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Der freie Hochschulzugang, eine Sackgasse?
13. Mai 2012 – 16:23 | 11 Kommentare

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Österreich hat sich nicht blamiert: Knieschuss für Pröll & Strache

geposted von am 25. April 2010 – 22:20Ein Kommentar

Wie so oft, wenn Österreich sich als Bananenrepublik geriert (die es nicht ist!), hilft ein Blick über den Tellerrand, um die Dimensionen zurechtzurücken.

Der erste landläufige Irrglaube war, diese Bundespräsidentenwahl sei ohne Bedeutung – ein Direktwahl für das höchste Amt im Staat, über die aus bekannten Gründen europaweit berichtet wird.

Dem nächsten Irrtum saß die ÖVP auf, die mit der Aufforderung zum Weißwählen Fischer und die SPÖ schwächen wollte. Sie hat sich mit ihrem demokratiegefährdenden Verhalten, das die Wahlbeteiligung auf voraussichtlich unter 50 Prozent gedrückt hat, selbst am meisten geschadet. Was der ebenso sinnlose wie tollkühne Parforce-Ritt über das Verhältnis der Koalitionsparteien aussagt, ist einen eigenen Kommentar wert.

Doch auch H.C. Strache hat sich ordentlich geschnitten. Wiewohl Österreich ein im Kern rechtskonservatives Land ist, lassen sich seine mündigen Bürger nicht für dumm verkaufen und mit Uralt-Positionen aus den 30er-Jahren abspeisen, die mit einem sorgfältig übertünchten nationalsozialistischen Stallgeruch einhergehen. Ein rechtsliberaler Konsenskandidat hätte ein ganz anderes Ergebnis erzielen können.

Knapp 80 Prozent sind ein schöner, hart erkämpfter Erfolg für einen Bundespräsidenten, den man nicht lieben muss, der sich aber um Amt und Land verdient gemacht hat wie kaum ein anderer Politiker in den letzten Jahrzehnten.

Weit unter 20 Prozent für Barbara Rosenkranz sind peinlich für eine top-organisierte, in der Regel gut wahlkämpfende, finanziell gut ausgestattete FPÖ, die ein Wählerpotenzial von bis zu 30 Prozent ansprechen kann – und auch schon angesprochen hat.

Über 5 Prozent für Rudolf Gehring sind unter den Umständen dieser Wahl ein persönlicher Erfolg, über den er sich privat gerne freuen darf – das hält unsere Demokratie auch aus.

Die Wahl war wichtig, sie stand unter schlechten Vorzeichen, wurde (nicht nur aus den Nachbarländern) mit Argusaugen beobachtet – und sie ist gut gegangen.

Die Wahlbeteiligung liegt als Bauernopfer am Boden, Österreich hat sich jedoch eine Blamage erspart.

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