Artikel in Wien 2010
Ein Bürgermeisterkandidat tritt ab.
Nein, es ist (noch) nicht Christine Marek, die nach der Wahlniederlage vom 10. Oktober 2010 in Wien den Hut zieht.
Der Traum vom grünen Speckgürtel ist vorerst passé, doch noch gibt es keine blauen Flecken – trotz FPÖ-Durchmarsch in den wichtigen Flächenbezirken. Die letzten Bastionen der Schwarzen können nur hauchdünn gehalten werden. WIFF und WIR gelingen mit ihren Listen kleine Coups.
Die Fernsehbilder gestern zeigten rote Anhänger mit Tränen in den Augen, schwarze Politikprofis mit versteinerter Miene, enttäuschte Grüne Gesichter und blauer Jubel, der den Sprechchören nach eher auf den Sieg im Wiener Derby statt auf 27% bei den Wahlen schließen ließ. Die Parteien waren sich einig, Strache hat gewonnen, alle anderen verloren. Doch auch das stimmt nicht ganz.
Die Schlacht ist geschlagen, die Parteisoldaten sind müde. Egal, wie die genauen Zahlen aussehen werden: Häupl muss zurücktreten, damit die nächste Generation mit den Blauen koalieren kann. Die Steiermark wird folgen.
Die ÖVP hatte es in diesem Wahlkampf nicht besonders einfach. Stadtpartei-Chefin Christine Marek kämpft gegen den Erwartungsdruck, allerdings machen ihr auch eigene Fehler zu schaffen. Im Wiener Wahlkampf positionierte sie sich leicht rechts von Margareth Thatcher. Ein Interview.
Den Anfang machte die FPÖ mit ihren unsäglichen “Wiener Sagen”. Die Grünen mussten folgen, denn sie lassen in diesem Wahlkampf keinen Spaß aus. Nun hat es auch die SPÖ getan: im düsteren Comicstil kämpfen Gute gegen Böse. Was steckt dahinter?
In der dritten und abschließemdem Diskussionsrunde der Frischlingsrunde 2010 ging es um das zukunftsträchtige und in Österreich stets heiß umkämpfte Thema Bildung. Die Einstellungen reichen vom elitären “Bildungsmarkt” bis zum “Menschenrecht auf Bildung”. Grüne, Jungen …
Wenn der Blick nach Wien mal wieder zu frustrierend wird, hilft es vielleicht, etwas weiter in die Ferne zu schweifen. Lesen Sie hier, was Wien von Berlin lernen kann!
Der Wahlkampfauftakt der SPÖ war nicht nur visuell ziemlich beeindruckend: 7.000 Besucher zählte die Veranstaltung offiziell, die verkleinerte Stadthalle prall gefüllt mit Anhängern und Sympathisanten, die rot blinkenden SPÖ-Herzen wie einen Orden an der Brust. neuwal.com war dabei!
Knalleffekt in der Josefstadt: Die langjährige ÖVP-Bezirksrätin Doris Stark wechselt zu Echt Grün und kämpft ab sofort für die Wiederwahl von Heribert Rahdjian. Neuwal.com hat als erstes Medium mit ihr gesprochen!
Mit seinem “Dieser Wahlkampf ist genauso wichtig wie die Schlacht von Stalingrad!”-Sager sorgte er für Wirbel. Die Frage, die sich dabei aufdrängt, hat SPÖ-Shootingstar Peko Baxant unlängst selbst gestellt: “Wag the dog – Wie weit darf Wahlkampf gehen?”
Das “Schlacht von Stalingrad”-Zitat ist nicht neu. Im Rahmen von Peko Baxants “Wag the Dog”-Podiumsdiskussion im Wiener Flex hat sich eine sehr spannende Debatte zur Wiener Wahl entsponnen. neuwal.com gibt exklusiv die Highlights wieder.
Im Grunde genommen könnte sich die Wiener SPÖ genüsslich zurücklehnen und die Wochen bis zur Wahl am 10. Oktober am Würstelstand verbringen. Denn die Oppositionsparteien bemühen sich scheinbar nicht gerade sehr, die Absolute der Roten zu brechen. Wie ÖVP, FPÖ und die Grünen Wahlkämpfer für Häupl wurden…
13 Parteien im Video-Kurzportrait der Ameisenrunde. Es war eine Premiere: Zum ersten Mal standen sich Parteien gegenüber, die bei den Wienwahlen 2010 um Unterstützungserklärungen kämpfen und zur Wahl antreten möchten. neuwal und ichmachpolitik.at haben am Montag, 23. August 2010 gemeinsam zu einer Ameisenrunde eingeladen:
“demokratie.at habe ich schon vor fünf Jahren gekauft und reserviert. Ich freue mich, dass jetzt endlich die Zeit gekommen ist, sie einzusetzen“, erzählt Oliver Peter Hoffmann ganz stolz. Herr Hoffmann ist designierter Spitzenkandidat des Wahlbündnisses “Plattform Direkte Demokratie“.
Plötzlich ging alles ganz schnell. Kaum aus dem Ibiza-Urlaub zurückgekehrt, zündete FPÖ-Mastermind HC Strache die nächste Stufe der Wiener Wahl, für manche “die Mutter aller Schlachten”. Mit dem Slogan “Mehr Mut für unser Wiener Blut” und dem Zusatz “Zu viel Fremdes tut niemandem gut.” Jetzt schlägt die linke Szene verbal zurück, und es wird noch blutiger. Schön ist anders.
Jene, die uns „naive Gutmenschen“ milde belächelten, werden sich wohl etwas gewundert haben. Seit dem Ableben des Zeitungstycoons Dichand tut sich etwas im Reich der Krone. Abgesehen von den „Die-hards“ und dem Kleinbiotop Leserbriefseite ist der Ton tatsächlich ein anderer geworden, punktuell lehnt man sich sogar ungewohnt weit aus dem Fenster. Aktuelles Beispiel: der Verriss der “Wiener Blut”-Plakate.
Dieser Tage ist ein neues FPÖ-Plakat in Wien aufgetaucht. Rein optisch folgt es den bekannten Klassikern, inhaltlich wurde aber nochmals an der Eskalationsschraube gedreht. Eine Windung zu viel! Wir leisten Widerstand, die Nazi-Keule lassen wir stecken.
neuwal hat Dr. Karl Newole als erstes Medium in seinem Büro im Ersten Wiener Gemeindebezirk getroffen, noch vor seinem geplanten Gang an die Öffentlichkeit – quasi “exklusiv”. Der gebürtige Kärntner ist Rechtsanwalt in Wien und möchte mit seiner unabhängigen Bürgerliste den Ersten Bezirk erobern.
Österreich hat zwar kein Meer, aber es hat Piraten – und das ganz offiziell. Fertig mit Lachen? Gut so, denn die Piraten Partei Österreichs (PPÖ) war immerhin der erste internationale Ableger der 2006 in Schweden gegründeten Mutterpartei, die sogar EU-Abgeordnete stellt.


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