Wahlkampfauftakt der ÖVP in Graz: Kommunikation in Richtung Politik 2.0
Im 5. September 2008 war der Wahlkampfauftakt der ÖVP in Graz. Neuwal war eingeladen (vielen Dank!) – mußte leider sehr kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen absagen. Ich hätte gerne LIVE von “vor Ort” berichtet.
Heinz war dabei und schreibt in seinem Blogbeitrag “Besuch bei der Volkspartei” ausführlich darüber.
Was ich von hier mitverfolgen konnte war sehr interessant, da die Wahlkampfveranstaltung im Web mitkommentiert wurde: Video, Bilder, Blog und Twitter. Das gehr in eine gute Richtung – ziemlich gutes gebündeltes Engagement in diesem Bereich.
Eine gesammelte Übersicht der verwendeten Webkommunikations-Mittel gibt es unter ÖVP Neustart 08.
- Ein Website berichtete innerhalb der zwei Stunden LIVE von der Veranstaltung in Graz.
- Wilhelm Molterer schickte Mitteilungen über twitter in eine Richtung
- Michi Mojzis berichtete ebenso über ihren twitter-Account. Was ich gut finde – Fr. Mojzis beantwortet auch eintreffende Fragen.
Mehr unter ÖVP Neustart 08.


















Ich war bei der Veranstaltung. Ich weiß, dass sich die ÖVP, ganz sicher Michi Mojzis und Alexandra Nussbaumer, um Webkommunikation bemühen; ich glaube, sie sind den anderen Parteien in Ö voraus.
Aber: Wirkliche dialogische Kommunikation ist das noch nicht. Weder Wilhelm Molterer noch Michi Mojzis twittern bei einer solchen Veranstaltung selbst, ich hätte es gesehen. Das sind Signale, aber es stellt sich weiterhin die Frage. Where is the beef?
Ich glaub ja auch nicht, dass der Bundespräsident die Neujahrsansprache selbst schreibt.
Und die Newsletter der Spitzenkandidaten an den Datensatz: Wohl auch nicht sie selbst.
Vermutlich gut so.
Nebenbei stell ich mir die Frage, ob bidirektionales Twittern als dialogische Kommunikation gewertet werden kann. Technisch wirkt das zwar so. Aber DEN Unterschied lernt man schon im ersten Semester Publizistik.
Na selbstverständlich ist bidirektionales Twittern ein Dialog.
@Martin
Das ist genau der Unterschied zu den Brodcast-Medien: In einem point-to-point-Medium wie dem Web kann – und muss man wohl auch, um erfolgreich zu sein – im eigenen Namen schreiben. Neujahrsansprachen interessieren aus gutem Grund niemanden wirklich, weil da stattdessen meist nur mäßige Rollenprosa verfasst wird.
Was man im ersten Semester in Publizistik lernt, dürfte stark von den Vor-Web-Medien geprägt sein. Wenn etwas wie Twitter dabei nicht unter dialogische Kommunikation fällt, gibt es wohl Reformbedarf.