Umfrage Steiermark: SPÖ 39, ÖVP 38, FPÖ 9, GRÜ 6, KPÖ 6, BZÖ 2 #sonntagsfrage
ÖSTERREICH veröffentlichte am Montag, 14. Juni 2010 eine neue Umfrage für die Steiermark:
- Die SPÖ liegt mit 1-Prozent-Punkt und 39 % knapp vor der ÖVP (Vgl. LTW 2005 41,67 %/-2.67)
- Die ÖVP bleibt relativ konstant bei 38 % (LTW 2005 38.66/-0.66)
- Die KPÖ kann ihr Wahlergebnis von 2005 (6.34) halten und liegt bei 6 % (-0.34) – entscheidend wird ihr Abschneiden in der Landeshauptstadt Graz sein.
- Die Grünen können um 1.27 %-Punkte zulegen und kommen in der Umfrage auf 6 % (LTW 2005 4.73)
- Die FPÖ verdoppet ihren prozentuellen Stimmenanteil von 4.56 (LTW 2005) auf 9 % (+4.44)
- Das BZÖ liegt bei 2 % und kann ihren Stimmenanteil leicht erhöhen.
- ÖSTERREICH schreibt, dass 49 % der Steierer Franz Voves direkt wählen würden
- 37 % wären für den ÖVP-Kandidaten Hermann Schützenhofer
- Die Kandidaten der FPÖ, den grünen und des BZÖ liegen unter 6 %
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Bitte, bitte, nicht jeden Schwachsinn der heimischen Holzmedien übernehmen. Quer durch sämtliche Innenpolitik-Redaktionen gibt es offenbar keinen Journalisten, der das Wort Schwankungsbreite richtig interpretieren kann (oder will). Kann mich an jemanden erinnern, der in der ZIB Innenpolitik kommentiert und mit diesem Begriff nicht vertraut war. Offenbar schaut es in Weblogs nicht anders aus.
Bei einem 600er-Sample hat man für 39% fast 4% Schwankungsbreite. Was diese und andere Umfragen zeigen: SPÖ und ÖVP liegen gleichauf und können die Wahl sowohl gewinnen als auch verlieren. Die Interpretation von 1% Unterschied ist Kaffeesudleserei und damit reiner Spin. Schon gar keinen Sinn macht es, irgendwelche Hundertstelprozent Unterschied auszuweisen (“BZÖ kann Stimmenanteil leicht erhöhen”).
Danke Stefan für Deinen Input. Wahlumfragen sind spannend, interessant und geben wissenswerte Einblicke in unser Wahlverhalten. Das es sich dabei um eine momentane Stimmungsaufnahme innerhalb einer kleinen definierten Zielgruppe und einer Schwankungsbreite gibt ist klar. Eine kritische Hinterfragung der Wahlumfragen und Statistiken nehmen wir bei unseren lieben LeserInnen an.
In einem Interview mit der Meinungsforscherin Sophie Karmasin haben wir uns mit diesen Fragen auseinander gesetzt: http://neuwal.com/index.php/2010/04/18/neuwal-gesprach-mit-dr-sophie-karmasin/
Wir veröffentlichen alle uns zur Verfügung gestellten Wahlumfragen, da wir diese gesammelt kritisch veröffentlichen, untereinander vergleichen und uns ein Bild davon machen, wie sehr Wahlumfragen daneben liegen und woran das liegt. In den meisten Fällen lagen sie innerhalb einer kleinen definierten Schwankungsbreite immer richtig.
Lieben Dank für Dein Feedback!
Ich frag nochmals andersrum: Nehmen wir mal an, wir würden die Online-Community zum aktuellen Wahlbefinden befragen; unter der Voraussetzung, dass bei einem Online-Formular nicht gefaked wird. Was würdest Du dazu sagen bzw. vorschlagen? Danke!
[...] gibt es hier die von der steirischen ÖVP in Auftrag gegebene Gfk-Umfrage, sowie die ebenso aktuelle Österreich/Gallup-Umfrage. Infos zur Umfrage: telefonische CATI-Umfrage, 7. bis 11. Juni 2010, n=400 Befragte. Interessant [...]
[...] Gallup [...]