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Der freie Hochschulzugang, eine Sackgasse?
13. Mai 2012 – 16:23 | 10 Kommentare

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Froh: Die Grünen stellen DOCH gute Plakate auf.

geposted von am 13. August 2008 – 23:345 Kommentare

Klug von den Grünen, dann letztlich doch den Wahlkampf nicht mit User generierten Plakaten zu starten, sondern mit irgendwie professionellen. Wer ist die Agentur? Bitte um Info!

Aber von vorne:
Die Grünen haben dazu aufgerufen, Plakate für sie zu entwerfen.
Und nachdem es in Österreich nicht nur 8 Mio Fußballteamchefs sondern auch mindestens so viele Werbeexperten, Creativ- wie Artdirectoren und Strategische Planer gibt, war das Ergebnis an Zahl gemessen natürlich enorm: derstandard.at

Nebenbei ein wirklich Mut gebendes Signal an die kreative Werbeindustrie in Österreich: Ihr seids echt nicht so schlecht, wie eure Kritiker (also das “natürliche” Volksempfinden) immer meinen. Und das ist nun wirklich ironiefrei hingeschrieben.

Was glauben bitte diese Leute, wie Werbung funktioniert?!?

Das haben natürlich auch die Grünen bemerkt – und ganz andere Plakate on air geschickt für ihre erste Plakatwelle.

Nämlich ganz gute. Nicht ganz supere – aber zumindest professionelle.

Sie werden kritisierend als “Negativkampagne” beschrieben. Das kann man ja gern so sehen, wenn man die österreichische Innenpolitik und Regierungsarbeit der letzten Jahre als besonders konstruktiv und positiv empfindet. Aber wie arg muss man dazu auf Drogen sein? Und WO krieg ich DIE, bitte!!! ???

Man kann den Grünen einen ganz anderen Vorwurf machen- und das mach ich jetzt mal:
Populismus wird nicht besser, wenn man ihn auf Ebenen des Web 2.0 switcht.
Stammtischpolitik wird nicht besser, wenn sie als Stammtischpolitik 2.0 auftritt und direkte Einflussnahme und persönliche Relevanz heuchelt.

Ich frage mich nebenbei, wie viele sog. “Kreationsstunden” für diese Populismusaktion aufgegangen sind – und wie das die Grünen so sehen. Und wieviel besser man diese Brainworkstunden für Ideen für Österreich hätte aufwenden könne? Bitte um Kommentare Herr Chorherr, Frau Glawischnig, Herr van der Bellen.
Immerhin kämpfen sie ja immer sehr gegen den Populismus in der Politik.

Und ich bin froh, dass unsere Fußballmannschaft aus (nicht guten aber professionellen) Fußballern besteht.
Und der Trainer ist zwar alt aber ok.

Weil wenns nicht so wäre, würden wir bald GANZ hinten sein.

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5 Kommentare »

  • ha|ns sagt:

    Hi,

    die Grüne Agentur ist meines Wissens die “Super-Fi” rund um den umtriebigen Niko Alm.

    Zu den Userplakten bin ich prinzipiell derselben Meinung. Allerdings ist Chorherrs Plakatwettbewerb recht spontan entstanden, denke ich, und hat gar nicht so viele Kreativ-Ressourcen gebunden. Was ich aber wirklich schlimm finde, ist der unsägliche Klingelton-Spin-off.

    Der ist wohl kaum auf Chorherrs Mist gewachsen, zeigt aber, recht schön, wohin die Parteien aufkeimende Web-2.0-Mitbestimmung ganz schnell hinbanalisieren, wenn sie Angst kriegen, das könnte ihnen über den Kopf wachsen. Würden die Grünen (aber wohl auch jede andere etablierte Partei) diese neue Form der Mitbestimmung ernst nehmen, hätten sie nach dem eigtl. recht gelungenen ersten Experiment ja auch eine ganz andere, ernsthafte, Richtung einschlagen können…

  • Martin sagt:

    Danke für die Info. Umtriebig … hm. Ist das positiv oder negativ konnotiert?

  • ha|ns sagt:

    anerkennend positiv

  • Peter sagt:

    Ich gebe dir Recht: populismus2.0 unterscheidet sich um keinen Deut von “gewöhnlichem” Populismus.
    Aber: wenn ich mir die Parteien ansehe, die in diesem Land zur NR-Wahl antreten – ein Krone-Faymann, ein HC, ein “Wieder-zurück”-Haider, Dinkhauser,… das ist Populismus.
    Stimmt schon, die Performence der anderen ist keine Rechtfertigung für das, was eine Partei selbst macht.
    Daher: personen-wahlkämpfe sind immer plakativ, prägnant, reduziert und – ja – bis zu einem gewissen grad populistisch. doch lieber jemand, der zu wahlkampfrassismus und anderen grausamkeiten “nicht mit mir” sagt, als schlechte reime mit rechtschreibfehlern ;)

    Maria Vassilakou hat es in einem Interview in der Wiener Zeitung mal so formuliert:
    “Populismus ist etwas, das zu den Grünen nicht passt. Es ist natürlich verlockend. Aber niemand von uns würde es schaffen – es widerstrebt allen im tiefsten Inneren. Populismus bedeutet, die Menschen zu belügen – und wir sind der Wahrheit verpflichtet.”
    (http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4103&Alias=wzo&cob=364723)

  • Raphael sagt:

    Du verwechselst Populismus mit partizipativer Politik. Es geht hier nicht darum den Wähler Honig ums Maul zu schmieren indem man einfache Lösungen propagiert, die sich gar nicht realisieren lassen. Ich finde diese Aktion der Grünen sehr gut, denn sie zeigen damit, dass sie offen sind für Vorschläge des Wahlvolkes.

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