Neue Parteien und Demokratiebewegungen in sterreich Neue Parteien und Demokratiebewegungen in sterreich Neue Parteien und Demokratiebewegungen in sterreich Neue Parteien und Demokratiebewegungen in sterreich Neue Parteien und Demokratiebewegungen in sterreich
Der freie Hochschulzugang, eine Sackgasse?
13. Mai 2012 – 16:23 | 10 Kommentare

Studiengebühren bringen weder den Weltfrieden noch ausfinanzierte Eliteunis für Österreich, auch wenn die Vehemenz mit der manche Verfechter sie fordern, den Eindruck hinterlässt dass ohne Studiengebühren bald nur noch brennende Ruinen dort verfallen werden, wo …

weiterlesen »
Kommentar

Donnerstag Vorabend, Kolumnen und Kommentare

Interviews

neuwal im Gespräch mit PolitikerInnen und Persönlichkeiten

podwal

Einige unserer Artikel zum Nachhören und Nachsehen.

Booklewal

Die neuwal Bücherecke

Soziale Bewegungen

Von Stuttgart 21 #s21, #unibrennt zu #wikileaks und #freepress

Home » Interviews, Liberales Forum

Karin Resetarits (LIF) im Gespräch mit Neuwal: "Was für die Grünen der Umweltschutz ist, ist für uns Liberale die Bildung."

geposted von am 7. September 2008 – 16:08Keine Kommentare

Neuwal. Karin Resetarits (neuwal.com)

Karin Resetarits tritt in Salzburg für das Liberale Forum an. Wir haben sie beim LIF Wahlkampfauftakt am 4. September 2008 getroffen und einige Worte mit ihr gewechselt.

Ich frage mich, in welchen Punkten sich das Liberale Forum von den Grünen unterscheidet. Resetarits meint, es gibt viele Gemeinsamkeiten  – Unterschiede findet man vorallem in der Wirtschaftspolitik und Bildung.

Vorallen in Deutschland sind Gelb und Grün sehr einheitlich unterwegs. Ein Modell, das sie sich auch für Österreich vorstellen kann.

Preview: Ich freue mich kommende Woche auf das Gespräch mit der Spitzenkandidatin Heide Schmidt!

—–
Neuwal: Frau Resetarits, heute ist der Wahlkampfauftakt des Liberalen Forums.

Karin Resetarits (LIF Salzburg): Mir geht es sehr gut. Es ist ein sehr guter Tag für mich, weil ich seit 2005 im Europaparlament im Liberalen Fraktion bin. Ich sehe immer wieder, wie wichtig liberale Politik in ganz Europa ist. Ich habe es immer Jammerschade gefunden, dass wir das in Österreich nicht haben. Die Hoffnung ist groß und es ist eine wirkliche Chance da – ich bin überzeugt, dass wir es am 28. September schaffen.

Neuwal: Welche Chancen sehen Sie für das Liberale Forum?

Karin Resetarits (LIF Salzburg): Ich sehe die Chance, dass wir die Vier-Prozent-Hürde schaffen werden. Viele Leute sind angefressen und wissen nicht, was sie wählen sollen. Auf der einen Seite gibt es das Spektrum der Angstmacher-Parteien, der Negativen und der Raunzer. Diese Personen werden und wollen wir nicht ansprechen. Wir möchten diejenigen ansprechen, die daran glauben, dass Politik noch immer Kraft hat, man positiv verändern kann und wir dafür eigentlich ein sehr gutes Angebot haben. Also genau diese Leute, die von den etablierten Parteien genug haben und sich denken “endlich kommt da jemand mit konstruktiven Ideen”.

Neuwal: Die Grünen und das Liberale Forum haben viele Gemeinsamkeiten: Wo sind die Unterschiede?

Karin Resetarits (LIF Salzburg): Das kann ich ganz klar sagen, weil wir das im Europaparlament jeden Tag mitbekommen. In gesellschaftspolitischen Anliegen sind wir Schulter-an-Schulter mit den Grünen und verstärken alle Ideen. In diesem Bereich sind wir Eins.

Im wirtschaftspolitischen Bereich jedoch nicht. Für uns Liberale ist der Mensch, das Individum wichtiger als der Staat. Das heißt, daß wir einen sehr schlanken und effizienten Staat wollen, dem wir auch nur einige wesentliche Aufgaben übertragen. Gleichzeitig möchten wir die Eigenverantwortung des Menschen stärken. Ein Weg dazu ist “mehr Bildung”.

Was für die Grünen der Umweltschutz ist, ist für uns Liberale die Bildung.

Nur mit viel Bildung und einem lebensbegleitenden Lernen ist der Mensch allen Herausforderungen gewappnet. Dann hat er auch die Kraft, selber Entscheidungen zu treffen. Er kann dann vieles leichter durchschauen und wird nicht mehr so leicht beeinflussbar.

Neuwal: Was ist ihre Vision von einem Europa?

Karin Resetarits (LIF Salzburg): Meine Vision ist, dass nur Europa vor den wirklich großen Herausforderungen (Klimawandel, neue Energien finden, Teuerung) Schutz bieten kann. Der Einzelne Nationalstaat wird nicht viel ausrichten können. Und deswegen brauchen wie Europa: Europa gibt und bringt uns Schutz.

Schutz kann uns Europa nur bringen, wenn Europa stark ist. Momentan machen wir allerdings dieses Europa schwach. Die Menschen müssen erkennen, dass wir in einer anderen Zeit leben: Europa ist genauso unseres wie es Österreich ist. Genau das müssen wir den Menschen noch viel mehr überzeugend vermitteln. Dafür trete ich ein und dafür stehe ich.

Weitere passende Beiträge

Keine Kommentare »

  • [...] “moderatorin” einen fernsehsender für ihren wahlkampf nutzen kann. karin resetarits (hier im nterview mit neuwal), politikerin im europaparlament und, während der aktuellen neuwahl in österreich, kandidatin [...]

  • ZeroOneB sagt:

    Ach… ein schöner Satz: “Für uns Liberale ist der Mensch, das Individum wichtiger als der Staat. Das heißt, daß wir einen sehr schlanken und effizienten Staat wollen”
    Gerade deswegen, weil ich glaub ich noch nie so schnell hintereinander die Werbung (“mensch wichtig”) und das Vorhaben (“staat”; also solidarische versicherungen, gesundheitssystem, pensionen abschaffen und privatisieren) gelesen hab.
    Einfach mal bei den Positionen der europ. (Neo-)Liberalen erkundigen.
    Wobei… manchmal sind ja auch schon deren Methoden bemerkenswert
    http://de.wikipedia.org/wiki/INSM insb. http://de.wikipedia.org/wiki/INSM#Kritik

  • jo sagt:

    Was den schlanken Staat angelangt, wird man irgendwann auf Grenzen stoßen, wenn der schlanke Staat sich seiner Gestaltungskraft nimmt. In Österreich ist die Situation jedoch ganz spezifisch: Kammern, Länder, Gewerkschaften protegieren eine überbordene Bürokratie und Günstlingswirtschaft. Diese Art von “dickem” oder “fettem” Staat soll und kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

  • locksmith sagt:

    Das LIF sollte die politische Marktlücke aufgreifen und sich noch viel deutlicher als EU-Partei präsentieren. Keine der Parteien traut sich das zu auf Grund der Eu-Skepsis. Ich bin jedoch überzeugt, es gibt mindestens ein genauso großes Potential an EU-Befürwortern, die allerdings ständig auf der Suche sind, dass eine Partei ihre Eu-überzeugung öffentlich vertritt und auch mehr Eu-Informationen und EU-Aufklärung liefert. Das wäre eine schwere Aufgabe für das LIF, aber meiner Meinung nach auch ein großer und großartiger Schritt in die ZUKUNFT!

Und was ist Deine Meinung?

Und was ist Deine Meinung? Schreib uns Deinen Kommentar oder Trackback von deiner eigenen Seite . Du kannst auch Diese Kommentare abonieren via RSS.

Bleib freundlich, beim Thema und hab Spaß!

Diese Tags kannst du im Kommentar verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Dieser Blog verwendet Gravatar für's Avatar-Bild. Gravatar.