“Es wäre bessere gewesen, die Banken zerkrachen zu lassen” – KJÖ und KSV im Interview
29. Juli 2010 – 09:33 von Thomas Knapp | No Comment

Wir treffen uns an einem kühlen Sommerabend in Graz. Vom Wahlkampf, der die Steiermark inzwischen fest im Griff hat, merkt man im Café Parkhouse mitten im Stadtpark erst etwas als Jakob Matscheko und Felix Jurecek …

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Wenn das Herz links schlägt …

Submitted by Martin Gessoni on 3. September 2008 – 23:25No Comment

… dann ist erstmal physiologisch alles ok – und wir müssen nicht zum Arzt.

Aber die Wahlplakate der KPÖ kränkeln doch ordentlich.

Neuwal. KPÖ-Plakat (neuwal.com)

Die Politik der letzten Jahre liefert einen verwertungssicheren Steilpass für alle Linkskampagnen (ja eh, auch für die Rechten).

Und dann kommt der Pass, der Stürmer steht bereit – und versemmelt die Chance stümperhaft.

Engagieren das LIF und die KPÖ den gleichen Werbetexter für ihre Plakate?

Wie kann man Parteien wählen, die so offensichtlich (und offensiv) nicht daran interessiert sind zu gewinnen?

Wie kann es sein, dass jeder x-beliebige Strohhalmhersteller besser kommuniziert als Verbünde, die eigentlich wissen müssten, dass Kommunikation für ihren Erfolg einfach alles ist? Politik ist Kommunikation.
Nein, das ist nicht mehr “charmant-unprofessionell”, dass ist nur noch fahrlässig und dumm.

Wer nur 1% der Mediakosten (Produktion und Hängung bzw. Schaltung) in die Kreation stecken würde, wäre groß raus. Es ist ja nicht so, dass die großen Parteien die Latte immens hoch angesetzt hätten. Aber von den kleine Parteien muss sich wirklich keine mehr aufregen, wenn wir wieder eine große Koalition bekommen.

Wie schon ganz im Vorfeld erwähnt: Wähler wählen nicht die Besten, sondern die am wenigsten Schlechten.

Und irgendwie haben sie damit Recht. Was sollen sie denn sonst tun?

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No Comment »

  • Nik sagt:

    da kann man nur zustimmend mit dem kopf nicken und den kopf über die partein schütteln.

  • boris sagt:

    also, bei aller kritik. nur was ist denn nur nun die kritik? ich kann in den auslassungen keine einzige feststellung finden, was denn nun etwa an der kpö wahlwerbung schlecht sei. Daher: Gustibus non est disputandum! Über Geschmack lässt sich bekanntlich ja streiten….

  • Martin sagt:

    ja, über geschmack schon … aber darum gehts hier nicht.

    um es klar zu machen: hier (im plakat) fehlt eine klare aussage ODER ein bild von einem menschen – immerhin wählt man menschen – ODER beides.
    thessaurus artige schlagwörter bauen zwar ein semantisches feld auf, sie sind aber zu wenig zwingend. ich möchte wissen, warum ich die KPÖ wählen soll – und nicht lesen, welche Schlagwörter den Parteifunktionären zur KPÖ (und sich selber) einfallen.
    Und genau das ist eben (leider) eine vergebene Chance.

  • boris sagt:

    hmm, recht gescheiter bin ich noch immer nicht. zu den menschen auf plakaten: ich hab zwar so meine zweifel, ob es immer so super ist, wenn da personen auf dem plakat sind (Siehe die Mainstreamparteien allen coleurs) ich für meinen teil seh politik ja eher auch als aufforderung zum selber tun und brauch dann nicht die “gsichter”, die mir sagen, was sie für mich tun werden, aber bitte… auf alle fälle gibts auch von der kpö ein “menschen”-plakat wo die zwei spitzenkandidaten drauf sind. siehe:http://www.kpoe.at/home/aktuelles/anzeige-aktuelles/article/131/Fotos-KandidatInnen.html

  • Martin sagt:

    ja, viel besser kann ich mich auch nicht verständlich machen.
    ich kann euch nur einen rat geben: zahlt das nächste mal einem professionellen texter ein (eh sehr geringes) honorar. und ich schwöre dir: die plakate sind um 150% mitreißender.

    es geht hier ja nicht um wahrheit (oder um ontologische grundkonstanten) sondern um stimmen.
    oder warum gehts euch?

  • Katharina sagt:

    Hm.. leider hat Martin recht!
    Die Inhalte sind ja richtig und gut!
    Und auch das Design (schlicht und gut sichtbar) wäre net so furchtbar, was fehlt ist aber einfach der “Pepp”.
    Die Leute wollen ja Alternativen sehen und sich mit was identifizieren.
    Ich frag mich nur wirklich was besser gemacht werden könnte.
    Wer sich die Plakate der “großen Parteien” ansieht, der fragt sich ja schon lange was das eigentlich noch transportiert. “Steiermark Jetzt” für die ÖVP oder “Irgenwas Zukunft” (SPÖ) das sagt ja echt auch nix aus, oder? Trotzdem werden die Parteien gewählt… und die Plakate der *peep*-PÖ decken halt den emotionalen Bodensatz ab.
    Also was müßte auf einem linken Plakat stehen, damit es auch für den “normalen” Wähler Aufmerksamkeit bringt?

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