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Das Wiener BZÖ zerfällt: Das FBZ wurde gegründet. #wienwahl

geposted von am 13. April 2010 – 12:25Keine Kommentare

Nach Kärnten gibt es auch in Wien einen Bruch zwischen der Landes- und Bundes-BZÖ. Die Mehrheit des Wiener BZÖs hat am 22. März die neue Partei FBZ gegründet: Freies Bündnis Zukunft.

Nach einem kurzen Telefongespräch konnte ich herausfinden, dass sich das FBZ als klassische liberale Partei sieht. Sie wird als Landes- und Bundespartei agieren und nimmt bereits Kontakte mit Gruppierungen in den Bundesländern auf. Ihr Obmann wird Matthias Bruckner. Bis auf zwei nahmhafte Personen aus dem Wiener BZÖ sind sämtliche Funktionäre und Mitglieder zur neuen Wiener- und Bundes-Gruppierung übergetreten.

Der Absplitterung gehen interne Unstimmigkeiten voraus. So habe es seit vorigen Jahr keinen Konvent gegeben, der normalerweise gemäß Statuten alle vier Jahre stattfindet. Der Konvent, der zum letzten Mal 2005 und bereits 2009 stattfinden hätte sollen, wurde von der Bundesparteispitze des BZÖ’s – Josef Buchner als auch von Herbert Scheibner – abgelehnt. Ein ordentlicher Parteitag wurde hinausgeschoben und eine Diskussion um Weiterführung und Parteispitze nicht ermöglicht.

Tscharnutter, der Obmann des BZÖ’s in Wien wollte sich nicht – gedeckt von führenden Bundes- und Landes-Funktionören – der Diskussion stellen. Es wäre gut möglich gewesen, so interne Stimmen des neuen FBZ, dass der Konvent manipuliert abgelaufen wäre, da Tscharnutter die Mehrheit der Funktionäre und Mitglieder nicht mehr hinter sich hatte.

Wie es mit der Zukunft des Wiener BZÖ’s aussieht ist ungewiß. Klar ist, dass sich das BZÖ bundesweit immer mehr auflöst. Ich bin gespannt, ob die Gerüchte stimmen, dass sich Josef Bucher entweder aus der Politik zurückzieht oder ein Angebot der ÖVP annehmen wird.

Unterstützt wurde Tscharnutter von ehemaligen FPÖ-Politikern im BZÖ, die neben sich “niemanden hochkommen lassen wollten”.

Wie sich das FBZ für die kommenden Wiener Wahlen vorbereiten und aufstellen wird, berichten wir nächste Woche.

Links: Kurier, 13. April 2010

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