Wahlprogramme: Das Wahlprogramm von "Die Christen"
Bei der Nationalratswahl 2008 tritt erstmals auch eine Partei an, die schon bei zwei Landtagswahlen angetreten ist, mit mehr oder minder vernichtendem Ergebnis. “Die Christen” versuchen es trotzdem (und berichten von unglaublichem Zulauf). Heute nehme ich mir ihr Wahlprogramm unter die Lupe.
Wie auch schon bei Liste Fritz und RETTÖ beschränkt sich die Suche nach dem Wahlprogramm auf ihre Homepage, einige Punkte habe ich auch aus der “Wahlinformation”. Zur Zusammenfassung ihres Wahlprogrammes benutz ich den Teil “Unsere Schwerpunkte” auf der Parteihomepage.
Die Christen sehen ihre Schwerpunkte laut ihrer Homepage in: Ehe und Familie, Erziehung und Bildung, Lebensschutz und Kultur.
Ehe und Familie
Die Ehe ist rechtlich als Verbindung zweier Personen verschiedenen Geschlechts in freier Wahl zu inniger Lebensgemeinschaft in Liebe und Treue auf Lebenszeit zu definieren und verfassungsgesetzlich zu schützen.
Die Christen fordern, dass alle Rechtsgebiete (Zivil-, Steuer-, Sozial-, Arbeits- und Strafrecht) sind auf den Schutz von Familien ausgerichtet werden. Weiters eine rechtliche Neuordnung der Institution Ehe mit dem Ziel, das Hineinwirken staatlicher Organe in die Familie zurückzudrängen. Und da die Ehe laut der Partei “Die Christen” die einzige Form der Lebensgemeinschaft ist, sei sie daher auch rechtlich zu schützen. Ehe und Familie sollen auch in wirtschaftlichr Hinsicht gefördert werden. Hier fordern “Die Christen” folgende Punkte:
- Familiensplitting im Steuerrecht
- Müttergehalt mit Sozialversicherung und Pensionsanspruch
- direkte finanzielle Förderung von Eltern und Familien
- Wahlrecht der Eltern für ihre Kinder
- Erziehungsgeld: Wer Kinder selbst betreut, soll bekommen, was der Staat für Kindergärten, Hort, usw. ausgibt.
Erziehung und Bildung
Sie versuchen, den christlichen Glauben an der Wurzel auszurotten und im sexuellen Bereich folgendes „Ideal” zu suggerieren: „Tu, was dir Spaß macht, aber pass auf, dass du davon keine Kinder kriegst!”
Liebt einander. Einer trage des anderen Last. Die Eltern haben die Bereitschaft, für das ganze Leben in guten und schlechten Tagen zusammenzustehen und vermitteln den Kindern damit Sicherheit und Geborgenheit. Egoismus zerstört, Liebe baut auf.
Lebensschutz
Das Ziel der Partei “Die Christen” ist der volle Rechtsschutz menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod auf allen Stufen der Rechtsordnung. Hier sehen die Forderungen so aus:
- Vollen Rechtsschutz menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.
- Die Tötung eines ungeborenen Kindes, eines leidenden oder alten Menschen darf rechtlich niemals zulässig sein.
- Verbot jeder Art von künstlicher Befruchtung bei Menschen.
- Verbot von „Menschenzüchtung” wie Klonen, Schimären- und Hybridbildung.
- Verbot von medizinischen Maßnahmen an lebenden ungeborenen Kindern, die nicht die Heilung oder Linderung einer Krankheit zum Ziel haben
- Verbot kommerzieller Verwertung toter ungeborener Kinder (Embryonen, Föten).
- Verbot von aktiver und passiver Sterbehilfe (Euthanasie).
Kultur
Die Kultur der europäischen Völker beruht auf den Fundamenten christlichen Glaubens. Die auf diesem Glauben beruhende sittliche Ordnung ist die Basis jeder gesunden und menschenwürdigen Gemeinschaft. Sich von den großen religiösen und sittlichen Kräften der eigenen Geschichte abzuschneiden, bedeutet Selbstaufgabe einer Nation.
Wir treten gegen jede Behinderung der Kunst ein. Sie braucht unseren Respekt, und wir Menschen brauchen Kunst zum Mensch-Sein. Aber auch der Künstler muss den Menschen respektieren, seine Würde und seine Gesinnung. In das Werk des Künstlers sollte die Vielfalt und Schönheit aus Gottes Schöpfung einfließen und damit zur Verherrlichung Gottes beitragen.



















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