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	<title>neuwal &#187; Liberales Forum</title>
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		<title>Angelika Mlinar (LIF): &#8220;Ich bin gegen den Ortstafel-Kompromiss, der die Volksgruppe abschafft&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 06:22:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Egger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ein neues Kärnten]]></category>
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		<category><![CDATA[Kärntner Ortstafellösung]]></category>
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		<description><![CDATA[LIF-Bundessprecherin Angelika Mlinar erklärt im neuwal-Interview, warum sie den Kompromiss für gefährlich hält, wie er ihrer Meinung nach aussehen müsste - und warum Kärnten die Bewohner davonlaufen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2011/04/19/angelika-mlinar-lif_ortstafel-kompromiss/' addthis:title='Angelika Mlinar (LIF): &#8220;Ich bin gegen den Ortstafel-Kompromiss, der die Volksgruppe abschafft&#8221; '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><div>
<p>LIF-Bundessprecherin Angelika Mlinar war von Mai 2009 bis Juli 2010 Generalsekretärin des Rates des Kärntner Slowenen. Derzeitiger Rats-Obmann ist Dr. Valentin Inzko. Als Angehörige der Volksgruppe geht ihr das Thema auch emotional nahe. Im neuwal-Interview erklärt sie, warum sie den Kompromiss für gefährlich hält, wie er ihrer Meinung nach aussehen müsste &#8211; und warum Kärnten die Bewohner davonlaufen.</p>
</div>
<p><span id="more-11243"></span><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-11278" title="procontra" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2011/04/procontra.jpg" alt="" width="560" height="50" /></p>
<blockquote><p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6752" title="AngelikaMlinar_LIF_(C)LiberalesForum" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/09/AngelikaMlinar_LIF_CLiberalesForum-185x123.jpg" alt="Angelika Mlinar, LIF-Spitzenkandidatin für die Wien-Wahl 2010, (C) Liberales Forum" width="185" height="123" /> Die studierte Juristin <strong>Angelika Mlinar</strong> wurde 1970 in Kärnten geboren. Sie ist Angehörige der slowenischsprachigen Volksgruppe in Kärnten. Erste politische Erfahrungen sammelte sie als Assistentin von Friedhelm Frischenschlager im Europaparlament. Nach diversen Tätigkeiten in europäischen Institutionen machte sie sich selbstständig. 2008 leitete sie den Wahlkampf des liberalen Kärntner Spitzenkandidaten Rudi Vouk. Von Mai 2009 bis Juli 2010 war sie Generalsekretärin des Rates des Kärntner Slowenen. 2009 wurde sie zur Bundessprecherin des Liberalen Forums gewählt, 2010 trat Mlinar als Spitzenkandidatin zur Wien-Wahl an.</p></blockquote>
<blockquote><p><img class="alignleft size-full wp-image-9324" title="neuwal-in-a-nutshell" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/12/neuwal-in-a-nutshell1.png" alt="" width="123" height="99" />neuwal hat Angelika Mlinar telefonisch interviewt. Geplant war ein Pro- und Contra-Gespräch mit Kärntens Landshauptmann Gerhard Dörfler, das aus Termingründen nicht zustandekam. Mlinar hat bereits mehrfach sehr kritisch zum Thema Ortstafelkompromiss Stellung genommen. Im neuwal-Interview vertritt sie die Meinung, dass die Minderheitenfrage gesamt betrachtet werden muss. Den aktuellen Kompromiss empfindet sie als unfair, sie befürchtet, dass die Kärntner Slowenen damit faktisch abgeschafft werden. Als gebürtige Kärnter Slowenin plädiert sie für mehr Großzügigkeit und die Einhaltung der Menschenrechte. Die politische Entwicklung in Kärnten sieht sie in Summe sehr kritisch &#8211; daher würden dem Bundesland auch die Einwohner davonlaufen, meint Mlinar.</p></blockquote>
<div><span class="interviewfrage">Stefan Egger (neuwal): Liebe Angelika Mlinar, du hast dich recht eindeutig positioniert. Warum bist du gegen den derzeit diskutierten Ortstafel-Kompromiss?</span></div>
<p>Angelika Mlinar (LIF): Ich bin gegen den Kompromiss von 17.5% als Voraussetzung für eine zweisprachige Ortstafel. Diese Zahl ist viel zu hoch und steht in keinem Verhältnis zu den Entscheidungen des Verfassungsgerichtshof, die ja schon seit über 10 Jahren &#8220;pending&#8221; sind. Abgesehen davon geht es in erster Linie darum, dass man ein Gesamtpaket für die Volksgruppe aushandeln soll und sich nicht nur auf das leidige Thema &#8211; zugegebenermaßen mit großer Symbolkraft &#8211; der Ortstafel beschränkt.</p>
<div id="interviewfrage-absatz"><span class="interviewfrage">neuwal: Der Richtwert von 10% muss ja in politische Gesetze gegossen werden, mit der regierenden Partei in Kärnten und dem Landeshauptmann. Seit den 60er Jahren gelingt es nicht, sich hier zu einigen. Jetzt gibt es zumindest zwischen Land und Bund eine Einigung. Ist das nicht ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung? </span></div>
<p>Mlinar: Aus einer rein machtpolitischen Argumentation ist das sicherlich richtig. Ich bin der Ansicht &#8211; und das ist auch eine liberale Position -, dass man Verhandlungen und rechtsstaatliche Prinzipien immer einhalten muss. Wir können darüber diskutieren, weil auch der Bundespräsident gesagt hat: &#8220;Es muß zu einer politischen Lösung kommen&#8221; &#8211; das ist einer Demokratie durchaus gerechtfertigt und richtig. [...]</p>
<p>Es ist grundsätzlich zu begrüßen, dass man einen Verhandlungstisch hat. Aber man muss schon auch richtig verhandeln, mit weitergehenden Maßnahmen!</p>
<div class="interviewzitat">&#8220;Man muss vorsichtig sein, was diesen Kompromiss betrifft. Das ist dann so, dass die Volksgruppe damit offiziell abgeschafft ist.&#8221;</div>
<div id="interviewfrage"><span class="interviewfrage">neuwal: Zuletzt gab es unter Wolfgang Schüssel einige Kompromisse und Einigungen. Wenn man sich die Anzahl der Tafeln anschaut, die aufgestellt werden sollen, dann liegen die Zahlen nicht dramatisch weit auseinander. Ist das nicht &#8220;Zahlenreiterei&#8221;, noch dazu, wo Gemeinden das Recht haben, Zusatztafeln anzubringen? </span></div>
<p>Mlinar: Man muß vorsichtig sein, was diesen Kompromiss betrifft. Es geht ja um folgendes: Der Rat der Kärntner Slowenen ist mit der Forderung von 273 Tafeln in die Verhandlungen gegangen. Jetzt geht es bei diesem Kompromissvorschlag um den Vorschlag für ein Verfassungsgesetz ohne Öffnungsklausel (<em>Begriff aus dem Vertragsrecht und stellt eine Klausel dar, die einer oder mehreren Parteien die Möglichkeit einräumt, von dem Vertrag abweichende Aktionen vorzunehmen., Anm.</em>) . Und dann wird das gesamte Paket schon sehr problematisch.</p>
<p>Es scheint, dass dieses Problem damit poliemisch ein für alle mal geschlossen wird. Damit wird es zu einem Casus de lite für die Volksgruppen. Das bedeutet, dass über nichts anderes diskutiert wird, als über die Zahl der Ortstafeln. Das soll in ein Verfassungsgesetz gegossen werden und damit ist das Thema ein für alle mal vom Tisch. Das ist dann so, dass die Volksgruppe damit offiziell abgeschafft ist.</p>
<div id="interviewfrage-absatz"><span class="interviewfrage">neuwal: Im Burgenland gibt es eine funktionierende Lösung und durchaus Kulturförderungen, Schulunterricht in den unterschiedlichen Sprachen&#8230; Nur in Kärnten spießt es sich immer an dem Thema. Wenn das Thema der Ortstafeln gelöst wird, wird dann nicht Platz für neue Themen frei? </span></div>
<p>Mlinar: Das ist ein frommer Wunsch. Auf Grund der politischen Situation halte ich das eher für ausgeschlossen. Ich glaube es müsste wirklich möglich sein &#8211; und ich verstehe nicht, warum es nicht möglich ist &#8211; dass man sich eben mit der Volksgruppe an den Tisch setzt und tatsächlich die Themen wie Kindergarten, Schule, Amts- und Gerichtssprache und auch Topographie sowie eine demokratisch legitimierte Vertretung der Kärntner Slowenen definiert. Dabei sind die Tafeln nur eine von mehreren Themen.</p>
<p>Und das ist eben nicht passiert. Offenbar sind sehr brutale Verhandlungen geführt worden: Brutal von Seiten des Bundes und Landes gegenüber der Volksgruppe. Und das ist ein sehr, sehr unbefriedigendes Ergebnis. Ich spreche für die Volksgruppe. Das ist wirklich nicht in Ordnung, so behandelt man doch in einer Demokratie Menschen nicht.</p>
<div class="interviewzitat">&#8220;Das ist ein sehr unbefriedigendes Ergebnis. So behandelt man doch in einer Demokratie Menschen nicht.&#8221;</div>
<div>neuwal: Liegt es an der Kärntner Bevölkerung, liegt es an der Politik, die das Thema für politisches Kleingeld benutzt hat oder woran liegt es, dass dieses Thema nicht lösbar ist?</div>
<p>Mlinar: Das Thema ist lösbar. Die Atmosphäre in Kärnten ist ganz eigenartig. Sie hat mich auch, als ich damals als Generalsekretärin des Rates der Kärntner Slowenen gearbeitet habe, negativ überrascht. Ich habe nicht damit gerechnet, dass das Verhältnis der Mehrheitsbevölkerung zur Volksgruppe nach wie vor ein derart fast aggressives ist. Dafür gibt es keinen Grund.</p>
<p>Die Volksgruppe ist von 30 % vor hundert Jahren auf derzeit drei bis vier Prozent der Gesamtbevölkerung dezimiert worden. [...] Die Volksgruppe kommt alleine ohne die Unterstützung des Bundes und Landes nicht mehr auf die Beine. Es gibt keinen Grund, dass man eben diese 20.000 Kärntner Slowenen so kleinlich  behandelt. Es ist ein Thema, das für niemanden nachvollziehbar ist, der außerhalb von Kärnten lebt.</p>
<div id="interviewfrage-absatz"><span class="interviewfrage">neuwal: Ich kenne sehr viele KärntnerInnen, viele sehen das ja nicht so, wie das medial und von dir ein bisschen dargestellt wird, dass ganz Kärnten dagegen ist, den Slowenen Rechte einzuräumen. Viele haben slowenische Bekannte, Verwandte oder Freunde und sehen das Thema sehr entspannt. Hast Du Angst vor geplanten Volksbefragungen? Glaubst du, dass sie sehr negativ ausgehen werden? </span></div>
<p>Mlinar: Ich habe nie etwas gegen Volksbefragungen gehabt. Das war auch eine große Provokation für die Volksgruppe, als ich das damals geäußert habe. Ich habe auch nichts gegen Volkszählungen. Es kommt immer darauf an, wie die Athmosphäre im Land ist. Die Gesamtbevölkerung ist nicht gegen die Volksgruppe. Es ist eine politische Situation, die seit Jahrzehnten die gleiche ist. Kärnten ist das einzige Land in vielleicht gesamt Europa, das einen Bevölkerungsrückgang hat&#8230;</p>
<div class="interviewzitat">&#8220;Kärnten ist das einzige Land in Europa, das einen Bevölkerungsrückgang hat. Das Land ist in einem ganz merkwürdigen Zustand.&#8221;</div>
<div id="interviewfrage"><span class="interviewfrage">neuwal: Das führst Du jetzt aber nicht auf die ungelöste Ortstafelfrage zurück? </span></div>
<p>Mlinar (<em>lacht</em>): Nein. Ich möchte damit sagen, so wie die Diskussion rund um den Kompromiss, rund um die Ortstafeln eine symbolträchtige ist, ist meine Behauptung, dass das Symbolkraft hat. Das bedeutet: Das Land ist in einem ganz merkwürdigen Zustand. Und da ist sehr wohl die Politik und in erster Linie die Landespolitik in Verantwortung zu nehmen, dass die Leute abwandern und im eigenen Land keine Zukunft sehen.</p>
<p>Das bezieht sich nicht auf die Kärntner Slowenen und ist sehr wohl etwas, was die geistige Haltung reflektiert. Ich lasse mich nicht davon überzeugen, dass das nicht ein Teil davon ist. Das ist eine Tatsache und die kann &#8211; wie jedes Problem auf dieser Welt &#8211; gelöst werden. Und das wäre ein guter Schritt in eine richtige Richtung. In dem man nicht sagt: &#8220;Du Slowene, du mußt komprimissbereit sein&#8230;&#8221;</p>
<p>Was soll denn eine Minderheit, die so verschwindend gering ist noch großartig hergeben? Sie können sich selbst aufgeben und sagen, wir sind halt keine Volksgruppe mehr.</p>
<div id="interviewfrage-absatz"><span class="interviewfrage">neuwal: Benes-Dekrete, ungarische Staatsbürgerschaftsregelung &#8211; oft gibt es Stimmungen und Eindrücke, die mit der Realität wenig zu tun haben. Wie kann man das in Kärnten verändern? Durch eine neue Landespolitik? Was kann man konkret tun, damit man sich hier näher kommt? </span></div>
<p>Mlinar: Ich glaube, es gibt in einer Gesellschaft Situationen, wo die Gesellschaft im Prinzip nichts anderes tut, als selbst zu definieren, welche Werte in der Gesellschaft maßgeblich sind. In Kärnten ist momentan nicht die große Aufbruchstimmung. Das kann sich ändern, ist sicherlich eine Frage von Zeit. Und auch eine Frage, die von der örtlichen Bevölkerung selber initiiert werden muß. Wenn der Wunsch alleine so groß wird, dann wird sich etwas tun. Offensichtlich ist das noch nicht so weit&#8230;</p>
<div id="interviewfrage-absatz"><span class="interviewfrage">neuwal: Das heißt, die Kärntner müßten aufstehen und sagen, wir wollen einen anderen Landeshauptmann, wir wollen eine Ortstafellösung? </span></div>
<p>Mlinar: Nein, es muss sich nicht unbedingt an einer einzelnen Person aufhängen. Ich würde sagen, vielleicht ist es das, dass die Leute sagen, sie wollen eine andere Stimmung im Land: &#8220;Wir wollen nicht das Schusslicht in Österreich sein und wir wollen nicht das Land sein, das so unattraktiv ist, dass nicht nur unsere eigenen Leute abwandern sondern auch keine neuen Leute herkommen wollen außer Touristen für ein paar Wochen im Jahr. Sondern wir wollen ein Land sein, dass die gleichen Vorraussetzungen wie alle anderen Bundesländer hätte, die Kärnten zu einem interessanten, propserierenden Bundesland aus eigener Kraft entwickeln.&#8221; Ja und es geht darum, dass man nicht darauf wartet, dass irgendjemand kommt und sagt &#8220;Ich rette dich&#8221;. Mensch hilf dir selbst dann hilft dir Gott: Ein grunliberaler Ansatz, in dem man davon ausgeht, dass die eigene Kraft diejenige ist, die einen durchs Leben führt und ein kreatives Leben ermöglicht.</p>
<div class="interviewzitat">&#8220;Haider hat gesagt: &#8216;Das Land blüht auf&#8217;. Aber es hat halt nicht gestimmt&#8221;</div>
<div id="interviewfrage"><span class="interviewfrage">neuwal: Eine neues Kärnten sozusagen?</span></div>
<p>Mlinar: Es war noch zu Haiders Zeiten: &#8220;Das Land blüht auf&#8221;. Aber es hat halt nicht gestimmt.</p>
<div id="interviewfrage-absatz"><span class="interviewfrage">neuwal: Wie die blühenden Wiesen in Ostdeutschland&#8230; danke für das Gespräch!</span></div>
<div></div>
<blockquote>
<div><span class="interviewfrage">Infobox &#8211; weitere interessante Links zum Thema:</span></div>
<div>
<ul>
<li><a href="http://relevant.at/meinung/104692/ortstafel-modell-demokratiepolitische-katastrophe.story" target="_blank">&#8220;Mlinar: Ortstafel-Deal politische Katastrophe&#8221; (www.relevant.at)</a></li>
<li><a href="http://www.ortstafel.info" target="_blank">Ausführliche Informationsseite über den Kärntner Ortstafelkonflikt (www.ortstafel.info)</a></li>
<li><a href="http://www.k2020.at/" target="_blank">k2020.at von Georg Holzer</a></li>
<li><a href="http://derstandard.at/1303291158043/Klares-Ja-der-Gemeinschaft-der-Slowenen-zu-Ortstafel-Kompromiss" target="_blank">&#8220;Klares Ja der Kärntner Slowenen zum Ortstafel-Kompromiss&#8221; (derstandard.at)</a></li>
<li><a href="http://kaernten.orf.at/stories/509103/" target="_blank">&#8220;Ortstafelkompromiss in Wien präsentiert&#8221; (orf.at)</a></li>
</ul>
</div>
</blockquote>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2011/04/19/angelika-mlinar-lif_ortstafel-kompromiss/' addthis:title='Angelika Mlinar (LIF): &#8220;Ich bin gegen den Ortstafel-Kompromiss, der die Volksgruppe abschafft&#8221; '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Der Kampf um die Bezirke: Es wird immer knapper! #wien2010</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 18:59:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Egger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Traum vom grünen Speckgürtel ist vorerst passé, doch noch gibt es keine blauen Flecken - trotz FPÖ-Durchmarsch in den wichtigen Flächenbezirken. Die letzten Bastionen der Schwarzen können nur hauchdünn gehalten werden. WIFF und WIR gelingen mit ihren Listen kleine Coups.
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2010/10/11/der-kampf-um-die-bezirke_es-wird-knapper/' addthis:title='Der Kampf um die Bezirke: Es wird immer knapper! #wien2010 '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p>Der Traum vom grünen Speckgürtel ist vorerst passé, doch noch gibt es keine blauen Flecken &#8211; trotz FPÖ-Durchmarsch in den wichtigen Flächenbezirken. Die Roten haben Wien fest in der Hand. Die letzten Bastionen der Schwarzen können nur hauchdünn gehalten werden. WIFF und WIR gelingen mit ihren Listen kleine Coups, Stenzel kann sich im ersten halten, Blimlinger im Siebten, der Achte wird wieder schwarz.</p>
<p><span id="more-8331"></span></p>
<p><div id="attachment_8333" class="wp-caption alignnone" style="width: 485px"><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/10/Kampf-um-Wien.jpg"><img src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/10/Kampf-um-Wien-475x373.jpg" alt="Schachfiguren vor der Wienkarte, (C) www.sxc.hu / artritis, Montage: Stefan Egger" title="Kampf-um-Wien" width="475" height="373" class="size-medium wp-image-8333" /></a><p class="wp-caption-text"> (C) www.sxc.hu / artritis, Montage: Stefan Egger</p></div></p>
<p><strong>Kleine Sensation im Ersten</strong><br />
In der Inneren Stadt ist <a href="http://neuwal.com/index.php/2010/08/13/stuerzt-stenzel_anwalt-will-ersten-erobern/" target="_blank">Karl Newole mit seiner Liste &#8220;Wir im Ersten&#8221;</a> eine kleine Sensation gelungen: Er holt aus dem Stand und mit schlankstem Budget 6,5 Prozent und 2 Mandate. Bezirksvorsteherin Stenzel verliert stark (über 7 Prozent), bleibt aber mit 36 Prozent klar stärkste Kraft vor der SPÖ (24,5%) und den Grünen (stabil bei knapp 18,7%).</p>
<p><strong>SPÖ schaut auf Mariahilf und Wieden</strong><br />
In der Leopoldstadt bleiben die Roten klar vorne, in Landstraße, Margareten und Alsergrund verlieren sie fast keine Wähler, in Mariahilf gewinnen sie sogar welche &#8211; als Bewohner des 6. Bezirks kann ich nur sagen: zu Recht! Ein kleiner Grund zur Freude findet sich im Vierten: Wieden wird nach 60 Jahren erstmals sozialdemokratisch. </p>
<p><strong>Die Grüne halbieren sich freiwillig</strong><br />
Ein kleiner Bezirk hört nicht auf, Widerstand zu leisten &#8211; Neubau bleibt in Grüner Hand, die Führung konnte auf 44,9% ausgebaut werden (SPÖ: 26,4%). Umso bitterer der Verlust der Josefstadt, wo Echt Grün &#8211; die Liste Heribert Rahdjians &#8211; satte 11,8% und damit ein Mandat mehr als die FPÖ (nur 2,6% auf 9,4% Zuwachs) einstreifte &#8211; und somit den Grünen (nach starken Verlusten 24,2%) knapp, aber doch die Führung vor der ÖVP (26,3% &#8211; weniger als 2005 mit der Liste Pro Josefstadt, aber trotzdem genug) und die Bezirksvorstehung kostete.</p>
<p><strong>Achtung, Blaulicht!</strong><br />
Favoriten steht wie kaum ein Bezirk exemplarisch für diese Wahl: Fast 10 Prozent sackte die SPÖ ab, die FPÖ schoss um 15 Prozent nach oben. Hier zeigt sich überdeutlich, wie auswechselbar für eine gewisse Schicht das Angebot von Rot und Blau geworden ist. Das selbe Bild zeigt sich in Simmering: SPÖ minus 12,3 Prozent, FPÖ plus 17,6 Prozent, etwas abgeschwächt auch in Meidling, Donaustadt, Liesing und der Brigittenau (wo die Sozialistische Linkspartei nur 0,6 Prozent der Stimmen holen kann).</p>
<p><strong>Ruhe in den Bürgerbezirken</strong><br />
Kaum Bewegung in Hietzing, wo die Blauen ganz knapp Grün den dritten Platz wegschnappen, in Penzing ziehen sie auf Platz 2, die SPÖ bleibt stark &#8211; genauso in Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Hernals. Währing ist eine Ausnahme: Hier gewinnen die Grünen dazu, die SPÖ verliert nur schwach &#8211; der erste Platz der ÖVP mit 29,6 Prozent wird nur sehr knapp gehalten. Auch in Döbling ist die SPÖ der ÖVP dicht auf den Fersen.</p>
<p><strong>Bye-bye BZÖ&#8230;</strong><br />
Das BZÖ ist überall draußen, mit einer kleinen Besonderheit: Ansonsten ganz im Trend (fast 13 Prozent Verlust für die SPÖ, 15 Prozent Plus für die FPÖ) schafft hier der BZÖ-Abtrünnige Hansjörg Schimanek auf Anhieb zwei Mandate. Da wird sich jemand orange ärgern!</p>
<p>Alle Wahlergebnisse und Grafiken finden Sie auf <a href="http://www.wien.gv.at/wahlinfo/index.html" target="_blank">http://www.wien.gv.at</a>.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2010/10/11/der-kampf-um-die-bezirke_es-wird-knapper/' addthis:title='Der Kampf um die Bezirke: Es wird immer knapper! #wien2010 '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Wir kämpfen. Wir werden es schaffen. Der Wind ist rauh!&#8221; Angelika Mlinar will das LIF wiederbeleben</title>
		<link>http://neuwal.com/index.php/2010/09/12/so-will-angelika-mlinar-das-lif-wiederbeleben/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 17:08:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Egger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Spitzenkandidatin des Liberalen Forums, Angelika Mlinar, im neuwal-Interview über ihr Verständnis von politischer Freiheit, ihren Glauben, ihre Konzepte - und den rauhen Wind am Magistrat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2010/09/12/so-will-angelika-mlinar-das-lif-wiederbeleben/' addthis:title='&#8220;Wir kämpfen. Wir werden es schaffen. Der Wind ist rauh!&#8221; Angelika Mlinar will das LIF wiederbeleben '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><div>neuwal.com hat Angelika Mlinar kurz vor Ablauf der Frist zur Einreichung der Unterstützungserklärungen im Café Einstein getroffen und ihr Konzept des Ordo-Liberalismus (&#8220;So viel Freiheit wie möglich, so viele Regelungen wie nötig&#8221;) ausgiebig besprochen. Mittlerweile ist klar, dass das LIF zwar über 4.000 Unterstützungserklärungen gesammelt, die Hürde aber aus administrativen Gründen im 13., 15. und 19. Bezirk verpasst hat. Im Telefoninterview erklärt Angelika Mlinar, warum die Chancen des Liberalen Forums dennoch intakt sind.</div>
<p><span id="more-6680"></span><br />
<div id="attachment_6890" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/09/LIF.jpg"><img src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/09/LIF.jpg" alt="Das zarte Pflänzchen des Liberalen Forums in rauher Umgebung, (C) sxc.hu / Fabio Pusterla - Montage: Stefan Egger" title="LIF" width="500" height="348" class="size-full wp-image-6890" /></a><p class="wp-caption-text">(C) sxc.hu / Fabio Pusterla - Montage: Stefan Egger</p></div></p>
<div>
<blockquote><p>
</p>
<p><strong>Stefan Egger (neuwal): Hallo! Wie geht&#8217;s denn euch?</strong><br />
Naja, wir haben unsere Wunden geleckt, aber jetzt geht&#8217;s schon wieder&#8230; </p>
<p><strong>War doch eine Enttäuschung, dass sich drei Bezirke nicht ausgegangen sind?</strong><br />
Ja, vor allem WIE sich das nicht ausgegangen ist&#8230; Ich habe über 4.000 Unterschriften bekommen, und für diese drei Bezirke ist es um 13 Stimmen gegangen, die ich physisch nicht vor Ort hatte&#8230; aber wir wussten, dass sie da sind, ja.</p>
<p><strong>Deswegen habt ihr bis Montag probiert, das noch zu gültig zu machen?</strong><br />
Genau, genau. Aber es ist natürlich ganz grob streng bundesrechtlich gesehen haben wir keine Chance gehabt. Ich habe dann auch aufgehört damit, das hat überhaupt keinen Sinn da irgendwie den schlechten Verlierer raushängen zu lassen&#8230;</p>
<p><strong>Ja, klar. Was macht es denn jetzt in der Praxis für einen Unterschied? Für das Image war es natürlich suboptimal, aber ansonsten müsst ihr nur 5,6 statt 5 Prozent erreichen als Hürde?</strong><br />
Genau, das ist der einzige Unterschied, ja.</p>
<p><strong>Ihr könnt, was mich ein bisschen erstaunt hat, auch in allen Bezirken Vertreter zur Wahl aufstellen, auch im 13., 15. und 19.?</strong><br />
Ja ja, wir treten in 23 Bezirken an und in 15 von 18 Wahlkreisen [...]. Das heißt, unsere Chancen, eine große Anzahl von BezirksvertreterInnen zu bekommen am 10. Oktober ist nach wie vor intakt.<br />
Wir haben in allen Bezirken Leute aufgestellt.</p>
<p><strong>Eine letzte Frage noch: Ihr habt ja eine Agentur beauftragt, die Unterstützungserklärungen zu sammeln, ist das richtig?</strong><br />
Genau, die haben uns geholfen. Wir haben unsere eigenen Leute gehabt und wir haben die Agentur gehabt, die einfach mit sehr viel jungen Leuten ausgestattet sind, was uns auch sehr geholfen. Um bei den jüngeren Leuten, die unsere eigenen Leute nicht so stark ansprechen, etwas bekannter zu werden.</p>
<p><strong>Das hat euch genau in diesen drei Bezirken aber wenig geholfen, nehme ich an?</strong><br />
Der Punkt war: Ich habe die Unterstützungserklärungen gehabt, die sind ja geleistet worden. In Hietzing 102 und in Döbling 102. Aber die sind am Postweg nicht rechtzeitig zu uns ins Büro gekommen, dass wir sie bis 13 Uhr physisch einreichen konnten. Ich habe sie gehabt! Aber es hat überhaupt keinen Sinn, da herumzutun. Wir treten ganz normal an.</p>
<p><strong>Ihr braucht die Energien jetzt für etwas anderes&#8230;</strong><br />
Genau. Dass wir irgendwie über die Wahrnehmungsschwelle drüberkommen. Ich kann aber schon sagen, dass der Wind sehr rauh war seitens der Behörden, der Magistratischen Bezirksämter. Die Unterstützungserklärungen hat man sich ganz genau angeschaut und uns viele zurückgeworfen, die meiner Meinung nach ungerechtfertigerweise nicht anerkannt worden sind, weil zum Beispiel eine Unterschrift eines Magistratsbeamten gefehlt hat oder weil jemand statt Innere Stadt Zentrum geschrieben hat bei Wahlbezirk. Das war ganz ganz streng.</p>
<p><strong>Das ist ja überhaupt nicht klar, was da zu stehen hat! Ich habe die Beamtin gefragt, was man da jetzt eintragen muss, man weiß ja nicht, wie die Wahlkreise heißen.</strong><br />
Das wissen sie teilweise selber nicht. Jedes Amt macht das dann einigen, einmal soll es in Nummern ausgedrückt werden, einmal in Orten&#8230; egal. Jedenfalls ist es nicht vorgesehen, dass du als Partei, die nicht im Gemeinderat oder Nationalrat vertreten ist, antrittst!<em> [lacht]</em><br />
<strong>Danke für das Interview!</strong>
</p></blockquote>
</div>
<p><div id="attachment_6752" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/09/AngelikaMlinar_LIF_CLiberalesForum.jpg"><img src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/09/AngelikaMlinar_LIF_CLiberalesForum.jpg" alt="Angelika Mlinar, LIF-Spitzenkandidatin für die Wien-Wahl 2010, (C) Liberales Forum" title="AngelikaMlinar_LIF_(C)LiberalesForum" width="500" height="302" class="size-full wp-image-6752" /></a><p class="wp-caption-text">Angelika Mlinar, LIF-Spitzenkandidatin für die Wien-Wahl 2010, (C) Liberales Forum</p></div></p>
<div>Noch vor dem Ende des Kampfes um Unterstützungserklärungen haben wir Angelika Mlinar im Café Einstein getroffen und ausgiebig mit ihr über liberale Themen, Probleme und Chancen geplaudert. Das Gespräch war geprägt von einem angenehmen, entspannten und offenen Klima. Fehler der Vergangenheit und Gegenwart spart Mlinar nicht aus &#8211; doch lesen Sie selbst!</div>
<div><strong>Stefan Egger (neuwal.com): Liebe Angelika Mlinar, Sie treten als Spitzenkandidatin des Liberalen Forums zur Wiener Wahl an. Wie kommen Sie zur Politik?</strong><br />
<strong>Angelika Mlinar (Liberales Forum): </strong><br />
Nach meine juristischen Tätigkeiten in verschiedensten Bereichen am Bezirks- und Landesgericht Kärnten habe ich mit Friedhelm Frischenschlager im Europaparlament gearbeitet, danach als Projektleiterin für zahlreiche europäische Institutionen und Delegationen. Parallel dazu habe ich mich 2005 mit ihrem eigenen Unternehmen selbständig gemacht und war als Programm-Managerin für das International Centre for Migration Policy Development (ICMPD) in Wien tätig.</p>
<p>Im Nationalratswahlkampf 2008 habe ich dann den Wahlkampf von Rudi Vouk geleitet &#8211; das hat sich auch durch meine Tätigkeit als Generalsekretärin des Rates des Kärntner Slowenen ergeben!</p></div>
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<div><strong>Wie geht es Ihnen jetzt im Wiener Wahlkampf? Wie schwierig ist es, als Kleinpartei anzutreten?</strong><br />
<strong>Mlinar:</strong> Bei den Unterstützungserklärungen gibt es sehr viele Hürden, und es sind unlängst neue dazugekommen. Erst in der letzten Gemeinderatssitzung hat der Gemeinderat die Einreichfrist um 8 Tage verkürzt. Ein Zettel ist gelb &#8211; nämlich der auf der Bezirksebene! Das bedeutet, dass man das nicht per E-Mail ausschicken kann. Kein Schmäh, der muss gelb sein! Wenn sie dann mit den Gelbtönen auch noch anfangen, ist es ganz aus. Und dann der Termin: viele Leute sind einfach auf Urlaub!</div>
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<div><strong>Der Wahltermin wurde ja auch von der SPÖ so gelegt&#8230;</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Ja, genau. Die sind sehr nervös im Rathaus. Auf der einen  Seite verstehe ich es nicht, auf der anderen Seite schon: Wahlkampf ist Krieg! <em>[lacht]</em></p>
<p>Wobei, wenn ich an die 21 Listen denke &#8211; alle möglichen Parteien, die sich bewerben &#8211; das ist im Prinzip großartig! Die Menschen &#8211; und das spüre ich auf auch der Straße &#8211; sind nicht desinteressiert! Sie sind ein bisschen desillusioniert, aber das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.</p>
<p>Das ist auch meine Ansage: Ich möchte, dass die Kraft wieder aus der Mitte kommt und nicht von irgendwelchen Parteien. Die WählerInnen werden bedient von den Parteien, die ganz weit links oder rechts sind. Für die Mitte gibt es kein Angebot!</p>
<p>Es kann nicht sein, dass Leute wie Sie und ich, die mitten im Leben stehen, bei einer Wahl Heinz Fischer wählen müssen, um Barbara Rosenkranz zu verhindern. Beziehungsweise Häupl, um HC Strache zu verhindern.</p></div>
<div>&nbsp;</div>
<div><strong>Es behaupten aber alle, sie stehen in der Mitte. Die SPÖ behauptet das, die Grünen positionieren sich als Kraft der Mitte&#8230;</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Also Eva Glawischnig hat gerade gesagt, sie steht links von der Mitte. Für eine kleine Partei ist es vielleicht ein gewagtes Konzept, aber es ist das richtige Konzept, für das ich auch stehe. Man kann schon sagen, dass auch andere Parteien in der Mitte stehen, aber sie bedienen ihre eigene Klientel, es ist nicht die Vernunft, die ihre politischen Konzepte vorgibt. Das ist das, wofür wir uns einsetzen: Ich möchte, dass die Vernunft wieder vorherrscht.</div>
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<div><strong>&#8220;In der Mitte liegt die Kraft&#8221; ist ihr Wahlslogan, der groß auf der Homepage steht &#8211; das klingt ein bisschen nach &#8220;In der Ruhe liegt die Kraft&#8221;, und man hat noch nicht so richtig viel gehört von den Liberalen im Wiener Wahlkampf. Geht&#8217;s bei Ihnen erst so richtig los oder fehlen die Mittel, um mehr zu tun&#8230;?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht, es ist kein rein politisches Konzept, eher eine Lebensphilosophie. In der Ruhe liegt die Kraft, die Liberalen sind sehr ruhig &#8211; das liegt natürlich daran, dass wir keine große Macht sind und nicht in offiziellen Gremien vertreten, wodurch man in den Medien schwer durchkommt.</p>
<p>Ich hatte heute eine Pressekonferenz, und da wird darüber geschrieben. Aber der ORF wird so etwas nicht aufnehmen. [...] Es wird sicher eine größere Pressekonferenz geben, wenn wir die Unterschriften beisammen haben.</p></div>
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<div><strong>Es gibt viele Stimmen, die meinten, es wird knapp für die Liberalen &#8211; sie kämpfen ziemlich&#8230;</strong><br />
Mlinar: Wir kämpfen, und wir werden es schaffen!</div>
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<div><strong>Liegt das nicht auch daran, dass es drei liberale Parteien gibt, die zur Wahl antreten? Sie werden jetzt den Kopf schütteln, aber es gibt das LIF, es gibt die Jungen Liberalen und es gibt das BZÖ, das von sich behauptet, liberal zu sein.</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Wie Sie es sagen. Das BZÖ behauptet von sich, liberal zu sein, hat aber ein großes Problem mit einem Basiskonzept der liberalen Bewegung, nämlich dem Konzept der Rechtsstaatlichkeit. Das Thema muss ich nicht weiter vertiefen. Herr Bucher hat einmal behauptet, er würde gerne eine generelle Bewegung haben und habe sich mit uns getroffen, was ich dementiert habe. Da hätte ich auch sicher abgewunken.</p>
<p>Die JuLis sind eine Gruppe von jungen Leuten, die engagiert sind und die sich exponieren &#8211; das muss grundsätzlich honoriert werden. Ich glaube aber, dass es da zu einer Konsolidierung kommen wird. Vor einem Jahr ist es da zu einer Spaltung im Zwergenland gekommen. Die JuLis waren die Studentenbewegung des Liberalen Forums, die sich verselbstständigt hat. Es gibt auch das Freie Bündnis Zukunft, das ist wiederum eine Abspaltung des BZÖ&#8230;</p>
<p>Das sind Zeichen dafür, das es sehr wohl das Gefühl gibt, dass eine liberale Partei notwendig ist. Das ist auch eine europäische Entwicklung, Österreich wird davon nicht ausgenommen sein.</p></div>
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<div><strong>Das Gefühl hat man in gewissen Kreisen sehr stark, wenn man sich aber das letzte Wahlergebnis des LIF anschaut, wo es noch in der Bundespolitik vertreten war, muss man sagen: das ist irgendwie eingeschlafen. Was ist da passiert?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Faktum ist, dass es aus dem Nationalrat rausgeflogen ist, daran gibt&#8217;s nix zu rütteln.</div>
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<div><strong>Sie glauben trotzdem an das Potenzial, das vorhanden hat.</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Das Potenzial ist trotzdem vorhanden, jede Gesellschaft hat ungefähr 20 Prozent liberale Strömung, da sind Österreicher nicht anders als Holländer, Briten oder Tschechen. Das Potenzial gibt es, die Frage ist, ob man im Stande ist, inwieweit man dieses Potenzial heben kann.</div>
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<div><strong>Darauf beziehen sich einige Fragen, die ich von Lesern bekommen habe. Die gehen davon aus, dass es sehr knapp wird mit den Unterstützungserklärungen &#8211; was sich bewahrheitet hat. Ist es so, dass Sie zu wenig Geld für Wahlkampfhelfer haben oder haben Sie da Ihr selbstgestecktes Ziel erfüllt?</strong><br />
<strong>Mlinar:</strong> Ich hatte genügend Wahlkampfhelfer und war zuversichtlich, dass wir es schaffen. [...] Urlaubssperre kann ich kein verhängen, ich selber war nicht auf Urlaub, mein Generalsekretär auch nicht&#8230; ich habe keine Leute, die bezahlt sind!</div>
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<div><strong>Sie haben keine bezahlten Mitarbeiter? </strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Nein, alle ehrenamtlich.</div>
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<div><strong>Wann startet denn die zweite Wahlkampfphase &#8211; und womit? Mir fehlen noch ein bisschen die Themen&#8230; </strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Das wichtigste Thema ist für mich die Bildungspolitik. Unsere Ansage ist: Wir verlangen die Neue Mittelschule flächendeckend für Wien. Was beinhaltet das alles? Unsere Forderung, dass Wien wieder Reformmotor sein soll. Bildung ist die Basis für Chancengleichheit, eine zentrale Forderung einer liberalen Partei. Was haben wir anderes als Human Ressources? Soweit ich weiß, haben wir keine Erdölfelder oder sonst irgendwelche großartigen Goldvorkommen. Wir haben unsere Leute, die sollen entsprechend ausgebildet werden, damit sie im globalen Wettbewerb mithalten können!</div>
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<div><strong>Es gibt auch das Thema Migration.</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong> Migration ist ein großes Thema, für Österreich, für Wien, was immer damit zusammenhängt. Unsere Wählerklientel ist so, dass ich nicht nur auf Bezirksebene arbeiten kann. Ich brauche &#8211; auch selber &#8211; größere Visionen. Migration, Integration muss auf einer höheren Ebene gespielt werden als nur lokal.</p>
<p>Kein kleines Land in Europa wird das perfekte Konzept für sich selbst entwickeln können, man muss das auf einer europäischen Ebene spielen &#8211; mit eigenen Konzepten. Zu behaupten, alles wäre gut, ist genauso falsch wie zu behaupten, alles wäre schlecht. Wir müssen anfangen, weniger emotional zu diskutieren. Es gibt Probleme, die müssen gelöst werden &#8211; und es gibt einen großen Bedarf an Zuwanderung.</p></div>
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<div><strong>Was sind denn die großen Probleme im Bereich Integration?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Der Falter hat vor einigen Wochen berichtet, dass es eine große Gruppe türkischer Jugendlicher gibt der 2. oder 3. Generation, die weder Deutsch noch Türkisch sprechen. Welche Art von Zukunft hat so ein Mensch? Was soll der machen?</div>
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<div><strong>Was kann man dagegen tun?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Da gibt es sehr wohl schon Konzepte, die auch die Industriellenvereinigung verlangt. Das ist ein gutes Konzept, da kann man nichts sagen, das wird von uns unterstützt. In den Details sehen wir das etwas anders in Bezug auf das verpflichtende Kindergartenjahr.</div>
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<div><strong>Das hat ja unter anderem Frau Marek vorgeschlagen.</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Ja, da soll man schauen, wie man das im Endeffekt umsetzt und wer vielleicht doch etwas bezahlen soll, wenn er es sich leisten kann. Und welche Kindergärten billiger sind, ob es Bildungsschecks für private Kindergärten gibt etc. Aber das sind Detailfragen &#8211; grundsätzlich: positiv!</p>
<p>Und damit kann man auch was machen, ein Kindergarten Jahr mit einer hochqualifizierten Betreuung und Kenntnis der Migrationssprache, bedeutet, dass Kinder nachweislich weniger Probleme im späteren Leben haben und bessere Leistungen in der Schule.</p></div>
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<div><strong>Das heißt in weiterer Folge: Zweisprachiger Unterricht?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Es gibt auch so etwas wie das Lotte-Bühler-Institut, das hat das bundesländerübergreifende Bildungsrahmenprogramm für Kindergartenentwicklung veröffentlicht, wo genau diese Sachen reflektiert werden.</p>
<p>Es gibt diese Konzepte, man muss sie nur umsetzen. Mit 11 Milliarden Euro Budget der Stadt Wien sollte man sehr wohl darauf schauen, wo das hininvestiert wird.</p></div>
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<div><strong>Wie ist der Standpunkt zur Gesamtschule?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Wir sind Verfechter der Neuen Mittelschule. Beatrix Karl hat das völlig richtig gesagt: Gymnasium für alle! Warum nicht? Es gibt Staaten in Europa, wo das ganz normal ist, wo das funktioniert, wo wir nicht mehr ins Hintertreffen geraten &#8211; das müssen wir machen!</p>
<p>Da kommt wieder mein Mantra: Ein bisschen mehr Vernunft, ein bisschen weniger Ideologie. Was die Schule betrifft: Die Schule ist schon noch für die Schüler da, für die Auszubildenden &#8211; nicht für die Lehrer.</p></div>
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<div><strong>Sie haben ein heißes Eisen angeschnitten &#8211; das Wiener Budget, auch in Sachen Transparenz.</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Grundlegend sind wir für eine größere Transparenz der Mittelverwendung, ganz klar, das ist eine zentrale liberale Forderung. Der Staat reduziert sich wieder auf seine Kernfunktionen: Rechtsstaatlichkeit, Chancengleichheit, Bildung, Migration und Sicherheit. Und den Rest soll bitte die Privatwirtschaft machen, da soll sich der Staat nach Möglichkeit raushalten! Die Stadt Wien mischt sich in die Privatwirtschaft ein, das ist nicht notwendig. Das ist schädlich!</div>
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<div><strong>Das Pendel schlägt ja momentan ein bisschen in die Gegenrichtung aus &#8211; wegen Finanzkrise usw., man hört von vielen Seiten, dass die Politik gestärkt, der Trend zur Privatisierung schaumgebremst wurde. Wie sehen Sie diese Entwicklung?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Das ist eine Diskussion, die meines Erachtens sehr schlampig geführt wird. Wenn man sagt, wir der Markt ist wild geworden und wir wollen keinen Heuschreckenkapitalismus, ich weiß nicht, wer das nicht unterschreiben würde.</p>
<p>Aber wenn man zurück zum Etatismus geht: dieses Projekt ist gescheitert, das kann es nicht sein. Wir wollen einen freien Markt, aber es muss Regulierungen geben, und die müssen eingehalten werden! Wie beim Montessori-Projekt: Soviel Freiheit wie möglich und so viel Regelung wie notwendig. Das sind die Prinzipien.</p></div>
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<div><strong>Einer der Gründe, der oft ins Treffen geführt wird, warum das Liberal Forum damals gescheitert ist bzw. sich aus der Bundespolitik verabschieden musste, war diese extreme Fokussierung auf Gesellschaftsliberalität. Sie wolle sich etwas breiter aufstellen?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Völlig richtig. Wobei ich dazusagen möchte, dass diese gesellschaftlichen Themen, wegen derer das Liberale Forum letztendlich auch so an den Pranger gestellt worden ist, heute alle state-of-the-art sind. Das Modell der Grundsicherung war damals “absurd, viel zu teuer und völlig visionär” &#8211; heute haben wir das. In einer anderen Form, statt Grund- gibt es die Mindestsicherung, wir haben leider nicht ein Modell. Auch die homosexuelle Ehe usw. &#8211; das hat sich alles bewahrheitet.</p>
<p>Vermutlich war man seiner Zeit voraus. Und sie sind natürlich marginalisiert worden. Ich werde mich nicht marginalisieren lassen.</p></div>
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<div><strong>Ich kann mich schon an Themen erinnern, die mutig waren, sie in der Form anzuschneiden &#8211; z.B. der ewige Kampf gegen die Kronen Zeitung, oder die Kreuze an den Schulen.</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Aber das haben Sie doch gesehen, es gab eine Entscheidung des Europäischen Gerichts zu dem Thema. Das Lustige an der Sache ist, man diskutiert die Kreuze in den Schulklassen. Das Liberale Forum hat ja nur gesagt, man soll eine Diskussion darüber führen &#8211; aber wir sind nicht dafür, dass die Kreuze grundsätzlich entfernt werden. Genausowenig sind wir dafür, dass sie grundsätzlich aufgehängt werden.</p>
<p>Haben Sie sich schon einmal gefragt, was die Kreuze vor Gericht verloren haben? Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche waren dagegen!</p></div>
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<div><strong>Bundespräsidentschaftskandidat Gehring meinte, er würde in jedem Raum der Hofburg Kreuze aufhängen.</strong><br />
Mlinar: Das ist doch ein klares Programm! <em>[lacht] </em>Dagegen kann man nichts sagen. Ich muss ja mit dem nicht übereinstimmen. Ich finde es nur interessant, dass die Richter sich dafür eingesetzt haben, weil es die Leute so einschüchtert. Abendland in Christenhand usw.</div>
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<div><strong>Das ganze Moscheen-Thema ist ja ziemlich hochgekocht in letzter Zeit, auch in der Schweiz. Stichwort Religion&#8230;</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Ein schwieriges Thema auch. Ich bin selbst gläubige Christin, man kann da viel diskutieren. Aber es ist kein zentrales Thema.</div>
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<div><strong>Darf ich noch kurz bei den Spitzenkandidaten bzw. Prominenten beim Liberalen Forum einhaken. Gibt&#8217;s Unterstützter, die noch aus dem Hut gezaubert werden, sind noch Trümpfe im Ärmel?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Ich werde keine prominenten Namen aus dem Hut zaubern, aber es gibt prominente Unterstützer für Testimonials. Heide Schmidt unterstützt uns noch, Friedhelm Frischenschlager wird kandidieren, Kier wird kandidieren, aber ich habe jetzt niemanden wie das BZÖ mit dem Sonnleitner.</p>
<p>Das hängt auch davon ab, wie gut unsere Performance ist &#8211; die Performance der Leute, die tatsächlich kandidieren. Das hängt natürlich hauptsächlich an mir &#8211; wenn ich scheitere, werde ich des Landes verwiesen oder so. <em>[lacht]</em></div>
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<div><strong>Das ist ja genau das, was gefehlt hat im LiF, seit Heide Schmidt in den Hintergrund getreten ist, der das LiF repräsentiert und das lebt als Person?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Ich bin aber leider nicht Heide Schmidt, also&#8230;</div>
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<div><strong>Das muss auch nicht sein &#8211; das Modell Heide Schmidt ist letztendlich auch gescheitert. Aber Sie sind bereit, diese Rolle zu übernehmen, als Gesicht und die Repräsentatin des Liberalen Forums in Österreich?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Ja. Das funktioniert gar nicht schlecht, denn das Liberale Forum hat schon einen Namen. Die Marke ist da! Wie behaftet oder nicht behaftet, ist eine andere Frage. Das ist auch die einzige Marke, für die ich bereit bin, mich hinzustellen und das zu machen.</p>
<p>Eine Sache möchte ich noch hinzufügen als Kritik am Liberalen Forum wie es vorher war: Man hatte so den Eindruck, dass man zwei Monate vor der Wahl auftaucht und dann erwartet, von den WählerInnen gewählt zu werden. Man muss auch längere Durststrecken aushalten. Die Wähler und Wählerinnen spüren das, ob man kommt, um zu bleiben &#8211; oder man probiert es einmal als Testballon und verschwindet wieder&#8230;</p></div>
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<div><strong>Das heißt, Sie möchten das LiF wieder zur Konstante machen in der österreichischen Politik?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Genau. Wenn ich jetzt furchtbar scheitere, ist es eine andere Sache. Dann muss ich die politische Verantwortung übernehmen. Das habe ich auch gesagt: Wenn ich die Unterschriften nicht schaffen würde, oder wenn ich ein katastrophales Ergebnis erzielen würde, dann ist es ein Problem, das an der Person hängt.</p>
<p>Wir gehen heute davon aus, dass wir die fünf Prozent schaffen &#8211; und eine ansehnliche Auswahl von BezirksvertreterInnen in einigen Bezirken. Damit man, auch wenn man die fünf Prozent nicht schaffen würde, eine solide Basis hat, um sich auf die Nationalratswahl dann einlassen zu können.</p>
<p>Damit auch potenzielle Sponsoren sehen, dass das eine ernsthafte Truppe ist, die auch etwas kann und die auch bei den WählerInnen ankommt. Letztendlich ist es Marketing, es ist ein Produkt, das man halt präsentieren und entsprechend positiv verkaufen kann.</p></div>
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<div><strong>Es geht um viel. Es geht darum, das Liberale Forum wieder als Kraft zu etablieren, es gibt ja derzeit keine liberale Partei &#8211; das BZÖ ja wirklich nicht.</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Wenn das liberal ist, dann wissen wir das auch, dann muss man das zur Kenntnis nehmen. [...] </p>
<p>Viele von uns müssen sich erst die politischen Sporen verdienen, das ist ein Geschäft wie jedes andere. Man muss auch für sich selber feststellen, ist es etwas, was man zu machen bereit ist. Denn der Preis, den man zahlt, ist nicht so niedrig. Das kann man für sich selber nur herausfinden, wenn man es einmal probiert hat.</p></div>
<div>&nbsp;</div>
<div><strong>Warum machen Sie&#8217;s, warum zahlen Sie den hohen Preis?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Ich frage mich das rational jeden Tag, aber für mich ist das ein irrsinniger Spaß. Und ich kann es Ihnen nicht begründen, warum. Es ist rational nicht logisch &#8211; es ist ein Flohzirkus, den ich zusammenhalten muss!</p>
<p>Parteiarbeit ist quasi wie ein Unternehmen, dann auch wieder nicht. Dann hat man viele Freiwillige und alle möglichen Leute, die alle möglichen Ideen haben &#8211; oder auch nicht. Das ist eine ganz eigene Geschichte. Idealismus in allen Ehren, aber man muss das Ganze relativ straff führen, und dann wird man halt gehasst! <em>[lacht]</em></div>
<div>&nbsp;</div>
<div><strong>Das nehmen Sie in Kauf &#8211; was steht auf der anderen Seite?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Ich habe schon viele Jobs in meinem Leben gemacht, es gibt aber keine vergleichbare Position oder Aufgabe, die das Niveau des potenziellen Gesellschaftsbildenden zu haben. Das gibt es nicht.</div>
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<div><strong>Das heißt, das ist Ihre Art, für eine Evolution der Gesellschaft zu kämpfen?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Das ist sehr hoch gegriffen, aber wenn ich meinen kleinen Teil dazu beitragen kann, eine bessere Welt zu schaffen, dann wäre ich extrem glücklich. Und die Politik ist dafür mein Vehikel, da sie dafür die Rahmenbedingungen schafft. Dafür, dass man sich frei entwickeln kann. Ich habe ein sehr glückliches Leben.</p>
<p>Ich habe eigentlich immer das gemacht, was ich machen wollte. Ich komme aus kleinsten Verhältnissen und habe mich durch Bildung und Eigeninitiative in eine andere Situation gebracht. Ich hatte Rahmenbedingungen, die mir das ermöglicht haben. Ich verstehe nicht, warum nicht alle Menschen ihr Potenzial ausleben. Das ist etwas, was mich gesellschaftspolitisch fasziniert: Menschen die Möglichkeit zu geben, dass man mehr aus seinem Potenzial macht.</p>
<p>Eine Geschichte: in den USA gehen 25 Prozent der Wirtschaftsstudenten sofort in die Eigenständigkeit &#8211; bei uns sind es 5 Prozent. Und unsere Leute sind nicht depperter. Es geht darum: Was haben wir für Werte, und welche Art von Mut und Eigenständigkeit wird gesellschaftlich honoriert? Es kann nicht sein, dass wir uns alle wünschen sollen, sofort in den Öffentlichen Dienst zu gehen und so bald wie möglich in Pension zu gehen.</p></div>
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<div><strong>Was sich ein bisschen aufdrängt: Sie argumentieren sehr wirtschaftlich. Parteipolitik ist ein Unternehmen, die Inhalte ein Produkt, das man kaufen muss. Der Wähler schon fast ein Käufer, der einen Gegenwert erwartet. Ist das so? Funktioniert Politik so, ist das Ihr Modell? </strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Das war sicher plakativ asugedrückt, nur letztendlich glaube ich sehr wohl, dass es was für sich hat. Ich sehe das nicht a priori negativ. [...] Wir vertreten die Ansicht: Wenn der Markt funktioniert, können wir es uns auch locker leisten, Menschen, die in einer schwierigen Situation sind, aufzufangen. Wir haben dieses Privileg. Wir leben in einer Gesellschaft, dass das möglich ist. Krise hin oder her.</div>
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<div><strong>Jetzt muss ich ein Frage nachschießen: Es ist in Deutschland auf Bundesebene gelungen, eine liberale Koalition mit der CDU/CSU zu schaffen. Kommentare dazu &#8211; positiv, negativ, ein wichtiger Schritt?</strong><br />
<strong>Mlinar:</strong> Wir haben das sehr begrüßt, aber ich bin nicht die FDP. Ich bewundere die FDP für ihren Wahlerfolg. Momentan läuft&#8217;s nicht so gut, aber das ist die Nach-der-Wahl-Krise. Es sind ja auch wahrlich keine einfachen Zeiten.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div><strong>Ein Modell für Österreich, Schwarz-Gelb?</strong><br />
<strong>Mlinar:</strong> Für mich wäre interessant Kombination Schwarz-Grün-Gelb, in dem Spektrum. Da müsste sich bei den Grünen ziemlich viel tun&#8230; Wobei, können Sie sich erinnern an das Konzept der ökosozialen Marktwirtschaft von Herrn Riegler/ÖVP Ende der Achziger Jahre, dafür ist er dann &#8220;gekreuzigt&#8221; worden&#8230; das wären schon interessante Konzepte. Das war damals auch vor seiner Zeit. [...]</p>
<p>Ich will auch wegkommen davon, dass man mich in eine Ecke hineindrängt. Es gibt Konzepte und Visionen, und es gibt Leitbilder. Aber die Details für die einzelnen Fragen, die offen sind, muss man dann diskutieren und entscheiden. Das muss die Politik enscheiden. Es geht nicht, dass man unangenehme Fragen auf den Bürger abwälzt. Stichwort City Maut &#8211; was soll das? Glaubt man ernsthaft, dass es irgendeine Alternative dazu gibt? In der Innenstandt sind 78 Prozent des gesamten Verkehrs Parkplatzsuche. Was sagt uns das? Es muss andere Lösungen geben!</p></div>
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<div><strong>Das heißt, das LiF beginnt neu und weniger abgehoben als vorher und will wirklich Probleme z.B. in Wien auf Bezirksebene lösen, nicht nur Visionen, die schnell auf ein Blatt Papier geschrieben sind?</strong><br />
<strong>Mlinar: </strong>Genau. Worum es mir geht, ist nicht abgehoben zu sein, aber sehr wohl über den Tellerrand blicken. Das ist das Konzept, das ich versuchen werde, zu etablieren. Die WählerInnen müssen auch erst überzeugt werden davon.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></div>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2010/09/12/so-will-angelika-mlinar-das-lif-wiederbeleben/' addthis:title='&#8220;Wir kämpfen. Wir werden es schaffen. Der Wind ist rauh!&#8221; Angelika Mlinar will das LIF wiederbeleben '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>„Uns drohen griechische Verhältnisse“ – Steirischer Liberalismus: Lukas Lerchner im Gespräch</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 07:42:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knapp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Zugangsbeschränkungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Lukas Lerchner (23) studiert Geschichte und Philosophie an der Universität Graz. Er ist Gründer der liberalen Liste Veritas, die bei den ÖH-Wahlen 2009 erstmals an der Karl-Franzens Universität und der Technischen Universität Graz antrat, aber kein Mandat in der Universitätsvertretung erreichte.  Die Veritas kandidierte im Listenverband mit den im übrigen Österreich antretenden Jungen Liberalen (JuLis).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2010/08/16/steirischer-liberalismus-lukas-lercher/' addthis:title='„Uns drohen griechische Verhältnisse“ – Steirischer Liberalismus: Lukas Lerchner im Gespräch '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p>Lukas Lerchner (23) studiert Geschichte und Philosophie an der Universität Graz. Er ist Gründer der liberalen Liste Veritas, die bei den ÖH-Wahlen 2009 erstmals an der Karl-Franzens Universität und der Technischen Universität Graz antrat, aber kein Mandat in der Universitätsvertretung erreichte.  Die Veritas kandidierte im Listenverband mit den im übrigen Österreich antretenden Jungen Liberalen (JuLis).<span id="more-5190"></span><br />
<img src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/08/lukas1-559x373.jpg" alt="Lukas Lerchner (Liste Veritas)" title="Lukas Lerchner (Liste Veritas) (c) Christopher Jaritz" width="559" height="373" class="aligncenter size-medium wp-image-5191" /></p>
<p><strong>Thomas Knapp (neuwal): Die liberale Bewegung Österreichs ist auf mehrere Parteien verteilt. Wie ist die Situation momentan in der Steiermark?</strong></p>
<p><strong>Lukas Lerchner:</strong> In der Steiermark gibt es mit dem LiF und den JuLis zwei liberale Parteien. Das BZÖ um Gerald Grosz ist ja im Gegensatz zur Wiener Partei sicher nicht diesem Spektrum zuzurechnen. Das Verhältnis zwischen LiF und JuLis ist in der Steiermark viel freundschaftlicher als in Wien, wo die Hauptproponenten der Spaltung zwischen den beiden sitzen. Es gibt in der Steiermark starke konstruktive Kräfte, die versuchen die Liberalen wieder zu vereinen.</p>
<p><strong>Warum treten beide, ob getrennt oder doch geeint, nicht bei den steirischen Landtagswahlen an?</strong></p>
<p>Das grundsätzliche Problem ist, dass man 12.000 Stimmen in einem der vier Wahlkreise braucht um in den steirischen Landtag einzuziehen, was recht hoch ist. Zu seinen Hochzeiten hat das LiF es geschafft in Graz das Grundmandat zu erreichen, was derzeit nicht realistisch erscheint. Der Tenor in beiden Parteien im Moment ist, nur bei Wahlen anzutreten wo man Chancen hat. Gerade nach dem Scheitern bei den Nationalratswahlen 2008 ist es wichtig zu zeigen, dass man eine ernstzunehmende liberale Alternative ist und den Liberalismus vom Verliererimage befreit. Unsere Aufgabe ist es jetzt, die geeigneten Strukturen zu schaffen, um bei den steirischen Wahlen ab 2013, der Grazer Gemeinderatswahl, wieder eine vernünftige liberale Alternative zu bieten.</p>
<h2>„Talent setzt sich durch, das Geschlecht ist egal.“</h2>
<p><strong>Wenn man sich die Spitzenpositionen der JuLis, des LiF und des BZÖ ansieht, fällt einem ein deutlicher Männerüberhang auf. Wieso ist das so, bzw. kann das mit der Ablehnung von Quotenregelungen und dem Fehlen eigener Frauenorganisationen, wie sie in anderen Parteien üblich sind, zu tun haben?</strong></p>
<p>Im Bezug auf die JuLis muss das anders gesehen werden, weil mit Alegra-Isabel Raising eine Frau den Bundesvorsitz innehat. Auch das Liberale Forum hatte mit Heide Schmidt immer eine Frau als Galionsfigur, und auch jetzt mit Angelika Mlinar eine Bundesobfrau und Spitzenkandidatin. Eigene Frauenorganisationen sind bei der derzeitigen Größe einfach noch nicht sinnvoll. Die Veritas hatte auf ihrer Liste einen 42 %igen Frauenanteil und das ohne Quoten und ohne Gendern. Talent setzt sich durch, das Geschlecht ist da egal. </p>
<p><strong>Was ist das wichtigste Anliegen der Liberalen in der Steiermark?</strong></p>
<p>Ich glaube dass sich alle Liberalen in der Steiermark darauf einigen können, dass das wichtigste ist erst einmal das Budget zu konsolidieren und eine nachhaltige Budgeterstellung zu schaffen, weil uns sonst einfach griechische Verhältnisse drohen. Ich sehe nicht ein, warum gerade Mitglieder unserer Generation (Lerchner ist 1986 geboren, Anm.) diese Schulden in Zukunft allein schultern sollen.</p>
<p>Die Republik als Ganzes ist wie ein Zug der gegen eine Mauer fährt. Natürlich sind die Standort- und Wirtschaftsdaten im Moment noch sehr gut und es besteht keine Gefahr, von einer Ratingagentur abgewertet zu werden, aber wenn das einmal passiert und der IWF im Haus ist, können wir nicht mehr entscheiden wo gespart werden soll, sondern das wird dann von außen aufoktroyiert. Und das finde ich demokratiepolitisch sehr bedenklich. Ich denke, dass man mit den mündigen Bürgern offen über die Budgetsituation sprechen kann. Jeder, ob man einen Betrieb hat oder eine Privatperson ist, weiß dass man nicht mehr Geld ausgeben kann, als man einnimmt. Das geht irgendwann schief. </p>
<p>Außerdem ist die Abschaffung des Proporzsystems wichtig. Bei allen historischen Verdiensten des Systems ist das heute ein Luxus den wir uns nicht leisten können.<br />
<img src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/08/lukas3-559x373.jpg" alt="Lukas Lerchner im Cafe Kaiserfeld in Graz" title="Lukas Lerchner im Cafe Kaiserfeld in Graz (c) Christopher Jaritz" width="559" height="373" class="aligncenter size-medium wp-image-5192" /></p>
<p><strong>Was sind die liberalen Vorschläge zur Sanierung des Budgets?</strong></p>
<p>Die Strukturen in der Steiermark müssen effizienter werden. Braucht man die Viergleisigkeit mit EU-Bund-Land-Gemeinde wirklich noch? Gerade mit den Gemeinden gibt es in der Steiermark das Problem, dass viele davon Kleinst- und Kleingemeinden sind. Die haben administrative Aufgaben die sich allein nicht oder nicht sehr gut bewältigen können. Wenn man sich ein System wie in Deutschland, mit einem Oberbürgermeister der für eine Gebiet die Verwaltungsaufgaben hat, aber lokal noch der einfache Bürgermeister als Ansprechpartner da ist, wäre durchaus sehr viel Einsparungspotential vorhanden. </p>
<p>Manche fordern in dieser Debatte die Absenkung der Politikergehälter. Das ist eine populistische Forderung, dabei ist es, gerade auch im Kampf gegen Korruption, wichtig dass Politiker gut verdienen. Auch damit der Beruf weiter für junge fähige Leute attraktiv bleibt. Was eingespart werden könnte, wären die in der Steiermark sicher überzogenen Werbeausgaben für die Regierung oder auch die steirische Parteienförderung könnte man problemlos halbieren.</p>
<p>Spontan fällt mir da noch die Mindestsicherung ein. Sie ist wegen der bundesweiten Vereinheitlichung sicher zu begrüßen, aber ich sehe nicht ein, wieso das ein 13tes und 14tes Mal ausgezahlt werden soll. Das symbolisiert irgendwie das Arbeitslosigkeit eine Anstellung ist, und das ist gerade gegenüber Selbstständigen die nicht in den Genuss kommen ein steuerbefreites 13tes und 14tes Gehalt zu haben, blanker Zynismus.</p>
<h2>&#8220;Die grüne EU-Feindlichkeit ist mit liberalen Werten schwer vereinbar&#8221;</h2>
<p><strong>Über die Grünen wird öfters gesagt, dass sie immer bürgerlicher und liberaler werden, etwa wenn man sich Grüne wie Christoph Chorherr ansieht. Braucht es dann eigentlich noch andere Liberale? </strong></p>
<p>Es gibt natürlich eine gewisse Überschneidung mit den Grünen. Aber neben bürgerlich-liberalen Grünen wie Chorherr gibt es dort eben auch &#8220;Kryptomarxisten&#8221;, um Andreas Kohl zu zitieren. Die Grünen die ich in der Steiermark kenne, vertreten teilweise Positionen die mit bürgerlich-liberalen Werten schwer zu vereinbaren sind, etwa ihre EU-Feindlichkeit und ihre tendenzielle Leistungsfeindlichkeit. Auch die von den Grünen so hoch gehaltene Basisdemokratie hat eklatante Schwächen gegenüber der repräsentativ Demokratie.  Und da auch im EU-Ausland Grüne und Liberale meist getrennte Parteien sind, kann man davon ausgehen, dass es für beide Potential gibt.</p>
<p><strong>Wie sieht die programmatische Nähe bzw. Überschneidung mit anderen politischen Parteien aus?</strong></p>
<p>Die Liberalen haben natürlich mit jeder Partei gewisse Überschneidungen, bis auf die jetzige Strache-FPÖ. Wenn ein Kandidat  im Jahr 2010 noch über die Waffen-SS sagt dass das anständige Menschen waren, ist das für mich absolut inakzeptabel. Es ist sicher schwierig wenn man von anderen Parteien eine Selbstreinigung verlangt, aber irgendwann sollte die FPÖ mit diesem &#8211; wie Karl Öllinger sagte -Nazidreck aufhören. Mit den Grünen und tendenziell der SPÖ gibt es Überschneidung im gesellschaftspolitischen Bereich, aber was die großen wirtschaftlichen Themen betrifft, gibt es natürlich eine gemeinsame Schnittmenge mit der ÖVP. Beim BZÖ gibt es ja mit Bucher und Sonnleitner Vertreter denen man einen ernsthaften liberalen Kurs abnimmt, aber auf der anderer Seite eben auch diese obskure Haider-Gefolgschaft. Das BZÖ wechselt zwischen liberalen Positionen und sinnlosen rechten Positionen hin und her. </p>
<p><strong>Konkrete Frage: Wie stehst du zu einer theoretischen Koalition mit der Sozialdemokratie?</strong> (von <a href="http://www.twitter.com/herrklemann">@herrklemann</a>)</p>
<p>Prinzipiell muss man sagen, dass es in Europa immer wieder sozialliberale Koalitionen gegeben hat, etwa in Deutschland, und dass ich das nicht grundsätzlich ablehne. Aber bei den derzeitigen Spitzen der SPÖ, sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene, wäre das wohl ein &#8220;harter Brocken zu schlucken. Der eine kroch vor Dichand zur Kreuze und glänzt auch sonst eher durch Populismus und Lächeln, und der andere ist einfach ein Kernölsozialist. Aber natürlich gibt es auch in der SPÖ Bürgerliche, die den Reformbedarf in kleinen Schritten sehen und nicht doch noch auf die Weltrevolution hoffen.</p>
<h2>„Der Markt funktioniert nicht für alles“</h2>
<p><strong>Wie definiert die Veritas Liberal? Wie würdet ihr euch zwischen liberal und libertär einordnen?</strong></p>
<p>Das europäische Sozialmodell hat bewiesen, dass es Punkte gibt in denen der Markt nicht funktioniert, oder schlechter funktioniert als eine staatliche Lösung. Das amerikanische Gesundheitssystem ist das beste Beispiel, der Staat gibt dort pro Kopf mehr Geld als als europäische Staaten, aber die Versorgung der Bürger ist schlechter. Da hängt sicher auch mit bestimmten Rahmenbedingungen, etwa den hohen Schadensersatzzahlungen zusammen, aber man sieht einfach das eine rein private Krankenversicherung nicht das Beste ist. Das gleiche gilt für rein private Bildung, der Staat muss natürlich immer das Interesse haben möglichst viele seiner Bürger möglichst gut auszubilden. Hier unterscheiden wir uns von den Libertären die nur einen Nachtwächterstaat wollen. Weder die JuLis,  das Lif noch die Liste Veritas würden wollen dass Menschen auf der Straße verhungern, was einige libertäre Proponenten ja durchaus in Kauf nehmen. </p>
<p><strong>Was bedeutet &#8220;liberal&#8221; im Bezug auf die Arbeitswelt? Wie sieht für die Liberalen der ideale Arbeitnehmer aus? </strong></p>
<p>Den idealen Arbeitnehmer per se gibt es nicht, weil unsere Produktions- und Dienstverhältnisse extrem zersplittert sind. Aber wichtig ist dass die Leute zuverlässig, für den Betrieb motivierbar und zu eigenverantwortlichem Handeln bereit sind. Die Arbeitnehmer müssen allerdings auch wissen, wann sie genug gearbeitet haben und wann es besser ist eine Pause zu machen. Denn es nutzt mir als Arbeitgeber nichts wenn ich einen super Mitarbeiter hab der mit 35 ausgebrannt ist. Als Arbeitgeber muss man hier die Balance finden zu fordern was geht, aber nicht zu überfordern.<br />
<img src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/08/lukas2-559x373.jpg" alt="Lukas Lerchner im Gespräch mit Thomas Knapp (neuwal)" title="Lukas Lerchner im Gespräch mit Thomas Knapp (neuwal) (c) Christopher Jaritz" width="559" height="373" class="aligncenter size-medium wp-image-5195" /></p>
<p><strong>Sind arme Menschen selbst schuld?</strong> (von <a href="http://www.twitter.com/christopherpie">@ChristopherPIE</a>)</p>
<p>Nein, natürlich nicht. Da muss man differenzieren, gerade jetzt in der Krise gibt es viele Menschen die, obschon sie gute Arbeit geleistet haben, einfach durch die Betriebe auf die Straße gesetzt werden mussten. Da von einer eigenen Schuld zu sprechen ist verfehlt. Andererseits darf Arbeitslosengeld immer nur eine Übergangslösung sein. Es macht in meinen Augen keine Person glücklich, Almosenempfänger vom Staat zu sein. Durch eine verfehlte Sozialpolitik haben wir aber ein System wo gewissen Menschen den Mut und die Hoffnung verlieren sich überhaupt wieder in den Arbeitsmarkt integrieren zu wollen. Das liegt aber weniger an ihnen als an den Rahmenbedingungen. Wenn ich für den Betrag X nicht arbeiten gehen muss, aber für 50 Euro mehre eine 35-Stunden-Woche hab, ist das durchaus verständlich wieso es Leute gibt die nicht wieder in den Arbeitsmarkt integrierbar sind. Das ist ein großes Problem des Österreichischen Staats.</p>
<h2>„Man muss über den freien Hochschulzugang als Ganzes nachdenken“</h2>
<p><strong>Zugangsbeschränkungen sind zurzeit ein Dauerthema. Wie ist eure Position dazu?</strong> </p>
<p>Prinzipiell muss man sagen, dass der freie Hochschulzugang wahrscheinlich das effizienteste Modell war, um bildungsfernere Schichten weiter von der Universität fernzuhalten. Zumindest in der Österreichischen Umsetzung, ohne z.B. Studierendengehalt wie in nordischen Ländern. Die deutsche Numerus-Clausus-Regel ermöglicht einem, egal welchen sozialen Hintergrund man hat, den Zugang wenn man die entsprechenden Noten erreicht. Auch auf den FHs, wo es Zugangsbeschränkungen gibt, ist die soziale Durchmischung höher als an den Universitäten. Wobei man da bedenken muss, das Studierende aus bildungsfernen Schichten eher zu Studien bei denen sie glauben hohe Jobaussichten zu haben tendieren, und Akademikerkinder eher zu den Geistes- und Sozialwissenschaften. </p>
<p>Beim Doktoratsstudium bin ich jedenfalls für Zugangsbeschränkungen, weil ich es absurd finde, dass in Österreich die Person Doktorat studiert, die es sich leisten kann. Besser wäre den Instituten fixe Kontingente an Doktoranden die sie aufnehmen können zu geben, und diese aber auch voll zu finanzieren. De facto ist das jetztige Doktoratsstudium sozial höchst selektiv, weil es für junge Doktoranden kaum Stellen gibt. Auch bei Lehramtsstudien fordert die Veritas dass es, wie in den skandinavischen Ländern, einen qualitativen Ausleseprozess gibt, weil die Erziehung und Ausbildung der Kinder für eine auf die Zukunft ausgerichtete Gesellschaft eine der wichtigsten Fragen ist. </p>
<p><strong>Also Zugangsbeschränkungen für Doktorats- und Lehramtsstudien?</strong></p>
<p>Prinzipiell ja. Wobei man durchaus sagen kann, dass wenn es sozial und fachlich ausgewählte Kritieren gibt, Zugangsbeschränkungen allgemein sinnvoller sind als das jetztige System, welches Leute ein bis zwei Semester studieren lässt und dann eine Hammerprüfung mit 80 % Durchfallquote vorschreibt, um Auszusieben. Das ist genauso unfair und zerstört genauso Schicksale, aber die Leute haben zusätzlich noch Monate verloren. Man muss da durchaus über den freien Hochschulzugang als Ganzes nachdenken. </p>
<p><strong>Das klang vor den ÖH-Wahlen 2009 in einem <a href="http://feuerhaken.org/2009/05/19/oeh-wahl-in-graz-veritas/">E-Mail-Interview</a>, dass ich mit der Veritas geführt habe, noch weniger zweifelnd: &#8220;Wir sind prinzipiell für den freien Hochschulzugang und daher gegen Zugangsbeschränkungen für den Bachelor und Master.&#8221;. Was hat seither diese Zweifel ausgelöst?</strong></p>
<p>Das ist der große Vorteil von liberalen Bewegungen ist, dass sie dazulernen und nicht in 150 Jahre alten Strukturen oder Manifesten hängen bleiben. Durch meine Arbeit an der ÖH und angesichts der Drop-Out-Quoten habe ich gesehen, dass das System wie es jetzt ist, unhaltbar ist. Ich bin die erste Person die lautstark dafür eintritt, dass die unterfinanzierten Universitätetn mehr Geld bekommen. Aber das wird das Problem maximal entschärfen, nicht lösen. Solange wir in großen Fächern noch versteckte Zugangsbeschränkungen haben, wäre eine andere Lösung für alle Beteiligten besser und sinnvoller.</p>
<h2>&#8220;FPÖ, BZÖ und KPÖ bewegen sich außerhalb des demokratischen Spektrums&#8221;</h2>
<p><strong>Gibt es eine Wahlempfehlung oder ein Wunschergebnis für die steirischen Landtagswahlen?</strong></p>
<p>Wunschergebnis wäre jedenfalls, dass die drei Parteien die sich in meinen Augen außerhalb des demokratischen Spektrums bewegen, die FPÖ, das BZÖ und auch die KPÖ, den Einzug in den Landtag klar verfehlen. Als Liberaler der an den mündigen Bürger glaubt, würde ich es reichlich abstrus finden, eine Wahlempfehlung abzugeben.</p>
<p><em>Fotos:(c) Christopher Jaritz</em></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2010/08/16/steirischer-liberalismus-lukas-lercher/' addthis:title='„Uns drohen griechische Verhältnisse“ – Steirischer Liberalismus: Lukas Lerchner im Gespräch '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Angelika Mlinar führt LiF in die Wien-Wahl</title>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 19:16:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knapp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Liberale Forum Wien hat an diesem Wochenende eine Landesversammmlung abgehalten. Dabei wurden, neben dem offiziellen Beschluss des Antretens bei den Wiener Gemeinderatswahlen im Herbst, auch die ersten 10 Plätze der KandidatInnenliste vergeben. Als Spitzenkandidatin ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2010/05/30/angelika-mlinar-fuhrt-lif-in-die-wien-wahl/' addthis:title='Angelika Mlinar führt LiF in die Wien-Wahl '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p>Das <a href="http://wien.liberale.at/">Liberale Forum Wien</a> hat an diesem Wochenende eine Landesversammmlung abgehalten. Dabei wurden, neben dem offiziellen Beschluss des Antretens bei den Wiener Gemeinderatswahlen im Herbst, auch die ersten 10 Plätze der KandidatInnenliste vergeben. Als Spitzenkandidatin wird die Bundessprecherin des LiF, Angelika Mlinar, fungieren. Auf Platz 2 folgt der Wiener Landessprecher Hannes Heissl. Bekannte(re) Gesichert oder Überraschungen gibt es nicht (wobei es auch zu früh wäre, solche &#8220;Munition&#8221; im Kampf um Aufmerksamkeit jetzt zu verschießen). </p>
<p>Das LiF musste sich erst Mitte der Woche der Umarmung von BZÖ-Chef Jospeh &#8220;Seppi&#8221; Bucher erwehren, der eine Fusion seiner Partei mit dem LiF anstrebt und meinte, dass es darüber schon Gespräche gegeben habe. Vom LiF wird jedoch dementiert, jemals darüber mit jemand vom BZÖ gesprochen zu haben. Außerdem betont man, keinerlei Interesse an einer solchen Zusammenarbeit zu haben. </p>
<p>Im Moment sieht es danach aus, dass insgesamt vier sich &#8220;liberal&#8221; nennende Parteien in Wien antreten wollen. Neben dem LiF und dem BZÖ werden dies die <a href="http://www.julis.at/">JuLis</a>, die sich vom LiF abgespalten haben, und vermutlich die BZÖ-Abspaltung <a href="http://www.freies-buendnis-zukunft.at/">Freies Bündnis Zukunft</a> sein. Das Liberale Forum zog 1996 mit 7,96 % der Stimmen erstmals in den Wiener Gemeinderat ein, scheiterte jedoch bereits bei den folgenden Wahlen im Jahr 2001 an der 5 % Hürde und ist seither in keinem Landtag mehr vertreten. </p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2010/05/30/angelika-mlinar-fuhrt-lif-in-die-wien-wahl/' addthis:title='Angelika Mlinar führt LiF in die Wien-Wahl '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>neuwal im Gespräch mit Heide Schmidt: „Dass Rosenkranz kandidiert, ist ein Offenbarungseid für dieses Land“</title>
		<link>http://neuwal.com/index.php/2010/04/23/2786/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 11:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Egger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Liberales Forum]]></category>
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		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundespräsidentenwahl]]></category>
		<category><![CDATA[FPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[heide schmidt]]></category>

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		<description><![CDATA[Heide Schmidt, ehemalige Parteichefin des Liberalen Forums und Leiterin des Instituts für eine offene Gesellschaft, im neuwal-Gespräch über Weißwähler, feige Ausreden, ihre Meinung zu Heinz Fischer, das Reich der Krone und die Verblödung der Gesellschaft sowie die politische Kraft des "Yes, we can"!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2010/04/23/2786/' addthis:title='neuwal im Gespräch mit Heide Schmidt: „Dass Rosenkranz kandidiert, ist ein Offenbarungseid für dieses Land“ '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><div><em>﻿Ich treffe Heide Schmidt in den Räumlichkeiten des Instituts für eine offene Gesellschaft (IOGE), das sie seit dem Rückzug aus dem Liberalen Forum mit administrativer Unterstützung ihrer langjährigen Büroleiterin, Frau Semmelrock, leitet. Sie wirkt entspannt, keinen Tag gealtert, und nicht im geringsten verbittert über das Scheitern des liberalen Projekts.</em></div>
<p><span id="more-2786"></span></p>
<div>
<p><div id="attachment_2792" class="wp-caption alignnone" style="width: 505px"><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/04/HeideSchmidt_CCManfredWernerTSUI.jpg"><img class="size-medium wp-image-2792" title="Heide Schmidt" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/04/HeideSchmidt_CCManfredWernerTSUI-495x373.jpg" alt="Heide Schmidt" width="495" height="373" /></a><p class="wp-caption-text">Heide Schmidt | CC Manfred Werner / TSUI</p></div></p>
<p><strong>Stefan Egger, neuwal: Frau Schmidt, was halten Sie davon, dass weder ÖVP noch Grüne jemanden aufgestellt haben und generell von den Kandidaten bei der diesmaligen Wahl?</strong></p>
<h2>„Die Begründung der ÖVP ist feige“</h2>
<p>Ich habe Verständnis für ÖVP und Grüne, allerdings ist mir die Begründung eine feige. Denn für eine so große Partei, wie es die ÖVP ist […], kann es meiner Meinung nach nur eine zulässige Begründung geben, keinen Kandidaten aufzustellen, nämlich dass man sagt: Der derzeitige Amtsinhaber hat seine Sache gut gemacht. Und das war auch offensichtlich die innere Begründung für diese Partei, denn zu sagen: Weil man eh keine Chance hätte, deswegen stellen wir niemanden auf, bitte das kann eine Regierungspartei dieser Größenordnung nicht ernstmeinen. Und wenn sie es ernst meinte, dann würde sie sich damit disqualifizieren.</p>
</div>
<div>
<p>Wenn man aber wirklich das Gefühl hat, dass der Amtsinhaber sein Geschäft gut gemacht macht, dann muss man nicht immer als Selbstzweck einen Kandidaten aufstellen &#8211; die ÖVP hätte meiner Meinung nach zu ihrer Entscheidungsbegründung stehen müssen.</p>
<p>Dass die Grünen niemanden aufgestellt haben, verstehe ich auch, weil die Chancen, dass ein grüner Kandidat gegen den Amtsinhaber gewinnt, wirklich minimal sind, und daher auch hier das Argument für die kleinere Partei erst recht eine Begründung ist, keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Das ist natürlich auch ein Kostenthema.</p>
<p></p>
<h2>„Ich bin froh, dass Gehring und Rosenkranz kandidieren – so ist es immerhin eine Wahl!“</h2>
<p>Dass Herr Gehring und Frau Rosenkranz kandidieren, verstehe ich aber auch. Ich muss sagen, ich bin auch froh darüber. Weil das für mich dazugehört, dass Wahlkampf auch tatsächlich eine Wahl bietet. Es sind zwischen diesen Kandidaten Welten, und insofern ist die Wahl für die betroffenen Wählerinnen und Wähler nicht so schwierig, aber es ist immerhin eine Wahl.</p>
<p></p>
</div>
<h2>„Die SPÖ hat bei Klestil nicht so herum geeiert“</h2>
<p>Ich erinnere mich zurück an das Jahr 1998, wo Klestil wieder angetreten ist, auch ohne Gegenkandidaten der SPÖ, aber die SPÖ hat damals nicht so herum geeiert. Die SPÖ hat gesagt: Es gibt keinen Grund [einen Gegenkandidaten aufzustellen], er hat seine Sache nicht schlecht gemacht! Sie waren nicht euphorisch, das muss man auch nicht sein – bei Klestil schon gar nicht. […] Nachdem uns das wochenlang nicht gelungen ist, jemanden zur Kandidatur zu bewegen, die auch einen bekannten Namen hat, haben damals die Liberalen im Alleingang entschieden, dass ich antreten soll. Aber das war für mich wirklich die zweitbeste Lösung. Ich hätte durchaus eine überparteiliche Kandidatin von Rot, Grün und Unabhängigen und Liberalen grundsätzlich lieber gehabt.</p>
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<p><strong>Jetzt ist es diesmal ja etwas anders. Es gibt zwar einen überparteilichen Kandidaten, der zwar politisch immer klar zuordenbar war, aber sein Amt durchaus korrekt ausführt als Bundespräsident. Die ÖVP hat sich trotzdem in keiner Weise dazu durchgerungen, ihn zu wählen. Es gibt auch relativ hohe Vertreter der ÖVP, die – direkt oder indirekt ausgesprochen – empfehlen, weiß zu wählen. Wie sehen Sie das aus demokratiepolitischer Sicht?</strong></p>
<h2>„Weißwählen ist eine Not-Möglichkeit, die nicht angebracht ist“</h2>
<p>Ich halte Weiß wählen für eine Not-Möglichkeit, und keine, die in dieser Sache angebracht ist. Einfach deshalb, weil, dass was die ÖVP glaubt, damit signalisieren zu können, nämlich das Angebot ist insgesamt nicht ausreichend. Das heißt, die vermitteln ihren Wählerinnen und Wählern, Weißwählen wäre der Ausdruck, die ÖVP hätte jemanden aufstellen sollen. Das ist nur aus dem Weißwählen nicht herauslesbar! Denn es gibt genug Leute, die, wenn sie weiß wählen, sagen: Ich hätte mir von der FPÖ jemanden gewünscht, der nicht so weit rechts steht, sondern ein Signal an die sogenannten Bürgerlichen ist. Oder es kann welche geben, die sagen, ich hätte mir gewünscht, dass Herr Strache selber kandidiert und möchte jetzt meiner Partei das damit signalisieren. Dann gibt’s Ungültig-Wähler, das wird ja nicht unterschieden, ob Weiß gewählt wurde oder ob man sich einfach vertut beim Ankreuzen.</p>
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<h2>„Demokratie heißt mitentscheiden. Weißwählen ist keine Entscheidung!“</h2>
<p>Es ist also die Botschaft aus dem Weißwählen keine klar ablesbare und daher […] Demokratie heißt mitentscheiden. Weißwählen ist keine Entscheidung. […]</p>
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<p><strong>Es gibt ja verschiedene Meinungen dazu, warum die ÖVP auch niemanden aufgestellt. Eine davon ist: Es gibt einen Deal zwischen SPÖ und ÖVP […]. Sie waren ja lange Teil des politischen Kräftespiels im Parlament. Wie wahrscheinlich schätzen Sie so eine Variante in der momentanen Koalitionssituation ein?</strong></p>
<p>Gar nicht hoch. Das glaube ich einfach nicht. Ich glaube, dass es oft Deals gibt, und  wir haben das ja erlebt mit dem EU-Kommissar, wo die SPÖ quasi verzichtet hat, einen eigenen Kandidaten zu nominieren und dafür sich Zustimmung für ihre ORF-Pläne eingehandelt hat. Also derartige Deals, die ich meist für höchst übel halte, es sind Ausnahmefälle, wo ich Verständnis dafür aufbringe. Aber an sich sind sie undemokratisch, und davon gibt es viele.</p>
<p>Aber in der Frage glaube ich, war es simpel so, dass Erwin Pröll selbst sehr gerne kandidiert hätte, dass es viele in der ÖVP gab, die ihm den Erfolg nicht zugetraut haben, und zwar ihm, Erwin Pröll, da er zwar im Osten Österreichs gut liegt, aber, je weiter es nach Westen geht, desto weniger und weil es auch einige in der ÖVP gab, die gar nicht wollten, dass Erwin Pröll so ein Profilierungsfeld bekommt. Also da hat es sicher mehrere Gründe gegeben, und daher hat er dann zurückgezogen, und so getan als wäre das sozusagen seine Verantwortung in NÖ…</p>
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<p><strong>…und sein Lebenswunsch, dort zu bleiben…</strong></p>
<h2>„Ich fühle mich beleidigt, wenn ich für blöd gehalten werde“</h2>
<p>…was ich lächerlich finde, denn die hat er vorher auch gekannt. Das ist immer etwas, was mich demokratiepolitisch immer trifft, wenn man die Menschen für blöd hält. Und ich fühle mich beleidigt, wenn ich für blöd gehalten werde.</p>
<p>Aber ich glaube, da gibt es ein Bündel von Gründen und letztlich war wohl ein ausschlaggebender Grund innerhalb der ÖVP, dass sie wirklich gesehen haben, wie gut Heinz Fischer liegt, und gesagt haben, gegen den ist die Chance zu gewinnen minimal. Nur: Wenn ich der Meinung bin, dass es einen Veränderungsbedarf gibt an der Spitze, dann kann das kein Argument sein. Offensichtlich war man der Meinung, es gibt eh keinen Änderungsbedarf, er hat’s eh ordentlich gemacht, und wir lassen uns auf nichts ein. So einfach ist das glaube ich.</p>
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<p><strong>In Situationen wie diesen, bei Wahlen wie diesen – tut’s Ihnen nicht irgendwo leid, dass es keine liberale Gegenkraft gibt?</strong></p>
<h2>„Die Liberalen sind immer dafür gestanden, ein Stückchen weiter vorne zu sein, mit Offenheit und Freude am Weiterentwickeln.“</h2>
<p>Es tut mir immer leid, dass es keine liberale Gegenkraft gibt. Einfach weil ich glaube, dass von den Liberalen Argumente und Themen eingebracht wurden, von denen sich jetzt auch erweist, wie wesentlich sie sind und wie sie die Gesellschaft weiterbringen. Ich glaube, dass die Liberalen immer dafür gestanden sind, ein Stückchen weiter vorne zu sein – auch mit ihrer Vorstellung von einer funktionierenden Gesellschaft. Mit Offenheit – das heißt auch Weltoffenheit &#8211; und mit einer Freude am Weiterentwickeln, nicht nur an der Pragmatik, da muss was geschehen, weil es anders nicht mehr geht. Sondern oft auch mit einer großen Ambition, weil man einen Sinn auch darin sieht, eine Lebensqualität darin sieht, etwas weiterzubringen!</p>
<p></p>
<h2>„Die Diskussion im Parlament ist verarmt“</h2>
<p>Das ist, glaube ich, schon ein wesentliches Profil der Liberalen, und da haben wir in der Vergangenheit – davon bin ich rückblickend überzeugt – einiges bewegt. Dass das jetzt nicht mehr gelingt, und damit auch die Diskussion im Parlament verarmt ist, das finde ich schade. Es ist in diesem Land offensichtlich wirklich schwierig, eine Vierprozenthürde zu nehmen mit Offenheit und mit Bereitschaft zum Risiko.</p>
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<p><strong>Wenn Sie zurückblicken auf diese letzte Zeit, wo es durchaus noch eine Chance gab – wo glauben Sie, ist es letztendlich gescheitert? […]</strong></p>
<h2>„Auch die Sozialdemokratie gewinnt im Normalfall mit Konservatismus“</h2>
<p>Es hat eine Vielzahl von Gründen. Natürlich ist dieses Land ein traditionell konservatives Land. Auch die Sozialdemokratie hat ja nicht das Profil einer progressiven Partei, sondern wenn sie gewinnt, dann gewinnt sie im Normalfall mit Konservativismus. Also wir sind schon ein konservatives und stark autoritär geprägtes Land. Das ist die eine Seite. Trotzdem muss man sagen, wenigstens fünf Prozent von Menschen, die das anders wollen, die gibt’s ja wohl. Das glaub ich auch, ich glaube, dass es mehr sind! Aber da kommt jetzt einerseits ein Machtkalkül dazu, das heißt, die Sorge, die Stimme könnte weggeworfen sein, wenn man nicht im Parlament ist, ist leider eine sehr starke negative Antriebskraft. Nämlich zu sagen: Ich hätte die zwar gerne im Parlament, aber sicherheitshalber wähle ich lieber eine andere Partei, die mir auch relativ nahe ist&#8230;</p>
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<p><strong>…die sicher drinnen ist.</strong></p>
<p>… die sicher drinnen ist! Ich habe viele, viele Reaktionen bekommen von Menschen, bei denen ich glaube, dass sie es ehrlich meinen, die mir gesagt haben, wir hätten gerne, dass Sie oder ihre Liberalen im Parlament sind. Und von denen hat uns mit Sicherheit nur ein Bruchteil gewählt. Trotzdem glaube ich, sie haben es ehrlich gemeint. Nur, da klafft eben das Wollen und das Beitragen dazu auseinander.</p>
<p>Und dazu kommt, dass wir sicher auch einiges falsch gemacht haben, gar keine Frage, gerade bei der letzten Wahl 2008 fürchte ich, dass wir da in der letzten Phase ein Glaubwürdigkeitsmanko gehabt haben. Wie das aufgekommen ist, dass Alexander Zach für Eurofighter lobbiiert hat, aber im Parlament gegen die Eurofighter gestimmt hat, das ist für viele nicht zusammengegangen. […] Alexander Zach ist dann zurückgetreten, und das zwei Wochen vor der Wahl, das war kein gutes Signal. […] Insgesamt ist es für Liberale in diesem Land sehr, sehr schwer…</p>
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<p><strong>…speziell wo ihnen auch die Zugpferde fehlen…</strong></p>
<p>…das gilt für alle Parteien. Es ist schwer, in der jetzigen Situationen Menschen für die Politik zu gewinnen. Menschen, die man kennt, und die daher auch etwas einsetzen und zu verlieren haben. Es ist schon schwer genug, junge Leute für die Politik zu gewinnen. Aber solche, die bereits einen beruflichen Weg hinter sich haben und daher auch einen Namen haben – das gehört nun einmal dazu für die Spitze – das ist natürlich schwer, und nicht nur für die Liberalen.</p>
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<p><strong>Sie haben Herrn Fischer recht deutlich und recht oft gelobt für viele Dinge. Jetzt gibt’s auch Punkte, wo manche sagen, er ist zu zögerlich und er hätte dort eigentlich als moralische Instanz als Repräsentant Österreichs etwas mehr Verantwortung oder könnte deutlicher werden. Den Österreichern die EU näherzubringen, das Asyl- und Bleiberecht, das ja zehn Mal in Folge verschärft wurde… […]</strong></p>
<h2>„Als Oppositionspolitikerin habe ich mit Fischer so manchen Strauß ausgefochten“</h2>
<p>Ich denke schon, dass es eine Frage des Amtsverständnisses ist. Und es kommt seinem Naturell sehr entgegen, denn er ist ein ausgewogener Mensch. Ich habe das immer unglaublich geschätzt und als Oppositionschefin habe ich mit ihm so manchen Strauß ausgefochten und habe ihn immer als eine Bereicherung empfunden, und zwar deswegen, weil es uns beiden öfter gelungen ist, sich auch in den Kopf des anderen zu versetzen, was ich für die Politik und für die Weiterentwicklung der Demokratie für irrsinnig wichtig halte.</p>
<h2>„Manchmal denke ich mir auch: Warum redet er nicht Tacheles?“</h2>
<p>Fischer kann das nicht nur, sondern das gehört bei ihm dazu. Und das macht auch seine Ausgewogenheit aus, die vielen auch mühsam ist. Und ich gestehe, manchmal denke ich mir auch: Warum redet er nicht Tacheles? Aber für die Funktion des Bundespräsidenten ist dieses Naturell ein Geschenk, weil er keine direkte Kompetenz hat, manches zu ändern, sondern durch seine – wenn man das so sagen kann – Mediation eine Chance hat, etwas in eine Richtung zu bringen. Das gelingt aber nur, wenn man nicht starke Worte in der Öffentlichkeit spricht, denn damit macht man sich die Türen zu. Die anderen denken sich: So, jetzt soll er anrennen. Daher auch sein Verhalten bei gewissen Dingen.</p>
<h2>„Fischer hat sich die Kronen Zeitung zum Feind gemacht“</h2>
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<p>Aber jetzt kommt ein großes Aber: Gerade die beiden Bereiche, die Sie genannt haben, die EU und das Bleiberecht, haben ja gerade dazu geführt, dass er sich der Kronen Zeitung zum Feind gemacht hat, und unglaubliche Emotionen bei Bürgerinnen und Bürgern hervorruft, die sich auch widerspiegelt in der Post, die er bekommt.</p>
<h2>„Die Aggressivität der Post, die er bekommt, sowohl zur EU als auch zur Familie Zogaj, ist erschreckend.“</h2>
<p>Das Ausmaß der Aggressivität der Post, sowohl bei seinen EU-Äußerungen als auch bei seinen Äußerungen zur Familie Zogaj ist erschreckend. Man braucht sich übrigens nur die Leserbriefe in der Kronen Zeitung anzusehen und hat einen Begriff davon. Da sehe ich, dass seine Worte, so ausgewogen sie klingen mögen, schon eine sehr klare Botschaft vermitteln, denn sonst könnten sie nicht solche Reaktionen hervorrufen.</p>
<p></p>
<h2>„FPÖ-Wählerinnen und Wähler haben eine sehr starke Distanz zu Fischer“</h2>
<p>Er hat gerade, was die EU betrifft, im Übrigen  auch beim Lissabon-Vertrag, eine sehr ausgeprägte Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Er ist übrigens der erste Bundespräsident, der in die Pressestunde geht – das hat noch kein Bundespräsident vorher gemacht, ist auch nicht einfach, das muss man auch dazu sagen. Gerade hier hat er seine Positionen zur EU oft genug so formuliert, dass eben FPÖ-Wähler und Wählerinnen eine sehr starke Distanz zu ihm haben.</p>
<p>Und zur Familie Zogaj genau dasselbe. Wenn er das Wort, es muss auch die Humanität dabei beachtet werden, und die Menschen, die sich damit auskennen, wissen das natürlich, meint er das humanitäre Bleiberecht. Nur, er kann sich damit nicht durchsetzen, denn die Entscheidung ist eine der Ministerin, und wenn die Ministerin Njet sagt, dann kann er dreimal noch schärfere Worte verwenden, und er wird ganz im Gegenteil nachher schwächer aussteigen als er vorher war.</p>
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<p><strong>Er wird beschädigt&#8230;</strong></p>
<h2>„Die Menschen verstehen genau, was er meint“</h2>
<p>Das muss man sich alles überlegen, dass das das nicht aus Eitelkeit nicht gesagt wird, um nicht persönlich beschädigt zu werden, sondern weil seine Einflussmöglichkeiten damit geringer werden. Das heißt: Klare Botschaften an die Gesellschaft zu geben, wie es sozusagen uns anstünde, wie es sein sollte, das tut er, sonst könnten die Reaktionen nicht so sein. Die Menschen verstehen genau, was er meint, auch wenn er es auf eine Weise ausdrückt, die vielleicht nicht Zack, Zack geht, sondern konsensfähig ist.</p>
<p></p>
<h2>„Es hat keinen Sinn, starke Worte zu sprechen. Rosenkranz macht sich lächerlich“</h2>
<p>Daher hat es keinen Sinn, starke Worte zu sprechen. Ich halte ich das auch für so lächerlich, wenn manche Kandidatinnen und Kandidaten davon reden, dass sie starke Worte sprechen müssten, im übrigen war es auch so lächerlich, dass ausgerechnet jene Kandidatin, die „Zeit für kleine Worte“ plakatiert, bei der gestrigen Diskussion bei der Frau Thurnher nicht in der Lage war, irgend ein klares Wort zu sagen, weil ihr die Fragen mit Ja oder Nein zu kompliziert waren. Da muss ich sagen, das war ein Widerspruch in sich, und es war nicht der erste Widerspruch in sich.</p>
<p></p>
<h2>„Ich habe ein ruhiges Gewissen, wenn ich sage, Fischer macht seine Sache gut“</h2>
<p>Also da sehe ich schon auch, dass man ein bisschen auch begreifen muss, worum es bei dieser Funktion geht. Und daher habe ich ein […] ein ruhiges und sicheres Gewissen, wenn ich sage, Fischer macht seine Sache gut, weil ich weiß, dass man damit mehr erreicht.</p>
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<p><strong>Gut. Jetzt haben Sie gesagt, Sie sind ja froh um alle Kandidaten…</strong></p>
<p>…aus demokratiepolitischen Gründen, aber froh werde ich erst sein, wenn die beiden eine Abfuhr erhalten von den Wählerinnen und Wählern.</p>
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<p><strong>Es gibt jetzt durchaus einige Stimmen, die meinen, es sollte eine Mindestanforderung, ein Mindestprofil für die Bewerber für das Bundespräsidentenamt geben, zumindest sollte es zumindest demokratiepolitsicher Konsens sein, wen man in so ein Rennen schickt. Es ist für einige schon problematisch, dass jemand für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert, der mit der Existenz von Gaskammern im Zweiten Weltkrieg ein Problem hat.</strong></p>
<h2>„Dass Rosenkranz kandidiert, ist ein Offenbarungseid für dieses Land“</h2>
<p>Das ist mehr als problematisch, aber es ist auch schon mehr als problematisch, dass diese Frau Landesrätin ist seit vielen Jahren in einem Bundesland, und sie ist immerhin Mitglied einer Landesregierung. Und es ist mehr als problematisch, dass sie Mitglied einer Partei ist, die als regierungsfähig angesehen wird. Und deswegen bin ich zwar froh, dass sie kandidiert, weil es ein Offenbarungseid für dieses Land ist.</p>
<p></p>
<h2>„Ich war erschüttert, dass Lugner und ich nur um 1,4 Prozent auseinander lagen“</h2>
<p>Das Wahlergebnis wird mich entweder froh oder unglücklich machen, denn das Wort liegt bei der Wählerin und beim Wähler. Und das sage ich jetzt auch für sonstige Qualifikationen. Wenn man glaubt, dass Herr Lugner Bundespräsident sein könnte, dann muss ich sagen, ist es ein Wesen der Demokratie, dass die Menschen das auch sagen dürfen. Ich war erschüttert, dass bei jener Wahl, wo er angetreten ist und wo ich auch angetreten bin, wir nur um 1,4 Prozent auseinander lagen. […]</p>
<h2>„Absurde Ergebnisse sind das Wesen der Demokratie“</h2>
<p>Und daher sage ich, das ist das Wesen der Demokratie. In der Demokratie können die absurdesten Ergebnisse herauskommen, es können auch kluge Ergebnisse herauskommen, je nachdem, wie ernst die Menschen ihre Aufgabe nehmen.</p>
<p></p>
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<p><strong>Das hat ja auch ein bisschen einen größeren Hintergrund, warum Kandidaten wie Herr Lugner möglich sind und so erfolgreich sind. Das ist nicht nur meiner Meinung nach, sondern das hört man relativ oft, auch ein Nachhall eines Jörg Haider und einer Art, wie er die Politik verändert hat, die politische Kommunikation, den Umgang mit den Medien, die Art, die Themen zu setzen etc.</strong></p>
<h2>„Die Verblödung der Gesellschaft wird strategisch betrieben von manchen Medien“</h2>
<p>Also ich bin da nicht sicher, ob das wirklich mit Haider zusammenhängt. Ich glaube, dass der Haider andere Dinge bewirkt hat in diesem Land und nicht die „Lugnerisierung“, um das mal so zu sagen, sondern das hängt insgesamt mit einem Abdanken der Politik einerseits zusammen und einer Boulevardisierung der Gesellschaft im gesamten. Also sogar die „Verblödung der Gesellschaft“ <em>[deutet auf ein Buch im Regal]</em>, so drastisch möchte ich es nicht ausdrücken, ob die nicht manchmal strategisch betrieben wird von manchen Zeitungen und Fernsehsendungen, also das Denken dem Menschen auszutreiben und nur noch auf Events auszurichten. Das ist etwas, was nicht nur Herr Haider praktiziert hat, obwohl er natürlich einer war, der das auch in der Politik salonfähig gemacht hat, das ist schon wahr.</p>
<p></p>
</div>
<div><strong>Um nochmal kurz zurückzukommen auf die verdummenden Medien: Die Kronen Zeitung hat sich ja diesmal sehr stark aus dem Fenster gelehnt, mit der haben Sie ja seinerzeit auch einige Sträuße ausgefochten…<br />
</strong></div>
<div>…aus Überzeugung!</div>
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<p><strong>…aus Überzeugung und Notwendigkeit! Aber hier musste sogar ein Hans Dichand – ich weiß das von Mitarbeitern – musste einen Rückzieher machen. Das sollte einen doch etwas optimistischer stimmen.</strong></p>
<p>Ich bin auch nicht pessimistisch, wie gesagt, der Wahlsonntag wird meinen Optimismus entweder fördern oder dämpfen.</p>
<h2>„Krone-Leser sehen wollten nicht, dass eine Zeitung so agiert“</h2>
<p>Aber was Hans Dichand betrifft, haben zwei Dinge eine Rolle gespielt. Das eine: Dass es doch eine gehörige Zahl von Leserinnen und Lesern gab, die mit dieser Linie nicht einverstanden waren. Und da glaube ich, dass es auch eine Rolle spielt, dass es einfach viele Krone-Leser gibt, die sehen, dass Herr Fischer seine Sache gut macht, und die das einfach unfair empfunden haben. Also auch hier wird so eine Mischung sein, zu rechts Rosenkranz, zu unfair Fischer gegenüber, und dass die das Gefühl gehabt haben, so will ich nicht, dass eine Zeitung agiert.</p>
<p>Das war das eine, und das zweite war wahrscheinlich auch der Miteigentümer der Kronen Zeitung, der immer schon Probleme hatte, wenn diese Zeitung zu sehr nach rechts geschielt hat. Also es war wahrscheinlich mehr die Macht der faktischen und ökonomischen Gründe, die Herrn Dichand dazu gebracht haben, von Frau Rosenkranz eine Erklärung zu verlangen, als Überzeugung, so fürchte ist.</p>
</div>
<h2>„Realität ist, was wir täglich in der Krone lesen – und das ist schrecklich genug!“</h2>
<p>Aber die  Motivenlage ist mir eigentlich egal, denn Realität ist, was wir täglich in der Kronen Zeitung lesen, und das ist schrecklich genug. Und das liegt daran, dass es in diesem Land wirklich seit 1945 kein gepflegtes Bewusstsein über diese Vergangenheit gegeben hat und dass frage ich mich zwar, warum das heute bei jungen Leuten noch gemacht wird. Aber da ist es wiederum eine Mischung aus dem mangelnden Bewusstsein über den Wahnsinn der Vergangenheit und zugleich das fehlende Bewusstsein, wo Menschenverachtung beginnt. Die finden das halt klasse und cool, wie Herr Strache über Menschen herzieht. Da fehlt es an politischer Bildung an den Schulen, da fehlt es an politsicher Auseinandersetzung, da haben die großen Parteien viel zu viel versäumt, und das Ergebnis werden wir noch lange aufarbeiten müssen. [...]</p>
<p></p>
</div>
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<p><strong>Jetzt steht diese Wahl ja exemplarisch dafür, dass es wenig starke Zugpferde gibt, das zieht sich ja durch beide große Parteien, auch die Oppositionsparteien. Woran liegt das, ist die Politik nicht mehr interessant genug?</strong></p>
<h2>„Wir haben ein wirklich schlechtes Niveau der politischen Kultur“</h2>
<p>Das liegt auch daran, dass wir ein wirklich schlechtes Niveau der politischen Kultur haben, und dass es Überwindung kostet, sich in dieses Spiel einzuklinken. Ich sehe das auch an mir, ich muss sagen, ich habe 2008 noch einmal kandidiert, aber das war der Anstoß war mehr Pflicht als Neigung.</p>
<p></p>
<h2>„Der Populismus hat Einzug in alle Parteien gehalten“</h2>
<p>Jemand, die oder der noch gar nicht in der Politik war, tut sich noch viel schwerer. Einerseits, weil der Spielraum für politische Entscheidungen kleiner geworden ist, und das liegt nicht an der Europäischen Union, sondern das liegt an der Globalisierung, das liegt an der Vernetzung der unterschiedlichsten Interessen, dass die Politik immer früher an Grenzen stößt. Das Zweite ist, dass der Populismus, das zu tun, was Leute gerne hören, und nicht das Mühsal der Argumentation auf sich zu nehmen. Dieser Populismus hat Einzug in alle Parteien gehalten.</p>
<p></p>
<h2>„Diese Haltung des YES WE CAN empfinde ich als eine Chance“</h2>
<p>Und das mit einer gar nicht so guten Bezahlung, mit einem schlechten Image, mit einer erwartbar schlechten Lebensqualität auf sich zu nehmen, erfordert ein so hohes Maß an Idealismus, dass es immer weniger Menschen sind, die sich darauf einlassen. Daher leiden alle Parteien an der Rekrutierung, der Qualität. Das können, glaube ich, nur Idealisten ändern, die mit dem einen oder anderen Erfolg jemand anderen mitziehen. Ich sage das mit dem Paradebeispiel des Barack Obama, der auch – wie man weiß – große Probleme in seinem Land hat. Aber dieses Flair, dass er ausstrahlt, diese Überzeugungskraft und dieser Enthusiasmus, der auch an seine Grenzen stößt, aber diese Haltung des „Yes we can“, die empfinde ich als eine Chance.</p>
<p></p>
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<div>
<p><strong>Er hat ein Momentum erzeugt, die die Partei dann mitgerissen hat.</strong></p>
<p>Die hat ein Momentum erzeugt. […] Ich wünsche Obama einen langen Atem und ich hoffe, dass es den einen oder die andere in ganz anderen Ländern auch motiviert, sich einzulassen und mit dem einen oder anderen Wahlerfolg zu sagen: „Ja, es geht“.</p>
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<p><strong>Langsam kommen wir zu einem Ende. Das Amt des Bundespräsidenten wird sehr oft…</strong></p>
<p>…vor jeder Wahl! Vor jeder Wahl wird es in Frage gestellt!</p>
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<p><strong>Diesmal auch von sehr weit oben, und es ist sehr kontrovers diskutiert haben. Wenn Sie es kurz zusammenfassen, was spricht für Sie dafür?</strong></p>
<h2>„Die Wirkung des Bundespräsidenten ist stärker, wenn er Zurückhaltung übt. Diese Quadratur des Kreises ist nicht auflösbar“</h2>
<p>Unsere Verfassung ist zu Recht so aufgebaut, dass es eine Balance der Macht gibt. Und diese Balance der Macht ist – wenn ich ganz oben beginne – Regierung, Parlament, Bundespräsident. Das Kuriose ist, dass die Wirksamkeit des Bundespräsidenten stärker ist, wenn er Zurückhaltung übt. Und gerade diese Zurückhaltung aber, wenn sie geübt wird, vermittelt bei manchen das Gefühl, dann brauchen wir ihn eh nicht. Diese Quadratur des Kreises ist nicht auflösbar. Das muss man einfach erkennen, wenn man es nicht erkennt, wird man ihn halt für unnötig halten.</p>
<h2>„Ich bin der Meinung, dass Fischer der richtige Präsident ist“</h2>
<p>Zum Bundespräsidenten gehört Kompetenz, gehört Eigenständigkeit und Zurückhaltung. Für mich hat Heinz Fischer diese drei Eigenschaften bzw. diese drei Fähigkeiten. Aus diesem Grund bin ich auch der Meinung, dass er der richtige Präsident ist.</p>
<h2>„Der Bundespräsident ist ein ganz wichtiger Haltegriff. Und den darf man nicht leichtfertig opfern!“</h2>
<p>Ungeachtet der augenblicklichen Situation – er ist ein wichtiger Faktor sozusagen in einer Standby-Situation, für Krisen. Das hat aber auch eine Wirkung außerhalb der Krise, um sie gar nicht entstehen zu lassen. Aber sollte sie tatsächlich über uns hereinbrechen, und damit meine ich nicht die Finanzkrise, sondern eine Staatskrise, eine gesellschaftliche, politische Krise, dann ist der Bundespräsident mit seinen Kompetenzen ein ganz wichtiger Haltegriff. Und den darf man nicht leichtfertig opfern…</p>
</div>
<div>
<p><strong>…auch wenn die Fahrt gerade ruhig ist…</strong></p>
<p>Das ist das simple Beispiel, nur deswegen, weil nichts passiert. Sondern die hat man. Und das ist auch das gleiche System für den Bundespräsidenten.</p>
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<p></p>
<p><strong>Gut, Abschlussfrage. Ihr Wunschergebnis für den Sonntag?</strong></p>
<h2>„Bei Rosenkranz hoffe ich, dass es ein Misserfolg wird. Solche Haltungen brauchen eine Abfuhr!“</h2>
<p>Gut über 70 Prozent für Heinz Fischer, Herr Gehring wird um die fünf Prozent haben, die tun nicht weh. Bei Frau Rosenkranz hoffe ich, dass es ein Misserfolg wird, weil ich glaube, dass solche Haltungen eine Absage brauchen durch die Wählerin und durch den Wähler.</p>
<p></p>
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<div><strong>Frau Schmidt, vielen Dank. Schade, dass man Sie nicht mehr wählen kann.</strong></div>
</div>
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		<title>Die Volksbefragung aus Sicht der anderen Parteien</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 14:39:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Leitner</dc:creator>
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Als ich vergangene Woche in Wien war, fiel mir nur die FPÖ auf, die mir anfangs als einzige Partei auffiel, die in Wien mit Plakaten auf die Volksbefragung der SPÖ reagierte. Dafür hagelt es in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2010/02/11/die-volksbefragung-aus-sicht-der-anderen-parteien/' addthis:title='Die Volksbefragung aus Sicht der anderen Parteien '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/02/neuwal.vb_.02.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1704" title="neuwal zur Volksbefragung" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2010/02/neuwal.vb_.02.jpg" alt="neuwal zur Volksbefragung" width="600" height="400" /></a></p>
<p>Als ich vergangene Woche in Wien war, fiel mir nur die FPÖ auf, die mir anfangs als einzige Partei auffiel, die in Wien mit Plakaten auf die Volksbefragung der SPÖ reagierte. Dafür hagelt es in den Printmedien und im Internet harsche Kritik der anderen Parteien am Stil der SPÖ.</p>
<p>Die <a href="http://wien.oevp.at/">ÖVP Wien</a> macht die Volksbefragung auf ihrer Homepage mehrmals zum Thema: Dr. Matthias Tschirf (VP-Klubobmann) nennt sie &#8220;<a href="http://wien.oevp.at/19008/?MP=61-157">sauteuer und beschämend</a>&#8220;, Gemeinderat Wolfgang Gerstl wiederum nennt sie eine &#8220;<a href="http://wien.oevp.at/18875/?MP=61-157">Mogelpackung</a>&#8221; und versteht nicht ganz, warum diese Volksbefragung überhaupt sinnvoll ist: &#8220;<a href="http://wien.oevp.at/18891/?MP=61-157">Volksbefragung für 24 Std. U-Bahn ist vergeudetes Steuergeld</a>&#8220;.</p>
<p>Die <a href="http://wien.gruene.at/">Wiener Grünen</a> kritisieren auch auf ihrer Homepage mehrere Male die Volksbefragung. Darüber hinaus müsste man ja eigentlich noch die <a href="http://www.gruene.at/blog_portal">unzähligen Blogs </a>grüner Politiker aufzählen, die sich  mit dem Thema befassen. Klubobfrau Maria Vassilakou erklärt in einem <a href="http://wien.gruene.at/weitere_themen/artikel/lesen/54698/">umfassenden Artikel</a> die grünen Standpunkte zur Volksbefragung. <a href="http://wien.gruene.at/weitere_themen/artikel/lesen/54648/">Weiters </a>kritisiert sie, dass die Steuerzahler die gesamten Kosten übernehmen müssen und spricht von einem fragwürdigen <a href="http://wien.gruene.at/weitere_themen/artikel/lesen/54883/bilder/21761/2/slideshow/?backPid=0">PR-Overkill</a>. Und auch die Grünen haben eine Plakatserie gestartet, hier der <a href="http://www.flickr.com/photos/32360853@N05/sets/72157623333286004/show/">komplette Überblick</a>.</p>
<p>Die Freiheitlichen haben zur ihrem Plakat auch eine <a href="http://www.fpoe-wien.at/fileadmin/Content/Wien/PDFs/Bannerspalte/antworten_statt_fragen_haeupl_2010.pdf">vierseitige Erklärung</a> online gestellt. Zwar findet man auf der Homepage nur schwer Nachrichten zur Volksbefragung, aber auf der APA OTS Seite wurde ich schließlich fündig. Der Klubobmann der FP Wien, Eduard Schock meint, dass die Volksbefragung <a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100208_OTS0149/fp-schock-zu-volksbefragung-kosten-17-mal-hoeher-als-bei-expo-befragung-1991">17 Mal so viel</a> wie die Expo-Befragung 1991 kostet, die beiden NR-Abgeordneten Harald Stefan und Norbert Hofer sehen hinter der Volksbefragung <a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100208_OTS0100/fpoe-stefan-hofer-viel-heisse-luft-aus-der-spoe-um-volksbefragungen">nur heiße Luft</a>.</p>
<p>Vom BZÖ Wien konnte zumindest ich keine Nachrichten und vor allem auch keine eigene Homepage finden. UPDATE: Hier habe ich einen <a href="http://bzoewien.wordpress.com/">Blog des BZÖ Wien</a> gefunden, und dort schreiben sie auch über die Sinnhaftigkeit der <a href="http://bzoewien.wordpress.com/2010/01/12/city-maut-in-wien-vollig-unnotig/">Citymaut</a> und ihrer Meinung nach <a href="http://bzoewien.wordpress.com/2010/01/15/hams-net-was-vergessen-herr-haupl/">wichtigere Punkte</a> als jene der SPÖ-Volksbefragung. Auch die KPÖ befasst sich mit dem Thema in ihrem Artikel &#8220;<a href="http://wien.kpoe.at/news/article.php/20100204225547995">Unglaublich, aber wahr!</a>&#8221; Auch bei den <a href="wien.liberale.at/">Wiener Liberalen</a> habe ich <a href="http://wien.liberale.at/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=72&amp;Itemid=90">Standpunkte</a> zu den 5 Fragen gefunden, und die <a href="http://www.maennerpartei.at/frontpage">Männerpartei </a>stürzt sich einzig und allein mit ihrer Frage &#8220;<a href="http://www.maennerpartei.at/content/die-m%C3%A4nnerpartei-wills-wissen-ist-die-wiener-sp%C3%B6-korrupt">Ist die Wiener SPÖ korrupt?</a>&#8221; selbst in das furchtbare Netz der Suggestivfragen. Keine Nachrichten fand ich bei den <a href="http://www.piratenpartei.at/">Piraten </a>und auch bei der <a href="http://tierschutzpartei.at/">Tierschutzpartei</a>, welche vor allem wegen der Hunderführerschein-Frage interessant wäre.</p>
<p><em>Man sieht es sofort: Die anderen Parteien, ob groß oder klein, finden zwar meist eine Volksbefragung sinnvoll, halten aber nichts davon, wie die SPÖ damit umgeht. Hätte die Wiener SPÖ zugelassen, dass auch andere Parteien ihre Fragen auf den Stimmzettel geben, wäre der Negativtenor wohl um einiges geringer gewesen.</em></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2010/02/11/die-volksbefragung-aus-sicht-der-anderen-parteien/' addthis:title='Die Volksbefragung aus Sicht der anderen Parteien '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Der überraschende Rechtsruck oder das vorhersehbare Debakel.</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Sep 2008 17:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Leitner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So einige erschrockene Gesichter konnte ich beobachten, als die erste Hochrechnung um 17 Uhr pünktlich über die Fernsehbildschirme flimmerte. Man habe ja gewusst, dass die Großparteien verlieren würden, aber dass der rechte Block so viele ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/30/der-uberraschende-rechtsruck-oder-das-vorhersehbare-debakel/' addthis:title='Der überraschende Rechtsruck oder das vorhersehbare Debakel. '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p>So einige erschrockene Gesichter konnte ich beobachten, als die erste Hochrechnung um 17 Uhr pünktlich über die Fernsehbildschirme flimmerte. Man habe ja gewusst, dass die Großparteien verlieren würden, aber dass der rechte Block so viele Stimmen dazugewinnen würden, nein. Das ist unglaublich.</p>
<p>Ausländische Medien bewerten die Nationalratswahl als einen akuten Rechtsruck in Österreich. <a href="http://www.msnbc.msn.com/id/26940042/">msnbc</a> titelt wie folgt: “Austria stunned by far-right’s election gains &#8211; Success of 2 anti-immigration parties throw future of government in doubt”, die <a href="http://www.nytimes.com/2008/09/29/world/europe/29austria.html">New York Times</a> schreibt ähnlich: “Far-Right, Anti-Immigrant Parties Make Gains in Austrian Elections”. Doch es wäre viel zu kurzsichtig, die Wahl auf die politische Gesinnung der Österreich umzuwälzen.</p>
<p>Für mich war es die größte <em style="font-style: italic;">Denkzettelwahl </em>aller Zeiten. Man war enttäuscht von der Politik der Großen Koalition. Eineinhalb Jahre stand nicht die politische Arbeit im Blickpunkt der Medien, sondern die Streitigkeiten und unterschiedlichen Ansichten z.B. in der Gesundheits-, Pflege- oder in der Bildungsreform. Die großen Parteien hatten versprochen und einige Dinge sichtlich nicht gehalten. Solche &#8220;Kohlköpfe&#8221; könnte man eben nicht mehr wählen.</p>
<p>Und davon profitierten die Freiheitlichen und das BZÖ. Das sieht man auch beim Betrachten der Wählerstromanalyse: 162.000 Stimmen der ÖVP bekam die FPÖ, 100.000 Stimmen das BZÖ; und auch die SPÖ verlor 110.000 Stimmen an die FPÖ und 82.000 Stimmen an das BZÖ. Warum man aus Protest diese Parteien wählt, sei jedoch dahingestellt. Ich zumindest hätte so manch andere Parteien zu empfehlen.</p>
<p>Der Parteiobmann der SPÖ, Werner Faymann, hat nach dem heutigen Parteipräsidium ihre Verhandlungsrichtung vorgelegt. Er schwört sich auf eine Koalition mit der ÖVP ein, eine Kenia-Koalition (Rot-Schwarz-Grün) halte er für &#8220;nicht sinnvoll&#8221;. Und wenn es die beiden Parteien denn schaffen, eine Regierung zu bilden (und das wäre durchaus wünschenswert), sollen sie sich einfach wieder auf die Arbeit konzentrieren. Und dann werden bei der nächsten Wahl die Proteststimmen wieder zurückkommen.</p>
<p>Außerordentlich traurig finde ich außerdem das Ende des Liberalen Forums. Das Büro ist aufgelöst, der Heide-Schmidt-Blog ist beinahe geschlossen, und Heide Schmidt steht nicht mehr zur Verfügung und beschließt damit auch das Ende der Partei: &#8220;Der Wählerwille habe gezeigt, dass eine liberale Partei in diesem Land anscheinend nicht erwünscht ist&#8221;. Schade, denn ich denke, wenn die Partei Aufbauarbeit investiert hätte, all die Jahre bis zur nächsten Wahl, wären sie beim nächsten Mal sicherlich im Nationalrat. Das man so schnell aufgeben würde, hat mich überrascht. </p>
<p>Und so sah ich die Entwicklung kommen. Es hätte diese Neuwahl einfach nie geben dürfen. Denn schon als Wilhelm Molterer am 7. Juli die Koalition mit &#8220;Es reicht!&#8221; beendete, wusste ich, dass vor allem die rechten Parteien davon profitieren würden. Von einem Rechtsruck würde ich aber nicht sprechen.</p>
<p><strong>Abschließend möchte ich Dieter für dieses wunderbare Projekt bedanken. Es ist unglaublich, was er in den letzten drei Monaten aus dem Boden gestampft hat. Vielen Dank, dass ich mitarbeiten durfte, es hat mir außerordentlich Spaß gemacht. </strong></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/30/der-uberraschende-rechtsruck-oder-das-vorhersehbare-debakel/' addthis:title='Der überraschende Rechtsruck oder das vorhersehbare Debakel. '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Liberales Forum: Bundessprecher Alexander Zach tritt zurück.</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 09:22:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dieter Zirnig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liberales Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[alexander zach]]></category>
		<category><![CDATA[LIF]]></category>

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		<description><![CDATA[Von karli gerade erfahren und im Heide Schmidt Blog gelesen: Aktuell: Bundessprecher Alexander Zach tritt zurück:
Das LIF zeigt, dass die selbst auferlegten Anforderungen an eine ehrliche und offene politische Kultur nicht nur hohle Phrasen sind: ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/23/liberales-forum-bundessprecher-alexander-zach-tritt-zuruck/' addthis:title='Liberales Forum: Bundessprecher Alexander Zach tritt zurück. '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p>Von <a href="http://twitter.com/Karli/statuses/931440581" target="_blank">karli</a> gerade erfahren und im <a href="http://www.heide-schmidt-blog.at/2008/09/aktuell-bundessprecher-alexander-zach-tritt-zuruck/" target="_blank">Heide Schmidt Blog</a> gelesen: Aktuell: Bundessprecher Alexander Zach tritt zurück:</p>
<blockquote><p>Das LIF zeigt, dass die selbst auferlegten Anforderungen an eine ehrliche und offene politische Kultur nicht nur hohle Phrasen sind: Nachdem die Negativkampagne gegen seine Person pünktlich zum Wahlkampfende ihren Höhepunkte erreicht hat, legt Bundessprecher Alexander Zach &#8211; anders als viele rücktrittsreife Berufspolitiker der letzten Jahre &#8211; Funktion und Mandat nieder. Interimistische Nachfolgerin wird Heide Schmidt.</p></blockquote>
<p>Ich finde diesen gesetzten Schritt absolut richtig. Schade, dass das Thema &#8220;Eurofighter&#8221; gerade eine kleine Partei treffen mußte. Wie sieht es bei den Großparteien aus?</p>
<p><strong>Online-Medien-Spiegel<br />
</strong>derstandard.at: <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1220458816922" target="_blank">http://derstandard.at/?url=/?id=1220458816922<br />
</a>oe24.at: <a href="http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/politik/neuwahlen/LIF-Chef_Zach_zurueckgetreten_-_Schmidt_uebernimmt_364684.ece" target="_blank">Eurofighter-Lobbying: LIF-Chef Zach zurückgetreten &#8211; Schmidt übernimmt<br />
</a>diepresse.com: <a href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/416601/index.do?_vl_backlink=/home/index.do" target="_blank">LIF: Zach stolpert über EADS-Lobbying<br />
</a>kleine.at: <a href="http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/regierung/1544493/index.do" target="_blank">Zach geht als LIF-Chef<br />
</a>orf.at: <a href="http://www.orf.at/080923-29774/index.html" target="_blank">LIF-Chef Zach tritt zurück</a></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/23/liberales-forum-bundessprecher-alexander-zach-tritt-zuruck/' addthis:title='Liberales Forum: Bundessprecher Alexander Zach tritt zurück. '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>ORF &quot;Im Zentrum spezial&quot;</title>
		<link>http://neuwal.com/index.php/2008/09/21/orf-im-zentrum-spezial/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 20:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Leitner</dc:creator>
				<category><![CDATA[die christen]]></category>
		<category><![CDATA[KPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Liberales Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Liste FRITZ]]></category>
		<category><![CDATA[Rettet Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Konfrontation]]></category>
		<category><![CDATA[im zentrum]]></category>
		<category><![CDATA[im zentrum spezial]]></category>
		<category><![CDATA[ORF]]></category>

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Der ORF lädt alle nicht im Nationalrat vertretenen Parteien zu einem &#8220;Im Zentrum spezial&#8221;: Fritz Dinkhauser (Liste Fritz), Alfons Adam (Die Christen), Heide Schmidt (LIF), Mirko Messner (KPÖ) und Wilfried Auerbach (RETTÖ). Es werden Punkte ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/21/orf-im-zentrum-spezial/' addthis:title='ORF &quot;Im Zentrum spezial&quot; '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p><img class="alignnone" src="http://www.euxus.eu/wien/a800/56010015-haashaus-stephansplatz-wien.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>Der ORF lädt alle nicht im Nationalrat vertretenen Parteien zu einem &#8220;Im Zentrum spezial&#8221;: Fritz Dinkhauser (Liste Fritz), Alfons Adam (Die Christen), Heide Schmidt (LIF), Mirko Messner (KPÖ) und Wilfried Auerbach (RETTÖ). Es werden Punkte jeder Partei herausgegriffen, die nur diese Partei fordert.</p>
<p>NEUWAL hat auch hier live mitgebloggt.<br />
<span id="more-639"></span> </p>
<p><em>Frage an Heide Schmidt: Warum eine bedingungslose Grundsicherung?</em><br />
<strong> Antwort:</strong> Weil es [...] Kreativität, Selbstverantwortung fordert. Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Es soll jede und jeder bekommen. Ausgezahlt soll es nur an jene werden, die es brauchen. Jene, die nichts haben, als eine Negativsteuer. Wenn man verdient, wird es weggesteuert.<br />
<strong> Fritz Dinkhauser: </strong>Wir dürfen die Leute nicht in der Not lassen. Es gibt Wohlfahrtsarbeit, Sozialarbeit. Nicht bedingungslos. Die die übrig bleiben, bleiben sowieso übrig. Es gibt schon Möglichkeiten.  <br />
<strong> Mirko Messner:</strong> Immer mehr Menschen gibt es, die keine Aussicht haben. Das Geld ist vorhanden. Bedingungslose Grundsicherung für alle. Für jeden Menschen in der Gesellschaft. Auch der Bundeskanzler soll sie kriegen.<br />
<strong> Alfons Adam:</strong> Es funktioniert nicht, ohne dass neue soziale Ungerechtigkeiten geschehen. Gezielt ansetzen bei Familien. Wir fordern Müttergehalt. Dadurch bekommen wieder mehr Menschen Kinder. Kinder sind ja auch eine Belastung. Wert der Mutter soll verbessert werden.<br />
<strong>Wilfried Auerbach:</strong> Wir haben schon soziale Härtefälle kennengelernt. Sofort abfedern, aus dem Budget. Wir wissen noch nicht, wie der genaue Finanzplan der Regierung aussieht. Der Knackpunkt: Wir müssen alle nachdenken, wer uns in diese Situation hineingeführt hat, die SPÖ und die ÖVP. Wir haben 1400 Euro pro Erwerbstätigen pro Jahr für den Zinsendienst. Sofort an die Ursachen der Teuerung rangehen. Wahlversprechen werden alle obsolet sein, es wird ein Belastungsprogramm nach der Wahl geben. Soziale Härtefälle sofort, und auch sofort an den Gründen arbeiten.<br />
<strong>Fritz Dinkhauser</strong>: Wir haben eine solche Einrichtung gemacht. Gründung des Tiroler Beschäftigungsvereines, für all jene, die vorher noch nicht gearbeitet haben. Es ist wichtig, es ist von Kammern, vom Land Tirol, vom AMS mitfinanziert worden. <br />
<strong>Heide Schmidt:</strong> Es ist durchdacht, durchgerechnet. Auszahlung nur an jene, die es wirklich brauchen. </p>
<p><em>Frage an Heide Schmidt: Ihr Parteichef Zach ist durch Lobbyinggeschäfte in die Medien gekommen. Ist Zach eine Last?</em><br />
<strong>Heide Schmidt:</strong> Es ist kein Lobbying, aber wir werden Antworten geben. Ich hielte es für viel wesentlicher, sich zu überlegen, warum die Vorwürfe jetzt kommen, und warum es einen Vertrag gibt, der von ÖVP und BZÖ gemacht wurde, und wir nicht aus dem Vertrag aussteigen können. </p>
<p><em>Frage an Fritz Dinkhauser: Gegen das Unrecht, und sie vermuten in unserem Steuersystem ein großes Generalunrecht. Ihre Steuersenkungen &#8230; wie wollen sie das machen?</em><br />
<strong>Antwort:</strong> Es ist ganz entscheidend. Alle sollen weniger Steuern zahlen, damit wir mehr kaufen können. Geld soll durch die Verwaltungsreform und es gibt viele Programme, die im Keller liegen. Die Leute verdienen zu wenig, sie müssen so viel verdienen, damit sie überleben können. Und das ist sofort umzusetzen.<br />
<strong>Alfons Adam:</strong>  Wir haben keine konkreten Steuerpläne. Diese Diskussionen sind doch viel zu öde. Es kommt doch sowieso immer alles anders. Wenn wir das Ziel erreichen, mitreden zu können, ob wir in die Situation kommen hier mitzureden, steht in den Sternen. Er fragt sich, warum Dinkhauser jetzt plötzlich der &#8220;Messias&#8221; sein soll.<br />
<strong>Fritz Dinkhauser:</strong> Ich schätze ihr Ansichten, aber &#8230;<br />
<strong>Alfons Adam:</strong>  Wir meinen, dass unsere Vorstellung vom Müttergehalt eine einschneidene Wirkung auf die Wirtschaft, Gesellschaft und Steuersystem haben wird. Wir wären aber überfordert, das Steuersystem zu verändern.<br />
<strong>Wilfried Auerbach:</strong>  Es wird hier alles vom Himmel runter versprochen. Die Leute im Volk draußen wollen das draußen nicht mehr hören. Wir glauben den Politikern nicht mehr. Ich als Bürgervertreter will die Diskussion nicht mehr führen. Es gibt eine DVD, welche Frau Fekter sagt, was nach der Wahl passieren wird. Diese Diskussionen sind unglaubwürdig. Auf der DVD ist das gesamte Belastungspaket der Regierung bekanntgegeben worden. Auf rettet-österreich.at wird man das Video finden. Wir wollen keine Versprechungen machen, an den Ursprüngen ansetzen und diese Ursachen bekämpfen. Und das LIF zahlt den Bürgern Geld für eine Unterstützungserklärung.<br />
<strong> Heide Schmidt:</strong> Das ist eine Infamie. Ich schrecke normalerweise immer davon zurück, zu klagen, aber jetzt überlege ich. Es haben nur jene Geld bekommen, die Leute dazu aufgefordert haben, am Gemeindeamt zu unterschreiben.<br />
<strong> Mirko Messner:</strong> Die Steuern fallen sowieso ständig. Die Frage ist nur für wen. Die Vermögenssteuer, die Wertpapiersteuer, die Börsenumsatzsteuer, die Sondersteuer der Banken, die Gewerbesteuer, die Erbschaftsteuer weg. Es wird immer mehr Geld von unten nach oben transportiert und dort bleibt es dann auch. Die steuerpolitischen Vorschläge sind nur ein Teil unseres Umverteilungsplanes.<br />
<strong>Heide Schmidt: </strong>Es muss eine Entlastung des Mittelstandes geben. Bis zu 70.000 Euro muss es eine massive Entlastung geben. Und vielleicht sogar darüber hinaus. Gegenfinanzierung durch die Vermögenszuwachssteuer.  Bei 200.000 Euro im Jahr kann man die Sechstelbegünstigung streichen. Dadurch würden 400 oder 500 Millionen Euro ins Budget kommen. Seit zwanzig Jahren sind die Progressionsstufen gleich geblieben. <br />
<strong>Fritz Dinkhauser:</strong> 1000 Euro Entlastung pro Jahr.  </p>
<p><em>Frage an Alfons Adam: Lebenswerte Zukunft &#8211; Abtreibung, künstliche Befruchtung. Wollen sie alles in göttliche Hand legen? Ist die Kinderkrippe wirklich Teufels Werk?<br />
<span style="font-style: normal;"><strong>Antwort:</strong> Kleine Kinder gehören zu Mutter und sonst nirgendwo hin. Die Mutter ist eine so wesentliche Bezugsperson. Wenn die Mama auch nur aus dem Zimmer geht, schreien die Kinder. <br />
<strong>Frage aus der Runde: </strong>Wo bleibt der Papa? <br />
<strong>Heide Schmidt:</strong> Danke.<br />
<strong>Alfons Adam: </strong>Diese Kinderkrippen sind Kindesmisshandlung. Wir brauchen Kinder, und die wachsen nur in intakten Familien an. Wir wollen keinen totalitären Staat, wir wollen niemanden etwas aufzwingen. Wir streben politische Rahmenbedingungen damit sich mehr Frauen für die Familie entscheiden.<br />
<strong>Heide Schmidt: </strong>Ich will ihnen nicht nahetreten, aber ich kann das nicht sehr ernst nehmen. Die Realität ist einfach anders. Es ist dringend notwendig, flächendeckend Kindergartenplätze und Krippenplätze anzubieten. Und sie sollen kostenfrei sein.<br />
<strong>Fritz Dinkhauser:</strong> Mutter ist Beruf.<br />
<strong>Heide Schmidt: </strong>Und keiner redet vom Vater.<br />
<strong>Fritz Dinkhauser:</strong> Beide sind zuständig.<br />
<strong>Wilfried Auerbach: </strong>Ich muss Alfons Adam rechtgeben. Von 0 bis 3 Jahren braucht man eine totale Geborgenheit, bei Vater, Mutter oder einer totalen Vertrauensperson. Bei Kinderkrippen hat eine Person fünfzehn Kleinstkinder zu tun. <br />
<strong>Mirko Messner:</strong>  Es ist unglaublich, was von ihnen (Alfons Adam) gekommen ist. Die Arbeiterbewegung hat an Frauen- und Kinderrechten so viel erreicht. Und an der Änderung des gesellschaftlichen Menschenbildes. Und sie kommen mit einer Ideologie eines partrialen Munkelmännertums der übelsten Art. Es gibt im Christentum eine Meinung, die ihnen fundamental widerspricht. <br />
<strong>Alfons Adam</strong>: Was sie als Marxisten (zeigt auf alle, revidiert sich auf zwei: Heide Schmidt und Mirko Messner) denken &#8230;?<br />
<strong>Heide Schmidt:</strong> Ich möchte alle Christen vor ihnen in Schutz nehmen.<br />
</span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><em>Frage an Mirko Messner: Sie wollen alle privaten Firmen in staatliche Betriebe umändern, die die menschlichen Grundbedürfnisse abdecken. Wollen sie Bauern auch verstaatlichen?</em><br />
<strong>Antwort:</strong>  Es zählt doch nur mehr die Gewinnmaximierung. Wenn man die letzten Tage die Entwicklung betrachtet (Finanzkrise) &#8230; welche Maßlosigkeit darin enthalten ist, in der Tatsache, dass diejenigen die immer Mehr Privat, weg mit dem Staat fordern, das meiste Geld vom Staat bekommen. Das ist ein Desaster der neoliberalen Politik. <br />
<strong>Fritz Dinkhauser:</strong> Das Beispiel von Amerika ist perfekt. Beispiele: Post, Telekom. In jenen Bereichen, wo wir abhängig sind, Wasser, Strom, Kanal, ist das schon wichtig. Handlungsbedarf ist sicher. <br />
<strong>Wilfried Auerbach:</strong> Wohin uns der Kommunismus geführt hat, haben wir ja alle gesehen. Diese Diskussion ist den Bürgern zuwider, weil nach der Wahl die Karten völlig neu gemischt werden. Weil die Frau Fekter von der ÖVP den EU-Vertrag wiederbeleben will. Unsere Meinung: Dort wo das Grundbedürfnis abgedeckt wird, muss man sich das ansehen, muss es in österreichischer Hand bleiben. Die Post ist ein Beispiel, wo der Staat besser ist, die Voest zeigt das Gegenteil. Großkonzerne werden nach der Wahl Monopolfirmen erstellen.<br />
<strong>Alfons Adam:</strong>  Ich teile die Meinung von Herrn Auerbach. Ich bin grundsätzlich gegen Verstaatlichungen. Das ist ein kommunistisches Konzept und kommt nicht in Frage. Es gibt historische Beispiele, dass alle gleich arm sind. Ich glaube eher, dass das christliche Menschenbild keinerlei Rolle in Wirtschaft usw. mehr spielt.<br />
<strong>Heide Schmidt:</strong> Wirtschaftspolitische Vernunft und Grundsatzbewusstsein gleiches Gewicht haben. Es gibt sicher keinen verstaatlichten Bedarf, es gibt viel eher Privatisierungsbedarf. Wir brauchen ausgebautere Kontrollmechanismen (Beispiel: Finanzkrise): 40 Prozent unseres BIP ist im Außenhandel. Die Finanzmarktaufsicht gehört gestärkt. Es gibt einen Katalog. </span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><em>Frage an Wilfried Auerbach: Ihr Parteiname ist Programm. In ihrem Programm geht es um den Protest gegen den EU-Vertrag. Warum glauben sie, dass die EU Österreich dazu zwingen wird, Soldaten in Kriegsgebiete zu schicken. Wo steht es denn im Vertrag drinnen?</em><br />
<strong>Antwort:</strong> (reicht den ausgehändigten Vertrag zurück) Der ORF hat uns eine Diskussion unserer ranghöchsten Verfassungsexperten verboten. (Längere Diskussion)<br />
Es wird schon verhandelt, dass Soldaten nach Afghanistan geschickt werden. Das was wir für den Tschad-Einsatz ausgeben, soll sofort den sozial Schwächsten zugute kommen. Es müssen neue Köpfe in die Politik.<br />
<strong>Mirko Messner:</strong> Im Artikel 24 steht die Beistandsbepflichtung bei terroristischen Gefahren. (Frage von Thurnher: Haben sie Angst vor dem Vertrag? Angst vor Kriegseinsätzen?) Der Vertrag könnte ein Modell für eine europäische, friedenspolitische Verpflichtung sein. Jetzt geht es um Aufrüstung, und das ist falsch. Das was wir von österreichischer Seite einbringen könnten, ist unsere Neutralität.<br />
<strong>Wilfried Auerbach:</strong> Auch hier nicht die Diskussion über die wichtigsten Themen wie die Gentechnik.<br />
<strong>Fritz Dinkhauser:</strong>  Viele Dinge sind versprochen worden, aber nicht gehalten. Ich bin gegen den Türkei-Beitritt und für die Neutralität. Europa kann nicht auch noch Türkei helfen. Ich bin für eine Volksabstimmung. (Frage: Werden durch den Vertrag alle heiligen Kühe geschlachtet?) Ich habe den Vertrag nicht gelesen. <br />
<strong>Alfons Adam:</strong> EU macht mir Sorgen. Wir haben von einem christlichen Europa der Vaterländer geträumt, wir wollten keinen totalitären Zentralstaat, so wie er es ist. Es gibt keine Gewaltenteilung in der EU. Ich wünsche mir den Frieden, bin aber nicht mehr vom Friedensprojekt überzeugt (Sanktionen gegen Österreich) &#8230; Weltweite Hassorgien. Ob ein Krieg Bürgerkrieg oder Krieg zwischen Staaten heißt &#8211; so etwas entsteht in der EU schnell.<br />
<strong>Heide Schmidt:</strong> Es gab zurecht eine lange Diskussion. Er kann nicht alle Wünsche erfüllen, und er ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung (demokratischeres Europa): Stärkung des EU-Parlaments; Grundrechtskatalog. Dieser Vertrag ist ein ganz wichtiger Schritt. Ich bin gegen eine nationale Volksabstimmung, was ich mir hingegen wünsche ist eine europaweite Volksabstimmung. </span></em></p>
<p><em>Wilfried Auerbach stach schrecklich hervor in dieser Diskussion. Er glaubte immer, zu wenig gesprochen zu haben, schlussendlich führte er mehr als 4 Minuten im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern. Alles in allem war diese Runde aber ein großer Spagat, und deshalb war es schwer, alle Themen zur Genüge in einer Stunde abzuhandeln.</em></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/21/orf-im-zentrum-spezial/' addthis:title='ORF &quot;Im Zentrum spezial&quot; '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Wahlprogramme: Das Wahlprogramm des Liberalen Forums</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 10:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominik Leitner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liberales Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[LIF]]></category>

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Das Liberale Forum tritt dieses Jahr nach der Pause bei den Nationalratswahlen 2006 wieder an. Spitzenkandidatin ist Heide Schmidt, die Gründerin der 1993 von der FPÖ abgespalteten Partei. Auf der Homepage des Liberalen Forums findet ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/19/wahlprogramme-das-wahlprogramm-des-liberalen-forums/' addthis:title='Wahlprogramme: Das Wahlprogramm des Liberalen Forums '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallif.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-627" title="Neuwal. Liberales Forum. (neuwal.com)" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallif.jpg" alt="Neuwal. Liberales Forum. (neuwal.com)" width="488" height="146" /></a></p>
<p>Das Liberale Forum tritt dieses Jahr nach der Pause bei den Nationalratswahlen 2006 wieder an. Spitzenkandidatin ist Heide Schmidt, die Gründerin der 1993 von der FPÖ abgespalteten Partei. Auf der Homepage des Liberalen Forums findet man das Wahlprogramm, welches umfassend sehr viele Themen befasst. Ich habe es mal so gut es geht zusammengefasst.<br />
<span id="more-617"></span></p>
<h3>Kinder</h3>
<p>Das Liberale Forum fordert Krabbelstuben vom 1. Lebensjahr an für alle anzubieten, in denen bestens qualifizierte PädagogInnen die frühkindliche Entfaltung sprachlich, musisch, sportlich und sozial begleiten. Im Kindergarten ab dem 3. Lebensjahr soll das spielerische, mehrsprachige Lernen der Kinder zu fördern. Weiters fordert man, den Kindergarten mit der Volkschule zu einem Ganzen zu verbinden, und das mit gleitenden Übergängen. Kindergärten sollen, so wie Schulen, aus Steuerun zu finanzieren, und somit frei zugänglich sein. Und jedem in Bildungsinstitutionen Tätigen soll ein eine qualitativ hochwertige Aus-, For- und Weiterbildung ermöglicht werden.</p>
<h3>Familie</h3>
<p>Im Gegensatz zu den anderen Parteien fordert das LIF das erwerbsabhängige Karenzgeld für ein Jahr für beide Eltern, um Chancengerechtigkeit für den weiteren Karriereverlauf herzustellen. Weiters fordern sie eine Gleichstellung aller Betreungsangebote, damit jede Familie selbstbestimmt die bestmögliche Betreuungsform wählen kann. Und das Hauptaugenmerk liegt auf einem modernen Familienbegriff, der keine Form des Zusammenlebens, in dem füreinander Verantwortung übernommen wird, diskriminiert.</p>
<h3>Frauen</h3>
<p>Um die Stellung der Frau im Berufsleben zu sichern, sollen öffentliche Förderungen an Frauenanteile bzw. Frauenförderprogramme gebunden werden. Weiters soll es eine Neubewertung der Arbeit geben, damit Branchen mit hohem Frauenanteil nicht ungleich schlechter bezahlt sind. Das Liberale Forum möchte darüber hinaus Anreize für Betriebe schaffen, um Frauen auf allen Ebenen bis hin zum Aufsichtsrat zu fördern. Frauen sollen in der vom LIF geforderten modernen Frauenpolitik wirtschaftlich eigenständig abgesichert werden. Und weiters fordert man eine geschlechtergerechte Gesellschaft, in der Chancen und Pflichten, bezahlte und unbezahlte Arbeit sowie Karriereverläufe nicht geschlechtsspezifisch verteilt sind.</p>
<h3>Bildung</h3>
<p>Bildungseinrichtungen sollen sich an den Begabungen und Talenten von SchülerInnen orientieren, es soll nicht mehr früh selektiert werden, und die Entwicklungsmöglichkeiten aller Mädchen und Buben &#8211; beginnend vom Kindergarten &#8211; unterstützt und ausgeschöpft werden. Schulen sollen zu &#8220;Lebensorten&#8221; werden. Das LIF meint damit einen Ort, in denen Kinder unterschiedlicher Kulturkreise und SPrachen sowie unterschiedlicher sozialer Rahmenbedingungen selbstverständlich miteinander leben. Für Lehrer soll jene Voraussetzung geschafft werden, die eine Bewältigung spezifischer pädagogischer Herausforderungen ermöglichen und unterstützen. Außerordentliche pädagogische Leistungen von Lehrpersonen sollen auch durch leistungsorientierte Bezahlung und leistungsgerechte Karrierechancen anerkannt werden. Weiters soll man die Bildungswege frei wählen können um damit den Wettbewerb um mehr Ausbildungsqualität zu fördern. Darüber hinaus soll allen Bildungswilligen ein Rechtsanspruch auf lebensbegleitendes Lernen zuerkannt werden.</p>
<h3>Wissenschaft, Forschung &amp; Etwicklung</h3>
<p>Auch das Liberale Forum fordert die Abschaffung der Studiengebühren in ihrer derzeitigen Form. Weiters soll durch die Einführung einer Grundsicherung und der Bereitstellung günstiger Studienkredite ein effizientes Studium ohne Jobben möglich sein. In den Schulen soll die Jogend mit Hilfe modernster Unterrichtsmethoden für Wissenschaft und Forschung begeistert werden. Lehre und Forschung sollen entbürokratisiert werden, damit die Forschenden Kreativität entfalten können. Weiters soll die wissenschaftliche Forschung an universitären und außeruniversitären Einrichtungen auf wettbewerbsorientierter Grundlage ausreichend finanziert werden.</p>
<h3>Grundsicherung</h3>
<p>Das Liberale Forum fordert eine Grundsicherung in der Höhe von EUR 750 netto monatlich für alle. Dadurch würden die Menschen in die Lage versetzt, ihr weiteres Leben durch Bildung, Erwerbsarbeit und ehrenamtliches Engagement angstfrei zu gestalten. Weiters soll BezieherInnen der Grundsicherung ein steuerfinanzierter Krankenversicherungsschutz gewährt werden.</p>
<h3>Gesundheit &amp; Pflege</h3>
<p>Um die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu sichern, fordert das LIF Einsparungen inder Verwaltung sowie die Zusammenlegung aller Sozialversicherungsträger. Das Gesundheitssystem soll darüber hinaus steuerfinanziert werden, und somit von allen SteuerzahlerInnen getragen werden. Die Prävention soll gestärkt und aktiv gefördert werden. Das Pflegegeld, soll laut LIF, jährlich automatisch an die Inflation angepasst werden. Und Menschen mit Beeinträchtigungen sollen einen Rechtsanspruch auf eine persönliche Assistenz bekommen.</p>
<h3>Steuern &amp; Teuerung</h3>
<p>Um die Teuerung zu bekämpfen, möchte das Liberale Forum die Steuersätze senken und gleichzeitig fordert es die Erhöhung der Bemessungsgrundlagen, &#8220;auch um die Teuerung verkraftbar zu machen&#8221;. Der Faktor Arbeit soll steuerlich entlastet werden.</p>
<blockquote><p>Eine Neuordnung des Steuer- und Sozialsystems anzustreben, in das alle SteuerzahlerInnen in einem einheitlichen Progressionssystem ohne Beitragsbemessungsgrenzen einzahlen und das damit transparenter und fairer wird</p></blockquote>
<p>Darüber hinaus soll eine Vermögenszuwachssteuer eingeführt werden.</p>
<h3>Energie, Verkehr &amp; Umwelt</h3>
<p>Das Liberale Forum fordert ein Ökostromgesetz, &#8220;das diesen Namen verdient&#8221; und der Erreichung der Klimaziele dient. Erneuerbare Energien und sparsame Energietechniken sollen gefördert werden. Weiters will man die Umsetzung vorbildlicher Energie- und Verkehrs-Lösungen der Bundes-, Länder- und Kommunal-Behörden, um öffentliche Verkehrsmittel attraktiver zu machen. Und auch eine wirksame, sozial ausgewogene Anstoßförderung zur raschen Steigerung der Energieeffizienz im Wohnbereich, mit Schwerpunktsetzungen im Althausbestand. Und schlussendlich ein Steuersystem, das sich in Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen streng an das Verursacherprinzip hält.</p>
<h3>Zuwanderung und Asyl</h3>
<p>Um der langen Asylverfahrungsdauer entgegenzuwirken, fordert man eine bessere Ausstattung der Asylbehörden. Weiters die generelle Legalisierung mehrjährig in Österreich integrierter AusländerInnen, ein Antragsrecht auf humanitäres Bleiberecht, eine generelle Arbeitserlaubnis für AsylwerberInnen, die Abschaffung des Ausländerbeschäftigungsgesetzes und die Einführung eines transparenten Zuwanderungsmodells auf Punktebasis.</p>
<h3>Medien</h3>
<p><em>Zum ersten Mal, dass ich dieses Thema in einem Wahlprogramm finde, und darüber hinaus auch sehr interessant:</em></p>
<p>Das LIF möchte marktverzerrende Vertriebssystem unterbinden, die Presseförderung in ihrer jetzigen Form überdenken und ein klares Bekenntnis zum öffentlich rechtlichen Programmauftrag in allen ORF-Sendern zu jeder Tages- und Nachtzeit. Darüber hinaus auch eine Finanzierung, die nicht durch Zwangsgebühren erfolgt, sondern aus dem Steuereinkommen des Staates.</p>
<h3>Europa</h3>
<p>Im Gegensatz zum Vertrag von Lissabon möchte das Liberale Forum eine EU-Verfassung, die auch die Grundrechte aller ihrer BürgerInnen garantiert und schließlich einem gesamteuropäischen Referendum unterzogen wird. Weitere Forderungen: eine effektive gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik aller EU-Mitgliedsstaaten, eine transparaent kommunizierte Kompetenzaufteilung zwischen europäischer und nationaler Ebene, ein gestärktes Europäisches Parlament mit vergleichbaren Rechten nationaler Parlamente, mit der Möglichkeit, die Vertreter der Europäischen Kommission mitzubestimmen. Und darüber hinaus soll die EU ehestmögliche die Balkanstaaten in die EU aufnehmen und sich klar zu Beitrittsverhandlungen mit der Türkei bekennen.</p>
<p>Weitere Themen in ihrem Wahlprogramm, welche ich aufgrund der bisherigen Länge des Eintrages weggelassen habe sind folgende:</p>
<p>Kultur &#8211; Neue Arbeitswelt &#8211; Wettbewerb - Justiz &amp; Sicherheit &#8211; Verfassung &amp; Demokratie &#8211; Volksgruppen &#8211; Internationale Verantwortung</p>
<p><em>Ich muss zugeben, dass ich vom Wahlprogramm des LIF stark beeindruckt war. Statt um all diese Themen herumzuschwafeln, erwähnten sie zuerst, was unfair ist, und was fair wäre. Auch hat mich die Menge der Themen überrascht. Und die vereinfachte Darstellung manch komplexer Lösungen. Also, um einiges besser, als wenn man das Wahlprogramm quer über die Homepage verteilt. </em></p>
<p><a href="http://lif.at/">Homepage </a>- &#8220;<a href="http://www.heide-schmidt-blog.at/">Heide Schmidt Blog</a>&#8221; &#8211; Wahlprogramm (<a href="http://lif.at/site/index.siteswift?so=all&amp;do=all&amp;c=download&amp;d=article%3A478%3A1">Download</a>)</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/19/wahlprogramme-das-wahlprogramm-des-liberalen-forums/' addthis:title='Wahlprogramme: Das Wahlprogramm des Liberalen Forums '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Österreich wählt den Slogan-Star!</title>
		<link>http://neuwal.com/index.php/2008/09/12/osterreich-wahlt-den-slogan-star/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 19:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gessoni</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liberales Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Walwerbung]]></category>
		<category><![CDATA[wahlplakate]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlwerbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die erste heiße Phase der Walwerbung ist vorbei.
Wir haben gesehen, mit welchen Strategien und Kreationen die politischen Protagonisten zu überzeugen versuchen.
Schon hängen die Plakate der zweiten Welle.
Hier mal ein sehr persönliches Ranking der bisher aneinandergeklebten ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/12/osterreich-wahlt-den-slogan-star/' addthis:title='Österreich wählt den Slogan-Star! '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p>Die erste heiße Phase der Walwerbung ist vorbei.<br />
Wir haben gesehen, mit welchen Strategien und Kreationen die politischen Protagonisten zu überzeugen versuchen.</p>
<p>Schon hängen die Plakate der zweiten Welle.<br />
Hier mal ein sehr persönliches Ranking der bisher aneinandergeklebten Bögen.<br />
Wenn also heute Sonntag wäre und wenn die Qualität der Plakate entscheidend für den Walausgang wäre, dann hätten wir folgende politische Landschaft in Österreich (Reihung entspricht NICHT der politischen Präferenz des Autors):</p>
<p>1. SPÖ (&#8220;Genug gestritten&#8221; ist genug wenig schlecht)<br />
2. Die Grünen (Was ist denn bitte negativ an der Negation des Negativen?)<br />
3. BZÖ (Verdammt. Viele. Punkte. Zwischen. Den. Wörtern. Aber: <em>meinetwegen</em> ok.)<br />
4. LIF (Sprudelnder Unsinn)<br />
5. FPÖ (Juhu, das reimt sich und ist auch sonst schön anzusehen. &#8220;Einkommen zum Auskommen&#8221;, das wird mein neuer Stehsatz im letzten Drittel aller kommenden Bewerbungsgespräche &#8211; egal, an welcher Seite des Schreibtisches ich zu sitzen komme.)<br />
6. KPÖ (Ist das Mirko Messners Hand über den wahllos aneinandergereihten Wörtern?)<br />
7. ÖVP (Es reicht: 7 Typos und 8 Schriftschnitte sind genug. Ich glaub nicht, dass <em>MS Word</em> mehr hergibt. Und ehrlich: Text liest keine Sau!)<br />
8. Fritz (Fritz? Fritz? Fritz?)<br />
9. Rettö braucht keinen Slogan. <em>Rettö</em> ist beredtes Zeugnis genug.</p>
<p>Und jetzt lade ich alle Texter und Hobbytexter zum kreativen Koalieren der Slogans ein.<br />
Ui, da ergeben sich tolle Konstellationen!</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/12/osterreich-wahlt-den-slogan-star/' addthis:title='Österreich wählt den Slogan-Star! '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Karin Resetarits (LIF) im Gespräch mit Neuwal: &quot;Was für die Grünen der Umweltschutz ist, ist für uns Liberale die Bildung.&quot;</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Sep 2008 14:08:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dieter Zirnig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Liberales Forum]]></category>
		<category><![CDATA[karin resetarits]]></category>
		<category><![CDATA[LIF]]></category>

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		<description><![CDATA[
Karin Resetarits tritt in Salzburg für das Liberale Forum an. Wir haben sie beim LIF Wahlkampfauftakt am 4. September 2008 getroffen und einige Worte mit ihr gewechselt.
Ich frage mich, in welchen Punkten sich das Liberale ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/07/karin-resetarits-im-gesprach-mit-neuwal-interview-lif-liberalesforum/' addthis:title='Karin Resetarits (LIF) im Gespräch mit Neuwal: &quot;Was für die Grünen der Umweltschutz ist, ist für uns Liberale die Bildung.&quot; '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallifresetarits.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-448" title="Neuwal. Karin Resetarits (neuwal.com)" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallifresetarits-450x301.jpg" alt="Neuwal. Karin Resetarits (neuwal.com)" width="450" height="301" /></a></p>
<p><strong><a href="http://www.karinresetarits.at/" target="_blank">Karin Resetarits</a></strong> tritt in Salzburg für das <a href="http://www.liberale.at" target="_blank">Liberale Forum</a> an. Wir haben sie beim LIF Wahlkampfauftakt am 4. September 2008 getroffen und einige Worte mit ihr gewechselt.</p>
<p>Ich frage mich, in welchen Punkten sich das Liberale Forum von den Grünen unterscheidet. Resetarits meint, es gibt viele Gemeinsamkeiten  &#8211; Unterschiede findet man vorallem in der Wirtschaftspolitik und Bildung.</p>
<p>Vorallen in Deutschland sind Gelb und Grün sehr einheitlich unterwegs. Ein Modell, das sie sich auch für Österreich vorstellen kann.</p>
<p>Preview: Ich freue mich kommende Woche auf das Gespräch mit der Spitzenkandidatin <a href="http://www.heide-schmidt-blog.at" target="_blank">Heide Schmidt</a>!</p>
<p>&#8212;&#8211;<br />
<strong>Neuwal: Frau Resetarits, heute ist der Wahlkampfauftakt des Liberalen Forums.</strong></p>
<p><strong>Karin Resetarits (LIF Salzburg): </strong>Mir geht es sehr gut. Es ist ein sehr guter Tag für mich, weil ich seit 2005 im Europaparlament im Liberalen Fraktion bin. Ich sehe immer wieder, wie wichtig liberale Politik in ganz Europa ist. Ich habe es immer Jammerschade gefunden, dass wir das in Österreich nicht haben. Die Hoffnung ist groß und es ist eine wirkliche Chance da &#8211; ich bin überzeugt, dass wir es am 28. September schaffen.</p>
<p></p>
<p><strong>Neuwal: Welche Chancen sehen Sie für das Liberale Forum?</strong></p>
<p><strong>Karin Resetarits (LIF Salzburg): </strong>Ich sehe die Chance, dass wir die Vier-Prozent-Hürde schaffen werden. Viele Leute sind angefressen und wissen nicht, was sie wählen sollen. Auf der einen Seite gibt es das Spektrum der Angstmacher-Parteien, der Negativen und der Raunzer. Diese Personen werden und wollen wir nicht ansprechen. Wir möchten diejenigen ansprechen, die daran glauben, dass Politik noch immer Kraft hat, man positiv verändern kann und wir dafür eigentlich ein sehr gutes Angebot haben. Also genau diese Leute, die von den etablierten Parteien genug haben und sich denken &#8220;endlich kommt da jemand mit konstruktiven Ideen&#8221;.</p>
<p></p>
<p><strong>Neuwal: Die Grünen und das Liberale Forum haben viele Gemeinsamkeiten: Wo sind die Unterschiede?</strong></p>
<p><strong>Karin Resetarits (LIF Salzburg):</strong> Das kann ich ganz klar sagen, weil wir das im Europaparlament jeden Tag mitbekommen. In gesellschaftspolitischen Anliegen sind wir Schulter-an-Schulter mit den Grünen und verstärken alle Ideen. In diesem Bereich sind wir Eins.</p>
<p>Im wirtschaftspolitischen Bereich jedoch nicht. Für uns Liberale ist der Mensch, das Individum wichtiger als der Staat. Das heißt, daß wir einen sehr schlanken und effizienten Staat wollen, dem wir auch nur einige wesentliche Aufgaben übertragen. Gleichzeitig möchten wir die Eigenverantwortung des Menschen stärken. Ein Weg dazu ist &#8220;mehr Bildung&#8221;.</p>
<p>Was für die Grünen der Umweltschutz ist, ist für uns Liberale die Bildung.</p>
<p>Nur mit viel Bildung und einem lebensbegleitenden Lernen ist der Mensch allen Herausforderungen gewappnet. Dann hat er auch die Kraft, selber Entscheidungen zu treffen. Er kann dann vieles leichter durchschauen und wird nicht mehr so leicht beeinflussbar.</p>
<p></p>
<p><strong>Neuwal: Was ist ihre Vision von einem Europa?</strong></p>
<p><strong>Karin Resetarits (LIF Salzburg): </strong>Meine Vision ist, dass nur Europa vor den wirklich großen Herausforderungen (Klimawandel, neue Energien finden, Teuerung) Schutz bieten kann. Der Einzelne Nationalstaat wird nicht viel ausrichten können. Und deswegen brauchen wie Europa: Europa gibt und bringt uns Schutz.</p>
<p>Schutz kann uns Europa nur bringen, wenn Europa stark ist. Momentan machen wir allerdings dieses Europa schwach. Die Menschen müssen erkennen, dass wir in einer anderen Zeit leben: Europa ist genauso unseres wie es Österreich ist. Genau das müssen wir den Menschen noch viel mehr überzeugend vermitteln. Dafür trete ich ein und dafür stehe ich.</p>
<p></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/07/karin-resetarits-im-gesprach-mit-neuwal-interview-lif-liberalesforum/' addthis:title='Karin Resetarits (LIF) im Gespräch mit Neuwal: &quot;Was für die Grünen der Umweltschutz ist, ist für uns Liberale die Bildung.&quot; '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rudi Vouk (LIF) im Gespräch mit Neuwal: &quot;Jeder ist irgendwo eine Minderheit.&quot;</title>
		<link>http://neuwal.com/index.php/2008/09/05/rudi-vouk-lif-interview-neuwal/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 08:20:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dieter Zirnig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Liberales Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[spitzenkandidat]]></category>

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		<description><![CDATA[
Rudi Vouk ist Spitzenkandidat des Liberalen Forums in Kärnten. Er tritt dort in Kooperation mit der slowenischen Einheitspartei &#8220;Enotna Lista&#8221; an.
Ich traf Rudi Vouk beim Wahlkampfauftakt des LIFs in Wien und konnte einige Worte mit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/05/rudi-vouk-lif-interview-neuwal/' addthis:title='Rudi Vouk (LIF) im Gespräch mit Neuwal: &quot;Jeder ist irgendwo eine Minderheit.&quot; '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallifvouk.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-421" title="Neuwal. LIF Wahlkampfauftakt im Palmenhaus. (neuwal.com)" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallifvouk-450x301.jpg" alt="Neuwal. LIF Wahlkampfauftakt im Palmenhaus. (neuwal.com)" width="450" height="301" /></a><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallifvouk.jpg"></a></p>
<p><strong><a href="http://www.elnet.at/blog/" target="_blank">Rudi Vouk</a></strong> ist Spitzenkandidat des <a href="http://www.liberale.at" target="_blank">Liberalen Forums</a> in Kärnten. Er tritt dort in Kooperation mit der slowenischen Einheitspartei &#8220;<a href="http://www.elnet.at" target="_blank">Enotna Lista</a>&#8221; an.</p>
<p>Ich traf Rudi Vouk beim Wahlkampfauftakt des LIFs in Wien und konnte einige Worte mit ihm wechseln.</p>
<p>Vouk wünscht sich einen Wahlerfolg des Liberalen Forums bei den Nationalratswahlen und weiters eine Mitgestaltung in einer künftigen Regierung. Das Einbringen von Volksgruppenthemen ist ihm ein großes Anliegen.</p>
<p>Im Vertrag mit dem LIF ist der Enotna Lista völlige Autonomie zugesichert. Rudi Vouk ist als Spitzenkandidat des Bündnisses in Kärnten nur der EL verpflichtet.</p>
<p>Informationen gibt es auf der Website der <a href="http://www.elnet.at" target="_blank">Enotna Lista</a> bzw. hier in einem von der EL bereitgestellten Interview mit Rudi Vouk:</p>
<p>[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=d5uarvk9w-8[/youtube]</p>
<p>&#8212;&#8211;<br />
<strong>Neuwal: Wie geht es Ihnen beim Wahlkampfauftakt der Liberalen?</strong></p>
<p><strong>Rudi Vouk (LIF Spitzenkandidat Kärnten):</strong> Es läuft alles planmäßig. Wir in Kärnten hatten unseren Wahlkampfauftakt schon etwas vorher. Die Stimmung ist bei uns sehr optimistisch.</p>
<p></p>
<p><span id="more-451"></span><br />
<strong>Neuwal: Warum kandidieren Sie für die Liberalen in Kärnten.</strong></p>
<p><strong>Rudi Vouk (LIF Spitzenkandidat Kärnten): </strong>Ich kandidiere in einer Kooperation mit der slowenischen Enotna Lista für das Liberale Forum.</p>
<p>Das ist für einen Volksgruppenvertreter eine einmalige Gelegenheit in den Nationalrat zu kommen um die Anliegen der Volksgruppen authentisch zu vertreten. Es gibt zwar wohlgesonnene Parlamentarier &#8211; es ist etwas ganz anderes, wenn man selbst die Anliegen einbringen kann. Man kann auch warten, bis einer vielleicht Zeit findet und sich mit einem &#8220;Orchideen-Thema&#8221;, wie es die Volksgruppen für manche leider sind, zu beschäftigen.</p>
<p>Wir hatten in der Volksgruppenpolitik 18 Jahre Stillstand. Es ist höchste Zeit, dass sich hier wieder etwas bewegt.</p>
<p></p>
<p><strong>Neuwal: Was sind nun Ihre Anliegen?</strong></p>
<p><strong>Rudi Vouk (LIF Spitzenkandidat Kärnten): </strong>Wir Volksgruppen leiden vorallem, wenn die Rechtsstaatlichkeit nicht beachtet wird. Minderheiten haben ein besonderes Gespür dafür, wann etwas nicht in Ordnung ist. Unser Volksgruppenthema ist eng  mit anderen Minderheiten und Migranten verbunden, die es genauso spüren.</p>
<p>Und, wenn man sich es überlegt: Jeder ist irgendwo eine Minderheit. Diese sind auf einen funktionierenden Rechtsstaat angewiesen. Wenn ein Bereich außer Kraft gesetz wird, ist es gefährlich, dass ein Dominoeffekt eintritt.</p>
<p>Kärnten ist hier leider ein Negativ-Beispiel.</p>
<p></p>
<p><strong>Neuwal: Konkret auf Kärnten bezogen &#8211; können wir sie hier als Gegenpol zur Politik von Jörg Haider sehen?</strong></p>
<p><strong>Rudi Vouk (LIF Spitzenkandidat Kärnten): </strong>Ohne weiteres. Ein großes Anliegen ist es, Kärnten zu einem ganz stinknormalen langweiligen Bundesland der Republik Österreichs zu machen. Das würde Kärnten nämlich sehr gut tun.</p>
<p>Wir sind es leid, immer diese Sonderrolle zu spielen. Ich glaube, man tut der Mehrheit der Kärntnerinnen und Kärnten Unrecht, wenn man sie als österreich- und europaweite Lachnummer hinstellt. Wir sind hier ein Opfer einer Politik geworden eines Hernn Haider. Diese Sonderrolle müssen wir beenden, damit wir endlich die Chance nutzen können, die Kärnten hat.</p>
<p></p>
<p><strong>Neuwal: Ist für sie das Thema &#8220;Ortstafeln in Kärnten&#8221; ein relevantes Thema?</strong></p>
<p><strong>Rudi Vouk (LIF Spitzenkandidat Kärnten): </strong>Selbstverständlich ist das ein relevanter Punkt. In den Ortstafeln kulminiert irgendwie das, was an Volksgruppen-Themen übrig geblieben ist. Das ist ein Symbol. Man könnte einerseits sagen &#8220;ein Stück Blech&#8221;, das ist nicht so weiter wichtig, aber es ist zum Symbol dafür geworden, ob man bereit ist Minderheitenrechte anzuerkennen und ob man eine Minderheit in einem bestimmten Ort überhaupt zur Kenntnis nimmt oder nicht.</p>
<p>Wir haben mittlerweile 17 VfGH-Erkenntnisse, die ignoriert werden, dann ist das kein Einzelfall mehr, sondern ein systematisches Ignorieren der Rechtsstaatlichkeit. Und das kann es nicht sein.</p>
<p></p>
<p><strong>Neuwal: Haben Sie am Wahltag ein Ziel für Kärnten?</strong></p>
<p><strong>Rudi Vouk (LIF Spitzenkandidat Kärnten): </strong>Am Wahltag ist es das Ziel, das Liberale Forum ins Parlament zu bringen. Wir möchten damit eine Regierung ermöglichen, die ohne jene Parteien auskommt, die die Rechtsstaatlichkeit in Frage stellen. Wenn wir eine solche Regierung schaffen, dann glaube ich, dass es auch ein Vorzeichen für die Kärntner Landtagswahlen 2008 ist.</p>
<p>Damit Kärnten wieder ein normales Bundesland wird.</p>
<p></p>
<p><strong>Neuwal: Hvala!</strong></p>
<p><strong>Rudi Vouk (LIF Spitzenkandidat Kärnten):</strong> Prosim.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/05/rudi-vouk-lif-interview-neuwal/' addthis:title='Rudi Vouk (LIF) im Gespräch mit Neuwal: &quot;Jeder ist irgendwo eine Minderheit.&quot; '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Wahlkampfauftakt des Liberalen Forums im Wiener Palmenhaus.</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 08:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dieter Zirnig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
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Wahlkampfauftakt des Liberalen Forums am frühen Abend des 4. Septembers im Wiener Palmenhaus. Heiss wars, gelb wars und ziemlich voll wars. Das Publikum interessant und es wirkte sehr gebildet.
Heide Schmidt macht an potentielle WählerInnen Angebote: ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/05/lif-wahlkampfauftakt/' addthis:title='Wahlkampfauftakt des Liberalen Forums im Wiener Palmenhaus. '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallifheide02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-422" title="Neuwal. LIF Wahlkampfauftakt im Palmenhaus. (neuwal.com)" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallifheide02-450x301.jpg" alt="Neuwal. LIF Wahlkampfauftakt im Palmenhaus. (neuwal.com)" width="450" height="301" /></a><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallif012.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-450" title="Neuwal." src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallif012-150x100.jpg" alt="Neuwal." width="150" height="100" /></a><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallifschmidt.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-449" title="Neuwal. LIF Wahlkampfauftakt im Palmenhaus. (neuwal.com)" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallifschmidt-150x100.jpg" alt="Neuwal. LIF Wahlkampfauftakt im Palmenhaus. (neuwal.com)" width="150" height="100" /></a><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallifheide.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-419" title="Neuwal. LIF Wahlkampfauftakt im Palmenhaus. (neuwal.com)" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallifheide-150x100.jpg" alt="Neuwal. LIF Wahlkampfauftakt im Palmenhaus. (neuwal.com)" width="150" height="100" /></a><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallifheide02.jpg"></a></p>
<p>Wahlkampfauftakt des <a href="http://www.liberale.at" target="_blank">Liberalen Forums</a> am frühen Abend des 4. Septembers im Wiener Palmenhaus. Heiss wars, gelb wars und ziemlich voll wars. Das Publikum interessant und es wirkte sehr gebildet.</p>
<p><strong>Heide Schmidt</strong> macht an potentielle WählerInnen Angebote: An jene, die keine Koalition mit der SPÖ und der Kronen Zeitung eingehen wollen. An jene, die mit dem Niveau der FPÖ-Politik nicht zurecht kommen &#8211; hier nimmt man auch gleich die ÖVP-WählerInnen mit. Gleichzeitig spricht das Liberale Forum auch alle bisherigen Grün-WählerInnen an &#8211; der Unterschied zur grünen Politik ist gering, es gibt viele Gemeinsamkeiten. Der Unterschied zwischen Gelb (&#8220;Geld&#8221;) und Grün mache sich in den wirtschaftlichen Themen bemerkbar.</p>
<p><a href="http://www.heide-schmidt-blog.at" target="_blank">Schmidt&#8217;s</a> Angebot lautet: &#8220;Wir sind ein Angebot für eine neue politische Kultur&#8221; und möchte mit &#8220;Fairness in die Regierung&#8221;.</p>
<p><a href="http://neuwal.com/index.php/2008/08/12/gehirn-und-mensch-das-ist-ganz-wichtig-karlheinz-hackl-sko-in-gesprach-mit-neuwal/" target="_blank"><strong>Karlheinz Hackl</strong></a> (SKÖ) lies per <a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20080905_OTS0076&amp;ch=politik" target="_blank">Pressemitteilung eine Wahlempfehlung für das Liberale Forum verkünden</a>:</p>
<blockquote><p><em>Es gibt vier große Parallelen zwischen dem SKÖ und dem Liberalen Forum, die mir wichtig sind: die Haltung zur Kultur sowie zur gesellschaftlichen Kultur, das soziale Engagement, frauenpolitische Aspekte und das wirtschaftliche Konzept. Deshalb empfehle ich, das LIF zu wählen.</em></p></blockquote>
<p>Ich finde, ein Einzug des Liberalen Forums ins Parlament würde der österreichischen Politik gut tun: Als Gegenpol zu bestehenden Bewegungen, als Unterstützung und &#8220;Auffrischung&#8221; der bisherigen grünen Politik. Und als eigenständige Partei, die Themen voranbringt und Veränderungen umsetzt und neue Konfrontationen findet.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/05/lif-wahlkampfauftakt/' addthis:title='Wahlkampfauftakt des Liberalen Forums im Wiener Palmenhaus. '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Spannende Tage: TV-Konfrontation und Wahlkampfauftakt von ÖVP und LIF</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 09:48:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dieter Zirnig</dc:creator>
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Dichter Zeitplan für Neuwal: Heute Abend sind wir LIVE beim Wahlkampfauftakt des Liberalen Forums und danach gleich bei der TV-Konfrontation Alexander van der Bellen (Die Grünen) und Jörg Haider (BZÖ) dabei. Morgen Abend berichten wir aus ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/04/spannende-tage-tv-konfrontation-und-wahlkampfauftakt-von-der-ovp-und-lif/' addthis:title='Spannende Tage: TV-Konfrontation und Wahlkampfauftakt von ÖVP und LIF '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwalwahlkampf.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-414" title="Neuwal. Es ist Wahlkampfzeit. (neuwal.com)" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwalwahlkampf-450x300.jpg" alt="Neuwal. Es ist Wahlkampfzeit. (neuwal.com)" width="450" height="300" /></a></p>
<p>Dichter Zeitplan für Neuwal: Heute Abend sind wir <strong>LIVE beim Wahlkampfauftakt des Liberalen Forums</strong> und danach gleich bei der <strong>TV-Konfrontation Alexander van der Bellen (Die Grünen) und Jörg Haider (BZÖ)</strong> dabei. <s>Morgen Abend berichten wir aus Graz vom <strong>Wahlkampfauftakt der ÖVP</strong></s>.</p>
<p>Jede Menge Möglichkeiten um Informationen, Statements und Meinungen von PolitikerInnen einzuholen.</p>
<p>&#8212;&#8211;</p>
<p><strong>Daher mein Aufruf &#8211; habt ihr Fragen, Ideen, Vorschläge, Feedback?</strong> Ich denke, ich bekomme hier wieder direkten Kontakt zu allen wesentlichen Personen:</p>
<p><strong>TV-Konfrontation </strong><br />
Alexander van der Bellen, Jörg Haider, Wahlkampfleiter BZÖ und Grüne, Peter Filzmaier, Sophie Karmasin.</p>
<p><strong>Liberales Forum: Wahlkampfauftakt<br />
</strong>Heide Schmidt und alle wesentlichen Akteure</p>
<p><s><strong>ÖVP: Wahlkampfauftakt</strong><br />
Wilhelm Molterer und alle wesentlichen Akteure</s></p>
<p>Gebt mir bitte Bescheid, mailt mir (<a href="mailto:dieter@neuwal.com">dieter@neuwal.com</a>), twittert mir (<a href="http://www.twitter.com/NEUWAL">http://www.twitter.com/NEUWAL</a>) oder schreibt mir einen <a href="http://neuwal.com/index.php/2008/09/04/spannende-tage-tv-konfrontation-und-wahlkampfauftakt-von-der-ovp-und-lif/#respond">Kommentar mit Fragen, Inputs und Vorschlägen</a>.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/04/spannende-tage-tv-konfrontation-und-wahlkampfauftakt-von-der-ovp-und-lif/' addthis:title='Spannende Tage: TV-Konfrontation und Wahlkampfauftakt von ÖVP und LIF '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wenn das Herz links schlägt &#8230;</title>
		<link>http://neuwal.com/index.php/2008/09/03/wenn-das-herz-links-schlagt/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 21:25:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gessoni</dc:creator>
				<category><![CDATA[KPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Liberales Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlwerbung]]></category>
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		<category><![CDATA[LIF]]></category>
		<category><![CDATA[wahlplakate]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; dann ist erstmal physiologisch alles ok &#8211; und wir müssen nicht zum Arzt.
Aber die Wahlplakate der KPÖ kränkeln doch ordentlich.

Die Politik der letzten Jahre liefert einen verwertungssicheren Steilpass für alle Linkskampagnen (ja eh, auch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/03/wenn-das-herz-links-schlagt/' addthis:title='Wenn das Herz links schlägt &#8230; '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p>&#8230; dann ist erstmal physiologisch alles ok &#8211; und wir müssen nicht zum Arzt.</p>
<p>Aber die Wahlplakate der KPÖ kränkeln doch ordentlich.</p>
<p><a href="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwalkpoe-plakat.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-412" title="Neuwal. KPÖ-Plakat (neuwal.com)" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwalkpoe-plakat-240x337.jpg" alt="Neuwal. KPÖ-Plakat (neuwal.com)" width="240" height="337" /></a></p>
<p>Die Politik der letzten Jahre liefert einen verwertungssicheren Steilpass für alle Linkskampagnen (ja eh, auch für die Rechten).</p>
<p>Und dann kommt der Pass, der Stürmer steht bereit &#8211; und versemmelt die Chance stümperhaft.</p>
<p>Engagieren das LIF und die KPÖ den gleichen Werbetexter für ihre Plakate?</p>
<p>Wie kann man Parteien wählen, die so offensichtlich (und offensiv) nicht daran interessiert sind zu gewinnen?</p>
<p>Wie kann es sein, dass jeder x-beliebige Strohhalmhersteller besser kommuniziert als Verbünde, die eigentlich wissen müssten, dass Kommunikation für ihren Erfolg einfach alles ist? Politik ist Kommunikation.<br />
Nein, das ist nicht mehr &#8220;charmant-unprofessionell&#8221;, dass ist nur noch fahrlässig und dumm.</p>
<p>Wer nur 1% der Mediakosten (Produktion und Hängung bzw. Schaltung) in die Kreation stecken würde, wäre groß raus. Es ist ja nicht so, dass die großen Parteien die Latte immens hoch angesetzt hätten. Aber von den kleine Parteien muss sich wirklich keine mehr aufregen, wenn wir wieder eine große Koalition bekommen.</p>
<p>Wie schon ganz im Vorfeld erwähnt: Wähler wählen nicht die Besten, sondern die am wenigsten Schlechten.</p>
<p>Und irgendwie haben sie damit Recht. Was sollen sie denn sonst tun?</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/03/wenn-das-herz-links-schlagt/' addthis:title='Wenn das Herz links schlägt &#8230; '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Liberales Forum 2.0. Alles neu im Online-Bereich &#8211; der Heide Schmidt Blog.</title>
		<link>http://neuwal.com/index.php/2008/09/01/liberales-forum-20-online-heide-schmidt-blog/</link>
		<comments>http://neuwal.com/index.php/2008/09/01/liberales-forum-20-online-heide-schmidt-blog/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 14:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dieter Zirnig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liberales Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik 2.0]]></category>
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		<category><![CDATA[heide schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[LIF]]></category>

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		<description><![CDATA[
Irgendwie ist so eine Neuwahl doch nicht ganz so schlecht. Es zeigt, was in so kurzer Zeit alles möglich ist, welche Ideen und Konzepte in wenigen Wochen umgesetzt werden. Es ist schön zu sehen, dass ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/01/liberales-forum-20-online-heide-schmidt-blog/' addthis:title='Liberales Forum 2.0. Alles neu im Online-Bereich &#8211; der Heide Schmidt Blog. '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p><a href="http://www.liberale.at" target="_blank"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-362" title="Neuwal. Liberales Forum 2.0. Alles neu. (neuwal.com)" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallif01-150x100.jpg" alt="Neuwal. Liberales Forum 2.0. Alles neu. (neuwal.com)" width="150" height="100" /></a><a href="http://www.heide-schmidt-blog.at/" target="_blank"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-361" title="Neuwal. Liberales Forum 2.0. Alles neu. (neuwal.com)" src="http://neuwal.com/wp-content/uploads/2008/09/neuwallif02-150x100.jpg" alt="Neuwal. Liberales Forum 2.0. Alles neu. (neuwal.com)" width="150" height="100" /></a></p>
<p>Irgendwie ist so eine Neuwahl doch nicht ganz so schlecht. Es zeigt, was in so kurzer Zeit alles möglich ist, welche Ideen und Konzepte in wenigen Wochen umgesetzt werden. Es ist schön zu sehen, dass einige Parteien ihre Websites der Zeit anpassen und verbessern und neue Schritte gehen. Jeder Versuch ist gut und zu honorieren. Jede Partei geht ihre eigenen Wege und lernt so dazu. Das ist gut so. </p>
<p>Ein aktuelles Beispiel ist das &#8221;<a href="http://www.liberale.at" target="_blank">Liberale Forum</a>&#8220;, das sich derzeit Online vernetzt: Eine <strong><a href="http://www.liberale.at" target="_blank">neue Website</a></strong> ist heute (1. Sep. 2008) online gegangen, ein <strong><a href="http://www.heide-schmidt-blog.at/" target="_blank">Heide-Schmidt-Blog</a></strong> schon vergangene Woche und eine <strong>Community</strong> zur Selbstorganisation für LiF-UnterstützerInnen folgt in wenigen Tagen. Alles darauf ausgelegt, mit Usern und potentiellen WählerInnen in Kontakt zu treten.</p>
<p><span id="more-322"></span></p>
<p><em>In den letzten Tagen wurde &#8220;2.0 Community&#8221; aufgerufen, an einem &#8220;Wahlkampf 2.0&#8243;-Workshop am Dienstag, 2.9. teilzunehmen. Diese Einladung wurde clever ausgeschickt und nutzt Social Media wie twitter und facebook zur medialen Verteilung an Interessierte.</em></p>
<p><em>Ebenso gibt es seit heute eine Online-Banner-Kampagne (gesehen auf derstandard.at), der auf den Blog verlinkt.</em></p>
<p>Das sind einige gute Punkte, um in der Online-Ebene über verschiedene Kanäle ins Gespräch zu kommen und sich dort zu positionieren. Den Autritt des LIF im Online-Bereich vergleiche ich in Größe und Zielgruppe mit den Grünen. Mit dem Unterschied, dass es hier <strong>eine</strong> Message und <strong>eine</strong> zusammenhängende kompakte  Linie gibt.</p>
<p><strong><a href="http://www.heide-schmidt-blog.at/" target="_blank">Der Heide-Schmidt-Blog</a></strong> besteht aus einer Vielzahl aktueller Beiträge, die kommentiert, ge-bookmarked und mit einer abschließenden Abstimmungsfrage beantwortet werden können. Der Blog ist kompakt und überschaubar und zur Zeit sehr lebendig. Was ich sehr gut finde ist, dass in diesem Blog viele verschiedene Stimmen aus der Partei gemeinsam auftreten und posten: <em>Karin Resetarits, Dr. Maria Schaffenrath, Dr. Ronald Pohoryles, Alexander Zach uva</em>. Das gefällt mir. Diesen Schritt finde ich sehr gut, da ich weiß, wie schwer es ist, Leute &#8211; alleine aus zeitlichen Gründen &#8211; zum Bloggen bzw. zur &#8216;Arbeit mit dem Web&#8217; zu bewegen. Gute Arbeit, Christoph.</p>
<p>Deswegen sehe ich den &#8220;Heide Schmidt Blog&#8221; eher als &#8220;<strong>Liberales Forum Blog</strong>&#8220;, da viele unterschiedliche Personen vom LIF schreiben. Auch auf Grund der Tatsache, daß Heide Schmidt in ihrem Blog unter dem Postnamen &#8220;<em>Redaktion</em>&#8221; bloggt.</p>
<p>Wenn ich mich bei anderen Parteien umblicke, finde ich nichts Vergleichbares. Das liegt vermutlich an der kompakten Größe und Überschaubarkeit der Kleinpartei, der flachen Hierarchie und dem schnellen, persönlichen, internen Kontakt. Ich sage ja immer: &#8220;<em>Eine Website spiegelt die interne Struktur eines Unternehmens wider</em>&#8221; &#8211; in diesem Fall ist das Unternehmen eine Partei.</p>
<p>Ich wünsche mir von Blog und Website, dass sie auch nach dem Wahlkampf aktiv weitergenutzt und als Dialoginstrument verwendet werden.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/09/01/liberales-forum-20-online-heide-schmidt-blog/' addthis:title='Liberales Forum 2.0. Alles neu im Online-Bereich &#8211; der Heide Schmidt Blog. '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Neuwal: Universelle Werbung. Politik im Vergleich mit IT</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Aug 2008 08:51:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dieter Zirnig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die neue Wahl&#8221;. &#8220;Der neue Faymann&#8221;.
Als ich den Slogan &#8220;Die neue Wahl&#8221; der SPÖ bei der Stadtausfahrt von Wien von der Autobahn aus lesen konnte, kombinierte ich zuerst in Richtung &#8220;Der neue Faymann&#8221; - ein neues ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/08/31/universelle-werbung-politik-im-vergleich-mit-it/' addthis:title='Neuwal: Universelle Werbung. Politik im Vergleich mit IT '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p><strong>&#8220;Die neue Wahl&#8221;. &#8220;Der neue Faymann&#8221;.</strong></p>
<p>Als ich den Slogan &#8220;Die neue Wahl&#8221; der SPÖ bei der Stadtausfahrt von Wien von der Autobahn aus lesen konnte, kombinierte ich zuerst in Richtung &#8220;Der neue Faymann&#8221; - ein neues Auto.</p>
<p>Ich überlegte weiter und kam zum Punkt, dass sich sämtliche Kampagnen auf IT-Produkte und IT-Firmen umlegen lassen. Klar, es geht ja um plakative Positionierung.</p>
<p><span id="more-360"></span></p>
<p><strong>SPÖ und ÖVP</strong> vergleiche ich hier mit zwei großen &#8220;Global Player&#8221;: Zum Beispiel HP und IBM. Beides große internationale Konzerne. Beides gut vernetzte europaweite Parteien mit großen Hierarchien, Prozessen und Netzwerken im Hintergrund.</p>
<p><strong>&#8220;Der neue Faymann&#8221;</strong> symbolisieret für mich ein geheimnisvolles Staats-PC-System, das alles hat, was man braucht: Notebook/PC, Monitor mit bester Ausstattung und einem Laser-/Tintenstrahldrucker in Farbe zugleich: eben sozial, entschlossen, zuverlässig. Man fokusiert auf das gesamte Produkt und die Marke &#8211; die Details kommen später.</p>
<p>Die <strong>ÖVP</strong> hingegen fokusiert auf technischen Spezifikationen. Wir bekommen einen Eindruck, wieviel Arbeitsspeicher, wie groß der Bildschirm oder wieviele USB-Schnittstellen es gibt. Es wird auf eine Handvoll Details fokusiert: Wir erfahren Produktdetails zur Asylpolitik, Familienpolitik und mehr.</p>
<p>Passend dazu gibt es die <strong>FPÖ</strong>. Die bereits alles was es bisher gegeben hat verwendet und bestehenden Produkten ihre Marke gibt. Es erinnert mich an Südostasien, wo Kopien von Marken und Produkten zum Alltag gehören.</p>
<p><strong>Die Grünen</strong> versuchen sich vielleicht als &#8220;Chilligreen&#8221;. Einem kleinerem lokalen Anbieter. Die Grünen werben hier mit ihrer Unverwüstbarkeit: &#8220;Umfallen. Nicht mit mir&#8221; vergleiche ich mit &#8220;Unser Notebook-System stürzt nicht ab&#8221;. Mag es Regnen oder Schneien &#8211; das System läuft. Und gibt dem Produkt gleich einen eigenen neuen Namen: Der &#8220;vdb08&#8243;. Am besten mit Linux.</p>
<p>Das <strong>BZÖ</strong> erfindet sich neu. Ändert seine komplette Produktlinie. Inklusive Strategie: Ein Marken- und Produktrelaunch. Möchte von den hinteren Bereichen nach Vorne und spricht neue Zielgruppen an. Für mich in der Strategie mit &#8220;Acer&#8221; vergleichbar: Strategie und Produktlinie ändern &#8211; und das &#8220;nur für Dich&#8221;. Deinetwegen.</p>
<p>Beim <strong>Liberalen Forum</strong> tu ich mir momentan etwas schwerer. Für mich scheint es, dass das LiF derzeit die Rolle des &#8220;intellektuellen Notebooks&#8221; der Grünen übernimmt und wirbt im anspruchsvolleren Klientel. Ein exklusiveres Notebook für eine kleinere Zielgruppe. Etwas teurer, dafür sind Bookmarks zu hochwertigen Tageszeitungen, Magazinen, Diversity-Modellen und Wirtschaftsseiten vorgespeichert.</p>
<p>Die <strong>KPÖ</strong> versucht neue Modelle zu entwickeln und versuchts im Bereich eines Notebooks, das &#8220;<a href="http://www.gamestar.de/news/vermischtes/1457800/notebook.html" target="_blank">mit einer Minute kurbeln 10 Minuten Betrieb garantiert</a>&#8220;. Ein alternativer Ansatz und garantiert günstiger Zugang &#8211; unabhängig vom Stromnetz. Für jeden.</p>
<p>Bei allen Produkten und Marken darf man eines nicht vergessen. PCs und Notebooks werden für alle Marken in wenigen Werken in Südostasien hergestellt. Im Endeffekt ist alles gleich - mit wenigen Unterschieden. Nur andere Bezeichnungen und Settings bei Arbeitsspeicher, Akku, Gehäuse, Grafikkarte, Drucker und Monitor.</p>
<p>Allerdings spannend und interessant.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/08/31/universelle-werbung-politik-im-vergleich-mit-it/' addthis:title='Neuwal: Universelle Werbung. Politik im Vergleich mit IT '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Wahlumfrage (imas, 30.08.08): SPÖ 26-28, ÖVP 25-27, FPÖ 17-19, GRÜNE 12-14, BZÖ 6-8, FRITZ 3-4, LIF 3-4, RETTÖ 1-2, KPÖ 1-2</title>
		<link>http://neuwal.com/index.php/2008/08/30/wahlumfrage-imas-300808-spo-26-28-ovp-25-27-fpo-17-19-grune-12-14-bzo-6-8-fritz-3-4-lif-3-4-retto-1-2-kpo-1-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 07:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dieter Zirnig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Konzentration an Wahlumfragen ist in den letzten Tagen sehr hoch. Hier gibt es neben der aktuellen Umfrage von imas auch jene von market (27.08.2008), gallup (28.08.2008) und OGM (30.08.2008). Und hier gehts überhaupt zur ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/08/30/wahlumfrage-imas-300808-spo-26-28-ovp-25-27-fpo-17-19-grune-12-14-bzo-6-8-fritz-3-4-lif-3-4-retto-1-2-kpo-1-2/' addthis:title='Wahlumfrage (imas, 30.08.08): SPÖ 26-28, ÖVP 25-27, FPÖ 17-19, GRÜNE 12-14, BZÖ 6-8, FRITZ 3-4, LIF 3-4, RETTÖ 1-2, KPÖ 1-2 '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div><p><em>Die Konzentration an Wahlumfragen ist in den letzten Tagen sehr hoch. Hier gibt es neben der aktuellen Umfrage von imas auch jene von <a href="http://neuwal.com/index.php/2008/08/27/wahlumfrage-270808-ovp-26-spo-28-fpo-20-gru-13-bzo-4-fritz-3-lif-3/">market (27.08.2008)</a>, <a href="http://neuwal.com/index.php/2008/08/29/wahlumfrage-280808-spo-27-ovp-26-fpo-19-gru-12-bzo-5-fritz-4-lif-4/">gallup (28.08.2008)</a> und <a href="http://neuwal.com/index.php/2008/08/30/wahlumfrage-ogm-300808-ovp-28-spo-27-fpo-18-grune-12-bzo-6/">OGM (30.08.2008)</a>. <a href="http://neuwal.com/index.php/aktuelle-wahlumfragen/">Und hier gehts überhaupt zur gesamten Wahlumfragen-Übersicht.</a></em></p>
<p><strong>SPÖ leicht voran bei imas-Umfrage</strong><br />
Die aktuellste Wahlumfrage von <a href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/410115/index.do?_vl_backlink=/home/index.do">imas/Die Presse</a> vom Samstag, 30. August (&#8220;Sonntagsfrage&#8221;) sieht die SPÖ ganz leicht vor der ÖVP mit einem Wert von 26-28 %, gefolgt von der ÖVP mit 25-27 %.</p>
<p><em>imas hat im Ergebnis ihrer Befragungen zwischen dem 26.-28.08.2008 (1000 Befragte) eine Schwankungsbreite von 1-2 % definiert.</em></p>
<p><strong>FPÖ 17-19 % gut gesichter in dritter Position</strong></p>
<p><strong>GRÜNE verlieren im Vgl. der letzten Umfrage und positionieren sich zwischen 12 und 14 %</strong></p>
<p><strong>BZÖ verdoppelt Prozentpunkte</strong><br />
<em>&#8220;Einigermaßen gesichert seien die massiven Stimmenverluste für SPÖ und ÖVP und der Zulauf zu den beiden freiheitlichen Parteien, wobei sich eine &#8216;leichte Umgewichtung&#8217; von der FPÖ zum BZÖ abzeichne&#8221;, </em>so <a href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/410115/index.do?_vl_backlink=/home/index.do" target="_blank">diepresse.com</a>.</p>
<p><strong>FRITZ, Liberales Forum knapp &#8211; Rettet Österreich und KPÖ nicht</strong><br />
Die Chancen für Nationalratsmandatare sind beim Liberalen Forum und bei Fritz Dinkhauser intakt. Eher unrealistisch scheint momentan die 4 %-Hürde für RETTÖ und die KPÖ.</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" width="450" bordercolor="#cccccc">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Datum</strong></td>
<td><strong>Institut</strong></td>
<td bgcolor="#ff0000"><strong><span style="color: #ffffff;">SPÖ</span></strong></td>
<td bgcolor="#000000"><strong><span style="color: #ffffff;">ÖVP</span></strong></td>
<td bgcolor="#339933"><strong><span style="color: #ffffff;">GRÜ</span></strong></td>
<td bgcolor="#0066cc"><strong><span style="color: #ffffff;">FPÖ</span></strong></td>
<td bgcolor="#ff9900"><strong><span style="color: #ffffff;">BZÖ</span></strong></td>
<td bgcolor="#999999"><strong><span style="color: #ffffff;">FRI</span></strong></td>
<td bgcolor="#ffff00"><strong><span style="color: #0066ff;">LIF</span></strong></td>
<td bgcolor="#990000"><strong><span style="color: #ffffff;">KPÖ</span></strong></td>
<td bgcolor="#cc0000"><strong><span style="color: #ffffff;">RÖ</span></strong></td>
<td bgcolor="#ffffff"><strong><span style="color: #ffff00;">Chr</span></strong></td>
<td bgcolor="#ffffff"><strong><span style="color: #ffffff;"><span style="color: #000000;">Andere</span></span></strong></td>
</tr>
<tr>
<td>30.08.08</td>
<td>imas</td>
<td><span style="font-size: xx-small;"><strong>26-28</strong></span></td>
<td><span style="font-size: xx-small;"><strong>25-27</strong></span></td>
<td><span style="font-size: xx-small;"><strong>12-14</strong></span></td>
<td><span style="font-size: xx-small;"><strong>17-19</strong></span></td>
<td><span style="font-size: xx-small;"><strong>6-8</strong></span></td>
<td><span style="font-size: xx-small;"><strong>3-4</strong></span></td>
<td><span style="font-size: xx-small;"><strong>3-4</strong></span></td>
<td><span style="font-size: xx-small;"><strong>1-2</strong></span></td>
<td><span style="font-size: xx-small;"><strong>1-2</strong></span></td>
<td><strong>0</strong></td>
<td><strong>0</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>» <a href="http://neuwal.com/index.php/aktuelle-wahlumfragen/">Mehr Wahlumfragen gibt es hier</a></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://neuwal.com/index.php/2008/08/30/wahlumfrage-imas-300808-spo-26-28-ovp-25-27-fpo-17-19-grune-12-14-bzo-6-8-fritz-3-4-lif-3-4-retto-1-2-kpo-1-2/' addthis:title='Wahlumfrage (imas, 30.08.08): SPÖ 26-28, ÖVP 25-27, FPÖ 17-19, GRÜNE 12-14, BZÖ 6-8, FRITZ 3-4, LIF 3-4, RETTÖ 1-2, KPÖ 1-2 '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://neuwal.com/index.php/2008/08/30/wahlumfrage-imas-300808-spo-26-28-ovp-25-27-fpo-17-19-grune-12-14-bzo-6-8-fritz-3-4-lif-3-4-retto-1-2-kpo-1-2/feed/</wfw:commentRss>
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