Tausende Menschen haben heute am Wiener Heldenplatz den Jahrestag der Kapitulation Hitlerdeutschlands gefeiert. Vor dem Gratiskonzert der Wiener Symphoniker traten neben der Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Die Grünen) und Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) auch der Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP)und Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) als Rednerinnen auf.

Am Heldenplatz, der in den Vergangenen Jahren immer wieder für das „Totengedenken“ deutschnationaler Burschenschaften gesperrt war, wurde erstmals vom Österreichischen Bundesheer tagsüber Wache gehalten. Am Abend wurde der gesamte Platz für das „Fest der Freude“, einem Gratiskonzert der Wiener Symphoniker reserviert. Das Aufmarschieren in „Wichs“, der Uniform der Burschenschafter, war nicht gestattet.

Ein gewaltiges Aufgebot der Polizei sicherte sowohl den Heldenplatz, als auch die umliegenden Bereiche. Alleine um die Universität Wien, vor der eine Standkundgebung angemeldet war, standen mehrere Duzend vollbesetzte Fahrzeuge der Polizei bereit. Zu Zusammenstößen von Gegendemonstrantinnen mit Burschenschaftern kam es nicht. Die gesamte Veranstaltung am Heldenplatz verlief äußerst ruhig und friedlich.

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Daniel Weber, geboren 1980 im weststeirischen Voitsberg, lebt seit 2001 in Wien. Der Behindertenbetreuer studiert Bildungswissenschaften und ist bei neuwal verantwortlich für das Ressort Protest-Aktion-Demonstration.
  • Christian

    Das Verbot für Burschenschaften hatten bereits die Nationalsozialisten eingeführt.
    Dass nun auch die Linken Burschenschaften verbieten möchten, zeigt ein sehr mangelndes Geschichtsverständnis.
    Und auch das Totengedenken schien mir für das Ende eines traurigen Krieges ein passenderer Rahmen zu sein als ein Fest der Freude.
    Eine Befreiung zu feiern bedeutet zudem wieder den Opferstatus Österreichs hervorzukramen.
    Aber seis drum. Ein Fest der Freude zu veranstalten ist ok. Jedoch dass dieses Fest einen derart linken Anstrich bekommt und eben gar nicht überparteilich ist wie es immer heisst ist nicht in Ordnung.

  • Christian

    Ihr hättet noch die Mahnwache des BH erwähnen müssen. Was meinen Kommentar von vorhin bezüglich würdigen Rahmen natürlich abschwächt.

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