Preview: Ich freue mich kommende Woche auf das Gespräch mit der Spitzenkandidatin Heide Schmidt!

—–
Neuwal: Frau Resetarits, heute ist der Wahlkampfauftakt des Liberalen Forums.

Karin Resetarits (LIF Salzburg): Mir geht es sehr gut. Es ist ein sehr guter Tag für mich, weil ich seit 2005 im Europaparlament im Liberalen Fraktion bin. Ich sehe immer wieder, wie wichtig liberale Politik in ganz Europa ist. Ich habe es immer Jammerschade gefunden, dass wir das in Österreich nicht haben. Die Hoffnung ist groß und es ist eine wirkliche Chance da - ich bin überzeugt, dass wir es am 28. September schaffen.

Neuwal: Welche Chancen sehen Sie für das Liberale Forum?

Karin Resetarits (LIF Salzburg): Ich sehe die Chance, dass wir die Vier-Prozent-Hürde schaffen werden. Viele Leute sind angefressen und wissen nicht, was sie wählen sollen. Auf der einen Seite gibt es das Spektrum der Angstmacher-Parteien, der Negativen und der Raunzer. Diese Personen werden und wollen wir nicht ansprechen. Wir möchten diejenigen ansprechen, die daran glauben, dass Politik noch immer Kraft hat, man positiv verändern kann und wir dafür eigentlich ein sehr gutes Angebot haben. Also genau diese Leute, die von den etablierten Parteien genug haben und sich denken “endlich kommt da jemand mit konstruktiven Ideen”.

Neuwal: Die Grünen und das Liberale Forum haben viele Gemeinsamkeiten: Wo sind die Unterschiede?

Karin Resetarits (LIF Salzburg): Das kann ich ganz klar sagen, weil wir das im Europaparlament jeden Tag mitbekommen. In gesellschaftspolitischen Anliegen sind wir Schulter-an-Schulter mit den Grünen und verstärken alle Ideen. In diesem Bereich sind wir Eins.

Im wirtschaftspolitischen Bereich jedoch nicht. Für uns Liberale ist der Mensch, das Individum wichtiger als der Staat. Das heißt, daß wir einen sehr schlanken und effizienten Staat wollen, dem wir auch nur einige wesentliche Aufgaben übertragen. Gleichzeitig möchten wir die Eigenverantwortung des Menschen stärken. Ein Weg dazu ist “mehr Bildung”.

Was für die Grünen der Umweltschutz ist, ist für uns Liberale die Bildung.

Nur mit viel Bildung und einem lebensbegleitenden Lernen ist der Mensch allen Herausforderungen gewappnet. Dann hat er auch die Kraft, selber Entscheidungen zu treffen. Er kann dann vieles leichter durchschauen und wird nicht mehr so leicht beeinflussbar.

Neuwal: Was ist ihre Vision von einem Europa?

Karin Resetarits (LIF Salzburg): Meine Vision ist, dass nur Europa vor den wirklich großen Herausforderungen (Klimawandel, neue Energien finden, Teuerung) Schutz bieten kann. Der Einzelne Nationalstaat wird nicht viel ausrichten können. Und deswegen brauchen wie Europa: Europa gibt und bringt uns Schutz.

Schutz kann uns Europa nur bringen, wenn Europa stark ist. Momentan machen wir allerdings dieses Europa schwach. Die Menschen müssen erkennen, dass wir in einer anderen Zeit leben: Europa ist genauso unseres wie es Österreich ist. Genau das müssen wir den Menschen noch viel mehr überzeugend vermitteln. Dafür trete ich ein und dafür stehe ich.

Rudi Vouk (LIF) im Gespräch mit Neuwal: “Jeder ist irgendwo eine Minderheit.”

Freitag, September 5th, 2008

Neuwal. LIF Wahlkampfauftakt im Palmenhaus. (neuwal.com)

Rudi Vouk ist Spitzenkandidat des Liberalen Forums in Kärnten. Er tritt dort in Kooperation mit der slowenischen Einheitspartei “Enotna Lista” an.

Ich traf Rudi Vouk beim Wahlkampfauftakt des LIFs in Wien und konnte einige Worte mit ihm wechseln.

Vouk wünscht sich einen Wahlerfolg des Liberalen Forums bei den Nationalratswahlen und weiters eine Mitgestaltung in einer künftigen Regierung. Das Einbringen von Volksgruppenthemen ist ihm ein großes Anliegen.

Im Vertrag mit dem LIF ist der Enotna Lista völlige Autonomie zugesichert. Rudi Vouk ist als Spitzenkandidat des Bündnisses in Kärnten nur der EL verpflichtet.

Informationen gibt es auf der Website der Enotna Lista bzw. hier in einem von der EL bereitgestellten Interview mit Rudi Vouk:

—–
Neuwal: Wie geht es Ihnen beim Wahlkampfauftakt der Liberalen?

Rudi Vouk (LIF Spitzenkandidat Kärnten): Es läuft alles planmäßig. Wir in Kärnten hatten unseren Wahlkampfauftakt schon etwas vorher. Die Stimmung ist bei uns sehr optimistisch.

» weiter zum ganzen Artikel

Wahlkampfauftakt des Liberalen Forums im Wiener Palmenhaus.

Freitag, September 5th, 2008

Neuwal. LIF Wahlkampfauftakt im Palmenhaus. (neuwal.com)Neuwal.Neuwal. LIF Wahlkampfauftakt im Palmenhaus. (neuwal.com)Neuwal. LIF Wahlkampfauftakt im Palmenhaus. (neuwal.com)

Wahlkampfauftakt des Liberalen Forums am frühen Abend des 4. Septembers im Wiener Palmenhaus. Heiss wars, gelb wars und ziemlich voll wars. Das Publikum interessant und es wirkte sehr gebildet.

Heide Schmidt macht an potentielle WählerInnen Angebote: An jene, die keine Koalition mit der SPÖ und der Kronen Zeitung eingehen wollen. An jene, die mit dem Niveau der FPÖ-Politik nicht zurecht kommen - hier nimmt man auch gleich die ÖVP-WählerInnen mit. Gleichzeitig spricht das Liberale Forum auch alle bisherigen Grün-WählerInnen an - der Unterschied zur grünen Politik ist gering, es gibt viele Gemeinsamkeiten. Der Unterschied zwischen Gelb (”Geld”) und Grün mache sich in den wirtschaftlichen Themen bemerkbar.

Schmidt’s Angebot lautet: “Wir sind ein Angebot für eine neue politische Kultur” und möchte mit “Fairness in die Regierung”.

Karlheinz Hackl (SKÖ) lies per Pressemitteilung eine Wahlempfehlung für das Liberale Forum verkünden:

Es gibt vier große Parallelen zwischen dem SKÖ und dem Liberalen Forum, die mir wichtig sind: die Haltung zur Kultur sowie zur gesellschaftlichen Kultur, das soziale Engagement, frauenpolitische Aspekte und das wirtschaftliche Konzept. Deshalb empfehle ich, das LIF zu wählen.

Ich finde, ein Einzug des Liberalen Forums ins Parlament würde der österreichischen Politik gut tun: Als Gegenpol zu bestehenden Bewegungen, als Unterstützung und “Auffrischung” der bisherigen grünen Politik. Und als eigenständige Partei, die Themen voranbringt und Veränderungen umsetzt und neue Konfrontationen findet.

Spannende Tage: TV-Konfrontation und Wahlkampfauftakt von ÖVP und LIF

Donnerstag, September 4th, 2008

Neuwal. Es ist Wahlkampfzeit. (neuwal.com)

Dichter Zeitplan für Neuwal: Heute Abend sind wir LIVE beim Wahlkampfauftakt des Liberalen Forums und danach gleich bei der TV-Konfrontation Alexander van der Bellen (Die Grünen) und Jörg Haider (BZÖ) dabei. Morgen Abend berichten wir aus Graz vom Wahlkampfauftakt der ÖVP.

Jede Menge Möglichkeiten um Informationen, Statements und Meinungen von PolitikerInnen einzuholen.

—–

Daher mein Aufruf - habt ihr Fragen, Ideen, Vorschläge, Feedback? Ich denke, ich bekomme hier wieder direkten Kontakt zu allen wesentlichen Personen:

TV-Konfrontation
Alexander van der Bellen, Jörg Haider, Wahlkampfleiter BZÖ und Grüne, Peter Filzmaier, Sophie Karmasin.

Liberales Forum: Wahlkampfauftakt
Heide Schmidt und alle wesentlichen Akteure

ÖVP: Wahlkampfauftakt
Wilhelm Molterer und alle wesentlichen Akteure

Gebt mir bitte Bescheid, mailt mir (dieter@neuwal.com), twittert mir (http://www.twitter.com/NEUWAL) oder schreibt mir einen Kommentar mit Fragen, Inputs und Vorschlägen.

Wenn das Herz links schlägt …

Mittwoch, September 3rd, 2008

… dann ist erstmal physiologisch alles ok - und wir müssen nicht zum Arzt.

Aber die Wahlplakate der KPÖ kränkeln doch ordentlich.

Neuwal. KPÖ-Plakat (neuwal.com)

Die Politik der letzten Jahre liefert einen verwertungssicheren Steilpass für alle Linkskampagnen (ja eh, auch für die Rechten).

Und dann kommt der Pass, der Stürmer steht bereit - und versemmelt die Chance stümperhaft.

Engagieren das LIF und die KPÖ den gleichen Werbetexter für ihre Plakate?

Wie kann man Parteien wählen, die so offensichtlich (und offensiv) nicht daran interessiert sind zu gewinnen?

Wie kann es sein, dass jeder x-beliebige Strohhalmhersteller besser kommuniziert als Verbünde, die eigentlich wissen müssten, dass Kommunikation für ihren Erfolg einfach alles ist? Politik ist Kommunikation.
Nein, das ist nicht mehr “charmant-unprofessionell”, dass ist nur noch fahrlässig und dumm.

Wer nur 1% der Mediakosten (Produktion und Hängung bzw. Schaltung) in die Kreation stecken würde, wäre groß raus. Es ist ja nicht so, dass die großen Parteien die Latte immens hoch angesetzt hätten. Aber von den kleine Parteien muss sich wirklich keine mehr aufregen, wenn wir wieder eine große Koalition bekommen.

Wie schon ganz im Vorfeld erwähnt: Wähler wählen nicht die Besten, sondern die am wenigsten Schlechten.

Und irgendwie haben sie damit Recht. Was sollen sie denn sonst tun?

Liberales Forum 2.0. Alles neu im Online-Bereich - der Heide Schmidt Blog.

Montag, September 1st, 2008

Neuwal. Liberales Forum 2.0. Alles neu. (neuwal.com)Neuwal. Liberales Forum 2.0. Alles neu. (neuwal.com)

Irgendwie ist so eine Neuwahl doch nicht ganz so schlecht. Es zeigt, was in so kurzer Zeit alles möglich ist, welche Ideen und Konzepte in wenigen Wochen umgesetzt werden. Es ist schön zu sehen, dass einige Parteien ihre Websites der Zeit anpassen und verbessern und neue Schritte gehen. Jeder Versuch ist gut und zu honorieren. Jede Partei geht ihre eigenen Wege und lernt so dazu. Das ist gut so. 

Ein aktuelles Beispiel ist das ”Liberale Forum“, das sich derzeit Online vernetzt: Eine neue Website ist heute (1. Sep. 2008) online gegangen, ein Heide-Schmidt-Blog schon vergangene Woche und eine Community zur Selbstorganisation für LiF-UnterstützerInnen folgt in wenigen Tagen. Alles darauf ausgelegt, mit Usern und potentiellen WählerInnen in Kontakt zu treten.

» weiter zum ganzen Artikel

Neuwal: Universelle Werbung. Politik im Vergleich mit IT

Sonntag, August 31st, 2008

“Die neue Wahl”. “Der neue Faymann”.

Als ich den Slogan “Die neue Wahl” der SPÖ bei der Stadtausfahrt von Wien von der Autobahn aus lesen konnte, kombinierte ich zuerst in Richtung “Der neue Faymann” - ein neues Auto.

Ich überlegte weiter und kam zum Punkt, dass sich sämtliche Kampagnen auf IT-Produkte und IT-Firmen umlegen lassen. Klar, es geht ja um plakative Positionierung.

» weiter zum ganzen Artikel

Die Politik am Irrweg Web 2.0

Sonntag, August 24th, 2008

In etwas mehr als einem Monat wird Österreich sich entscheiden, wer die nächsten (womöglich) fünf Jahre im Nationalrat sitzen soll. Und im Gegensatz zum letzten Wahlkampf bemerkt man die mediale Überflutung durch Wahlwerbung nicht nur im TV, den Printmedien oder auf Plakatwänden. Denn neben den herkömmlichen Parteihomepages haben auch so manche Spitzenkandidaten ihre eigenen Seiten, und Partei-Community-Seiten sprießen nur so aus dem Boden.

Ich hätte hier jetzt wieder alle Seiten der Parteien verlinken können, doch heute möchte ich hinterfragen, was sich die Parteien erwarten und welche Resonanz sie bekommen.

» weiter zum ganzen Artikel

Schade: Sparkurs bei der LIF-Kampagne.

Freitag, August 22nd, 2008


Aufrichtigkeit.
Offenheit.
Ehrlichkeit.
Das wäre doch eine Dreierkoalition für die nächste Regierung.

Kurz.
Aktivierend.
Ohne Konjunktiv.
Das sind die Texte, die funktionieren.

Ein werbliches Drama spielt sich in den Plakaten des LIF ab.

Sperrige, durch nichts bewiesene Floskeln, garniert mit einer unnahbaren Kandidatin vor weißer Mauer. Klar, wir wissen ja, dass Österreich eher intellektuell und designorientiert ist - und überbordende Stilisierung und Verbrämung hasst.

DaumenxPi kostet ein echt guter Werbetexter für so eine Plakatheadline inkl. Konzept ca. 2000,-.

Klar, machen das manche für weniger, klar manche für mehr. Aber DIE Kohle hätte man sich nicht sparen dürfen.

Schade eigentlich: Man kann ja zum LIF und zu Heide Schmidt stehen wie man will - eine (parlamentarische) Bereicherung wäre sie persönlich und die Gruppierung um sie herum auf jeden Fall.

Das wird nun wohl nix. Oder kommt man so über 4%?

Aktuelle Wahlumfragen zur Nationalratswahl 2008

Montag, August 4th, 2008

Hier finden Sie aktuelle Wahlumfragen - zusammengefasst von österreichischen Medieninstituten bzw. von Wikipedia.

Auch orf.at bietet eine Übersicht über aktuelle Wahlumfragen.

Aktueller Stand: Samstag, 27. September 2008, 17:30 Uhr

Ich bemühe mich, die Statistiken so aktuell und richtig zu halten wie es möglich ist. Falls sich irgendwo Fehler einschleichen sollten - bitte einfach posten, vielen Dank!

1. Umfrage: Parteien
Parteiumfrage aktuell | Parteiumfragen Gesamt | Parteiumfragen im Detail | Parteiumfragen: Gallup | Parteiumfragen: OGM | Parteiumfragen: market | Parteiumfragen: IMAS

2. Mandate 2008 (basierend auf Umfragewerte)
Mandate 2008: Übersicht | Mandate 2008: Grafische Übersicht | Mandate 2008: Grafische Übersicht

3. Mögliche Koalitionen (basierend auf Mandate und Umfragewerte)
Grafische Übersicht: Mögliche Koalitionen | Tabellarische Übersicht: Mögliche Koalitionen | Top-Koalitionen

4. Nationalratswahl 2006
Nationalratswahl 2006: Ergebnisse | Vergleich: Umfragen und Nationalratswahl 2006 - Tabelle | Vergleich: Umfragen und Nationalratswahl 2006 - grafisch

5. Vergleich: Nationalratswahl 2006 und Prognosen 2008
Vergleich: Umfragen und Nationalratswahl 2006 - graphisch

6. Nationalratswahl 2006
Nationalratswahl 2006: Ergebnisse | Nationalratswahl 2006: Mandate

7. Kanzlerfrage
Kanzlerfrage Gesamt | Kanzlerfrage Detail | Kanzlerfrage Gallup | Kanzlerfrage market | Kanzlerfrage market

————————————————–

1. PARTEIEN

1.1. Parteiumfrage aktuell

Animation wird geladen…

 

1.2. Parteiumfragen Gesamt

Animation wird geladen…

 

1.3. Parteiumfragen im Detail

Datum Institut SPÖ ÖVP GRÜ FPÖ BZÖ LIF FRI KPÖ DC Andere
2008-09-27 gallup 29 27 12 17 8 3 2 0 0 0 2
2008-09-24 market 29 27 10 19 8 3 2 0 0 0 3
2008-09-20 OGM 29 26 11 18 8 4 0 0 0 0 4
2008-09-18 gallup 28 26 12 17 8 4 3 0 0 0 2
2008-09-17 market 29 26 11 20 6 3 2 0 0 0 3
2008-09-13 OGM 28 26 12 18 8 4 2 0 0 0 2
2008-09-12 gallup 28 27 12 16 6 4 3 0 0 0 4
2008-09-10 market 29 27 11 18 7 3 2 0 0 0 3
2008-09-06 OGM 29 27 12 17 7 4 3 0 0 0 1
2008-09-05 gallup 28 27 12 17 6 4 3 0 0 0 3
2008-09-03 market 28 25 12 20 6 3 3 1 1 0 1
2008-08-30 imas 27 26 13 18 7 4 3 1 1 0 0
2008-08-28 gallup 27 26 12 19 5 4 4 0 0 0 3
2008-08-27 market 28 26 13 20 4 3 3 0 0 0 3
2008-08-21 gallup 25 26 15 18 6 4 4 0 0 0 2
2008-08-20 market 26 27 14 20 5 0 0 0 0 0 8
2008-08-17 OGM 26 31 13 17 4 0 0 0 0 0 9
2008-08-14 gallup 27 28 15 17 5 3 4 0 0 0 1
2008-08-08 gallup 26 26 14 19 6 3 6 0 0 0 0
2008-08-01 gallup 23 26 15 17 7 5 7 0 0 0 0
2008-07-25 gallup 25 29 14 15 7 4 6 0 0 0 0
2008-07-19 imas 24 29 15 20 4 0 5 0 0 0 3
2008-07-17 gallup 24 26 16 19 5 2 6 0 0 0 2
2008-07-12 integral 28 31 14 16 4 0 5 0 0 0 2
2008-07-10 gallup 21 23 14 18 5 2 7 0 0 0 10
2008-07-09 market 26 33 14 22 4 0 0 0 0 0 1
2008-07-02 market 27 33 14 21 3 0 0 0 0 0 2

 

1.4. Parteiumfragen: Gallup

Animation wird geladen…

 

1.5. Parteiumfragen: OGM

Animation wird geladen…

 

1.6. Parteiumfragen: market

Animation wird geladen…

 

1.7. Parteiumfragen: IMAS

Animation wird geladen…

————————————————–

 

2. MANDATE

Diese Mandatsberechnung basiert auf Grundlage der letztgültigen aktuellen
Wahlumfrage
. Berechnet wurden die Mandate mit einem Excel-File
von Univ.Doz. Dr. Erich Neuwirth
.

Die Wahlbeteiligung wird mit 75 % angenommen ebenso eine Abgabe von ungültigen Stimmen von 1,8 %

Anmerkung: Um insgesamt 92 Mandate (= Mehrheit) zu erreichen, werden in Summe 48 bis 49 % erreicht werden müssen. Bei der Mandatsverteilung gibt es Grundmandate und Restmandate, die hier nicht berücksichtigt worden sind.

2.1. Übersicht

Mandatsberechnung basierend auf Umfrage von gallup, 27.09.2008

%
Absolut
Wahlberechtigte
6,332.931
Wahlbeteiligung
75 %
4,749.698
Ungültig
1,8 %
85.494
Gültig
4,664.204

Umfrage
NRW 2008
Absolut
Mandate
Mandate
2006
Differenz
SPÖ
29 %
1,344.066
58
68
-10
ÖVP
27 %
1,251.404
54
66
-12
Die Grünen
12 %
555.974
23
21
+2
FPÖ
19 %
787.629
33
21
+12
BZÖ
8 %
370.649
15
7
+8
LIF
3 %
138.993
0
0
0
FRITZ
2 %
92.662
0
0
0
Andere
2 %
92.662
0
0
0

 

2.2. Vergleich: Mandate 2006 und 2008 (basierend auf Umfrage)

You need to upgrade your Flash Player

 

2.3. Mandate 2008 Übersicht (basierend auf Umfrage)

Animation wird geladen…

Neuwal im Gespräch.

 

3. MÖGLICHE KOALITIONEN

3.1. Grafische Übersicht: Mögliche Koalitionen

You need to upgrade your Flash Player

 

3.2. Tabellarische Übersicht: Mögliche Koalitionen

Hier sehen Sie eine Übersicht der möglichen Koalitionen. Möglich bedeutet, dass die gemeinsame Anzahl an Mandaten möglicher Koalitionen mehr als die Hälfte der berechneten Mandatszahl ergibt - also mindestens 92.

Direktmandate sind hier nicht berücksichtigt.

Grün hinterlegt sind mögliche Koalitionen mit einer Gesamtmandatszahl von mindestens 92.
Orange sind jene ab einer Mandatszahl von 86 hinterlegt (Schwankungsbreite).
Rot sind derzeit keine Mehrheitskoalitionen.

Datum Institut SPÖ ÖVP GRÜ FPÖ BZÖ LIF FRI KPÖ DC Andere Gesamt
2008-09-27 gallup 58 54                   112
    58     33               91
    58       15             73
    58         0           58
    58           0         58
    58   23                 81
    58   23 33               114
    58   23   15             96
    58   23     0           81
    58   23       0         81
    58     33 15             106
    58     33   0           91
    58     33     0         91
    58       15 0           73
    58       15   0         73
    58         0 0         58
 
Datum Institut SPÖ ÖVP GRÜ FPÖ BZÖ LIF FRI KPÖ DC Andere Gesamt
2008-09-27 gallup   54 23                 77
      54   33               87
      54     15             69
      54       0           54
      54         0         54
      54 23   15             92
      54 23     0           77
      54 23       0         77
      54 23 33               110
      54   33 15             102
      54   33   0           87
      54   33     0         87
      54     15 0           69
      54     15   0         69
      54       0 0         54
 
Datum Institut SPÖ ÖVP GRÜ FPÖ BZÖ LIF FRI KPÖ DC Andere Gesamt
2008-09-27 gallup     23 33               56
        23   15             38
        23     0           23
        23       0         23
        23 33 15             71
        23 33   0           56
        23 33     0         56
        23   15 0           38
        23   15   0         38
        23     0 0         23
 
Datum Institut SPÖ ÖVP GRÜ FPÖ BZÖ LIF FRI KPÖ DC Andere Gesamt
2008-09-27 gallup       33 15             48
          33   0           33
          33     0         33
          33 15 0           48
          33 15   0         48
          33   0 0         33
            15 0           15
            15   0         15
            15 0 0         15
              0 0         0

3.3. Top-Koalitionen

Hier sehen Sie einen Auszug, der zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlichen möglichen Koalitionen. Möglich bedeutet, dass die gemeinsame Anzahl an Mandaten möglicher Koalitionen mehr als die Hälfte der berechneten Mandatszahl ergibt - also mindestens 92.

Direktmandate sind hier nicht berücksichtigt.

Grün hinterlegt sind mögliche Koalitionen mit einer Gesamtmandatszahl von mindestens 92.
Orange sind jene ab einer Mandatszahl von 86 hinterlegt (Schwankungsbreite).

Datum Institut SPÖ ÖVP GRÜ FPÖ BZÖ LIF FRI KPÖ DC Andere Gesamt
2008-09-27 gallup 58 54                   112
    58     33               91
    58   23 33               114
    58   23   15             96
    58     33 15             106
    58     33   0